Start Praxis Technik Arbeitssicherheit auf Baustellen - oft lästig, aber unerlässlich

Arbeitssicherheit auf Baustellen - oft lästig, aber unerlässlich

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Baustellen und ihre Gefahren
So vielfältig wie die Baustellen selbst, sind auch die Gefahren, die von Ihnen ausgehen können bzw. die man als Arbeiter dort antreffen kann. Dennoch lassen sich die Gefahrenquellen recht einfach in ein Schema einordnen und so auf eine überschaubare Anzahl an Hauptursachen für Unfälle einschränken.
Zum einen können verschiedenste Gegenstände als Unfallursache benannt werden. Diese sorgen entweder für Stolperstellen, ragen in die Wegflächen, oder führen auf Grund mangelnder Sicherung und ab- oder umstürzen für eine erhebliche Gefährdung.

Das zweite große Gefahrenfeld geht aus den ausgeführten Arbeiten selbst hervor, da für die Arbeiten oft Werkzeuge, Maschinen oder sonstige Hilfsmittel benutzt werden, von denen im Betrieb selbst eine Gefahr ausgehen kann. Beispiele wären Kettensägen, Schneidbrenner oder sonstige Werkzeuge mit rotierenden oder anderen, sich bewegenden Teilen.

Häufige Verletzungen
Die häufigsten Unfälle auf Baustellen geschehen laut BG Bau in absteigender Reihenfolge durch Stolpern, Kontrollverlust über Werkzeuge, sowie beim Umgang mit Leitern, Tritten oder Gerüsten.

Unerlässliche Schutzausstattung
Betrachtet man die von der BG Bau benannten häufigsten Unfallursachen, liegt auf der Hand, in welche Bereiche die wichtigste Schutzausstattung auf Baustellen einzuordnen ist. Hierbei handelt es sich vor allem um alle Maßnahmen und Gerätschaften rund um die Absicherung der Arbeitsstelle, sowie der Wege durch die Baustelle zum Arbeitsort. Hierzu sind nicht nur Absturzsicherungen zu zählen, sondern auch alle Maßnahmen, die Stolperstellen verhindern oder dem einfachen überwinden von Höhenunterschieden dienen. Diese Maßnahmen reduzieren nicht nur die Gefahren durch Stolpern und Abstürzen, sondern greifen bereits in die zweite genannte Unfallgruppe ein. Sichere Stand- und Bewegungsflächen sind Grundvoraussetzung für sicheres Arbeiten und reduzieren bereits erheblich die Verletzungsrisiken durch Maschinen und Werkzeuge.

Im Bereich der verschiedenen Gerätschaften lässt sich zwar keine allgemeingültige Liste an Schutzausstattungen festlegen, jedoch sollte immer werkzeug- und arbeitsspezifisch vorgesorgt werden. Werkzeugunabhängig sind für alle Arbeiten mit Spänen, Splittern, Staub oder auch Funken Schutzbrillen unerlässlich und Staubmasken oft sinnvoll. Weiterhin reduzieren Schutzhandschuhe das Risiko von Verletzungen jeglicher Art durch scharfkantige oder spitze Gegenstände, sowie durch aggressive Arbeitsmittel wie Schalöl beim betonieren oder die Kieselsäure im Beton selbst.
Absolut selbstverständlich auf jeder Baustelle sollten Helm und Sicherheitsschuhe sein, da diese Hilfsmittel universell vor zahlreichen Gefahren auf allen Baustellen schützen.

Richtlinien und Warnhinweise
Vorgaben zur Arbeitssicherheit auf Baustellen, sowie zur erforderlichen Beschilderung machen als wichtigste Vorschriften die Baustellenverordnung (BaustellV) und die Regeln zum Arbeitsschutz auf Baustellen (RAB). Weitere Vorgaben ergeben sich aus Verordnungen zu den einzelnen Tätigkeitsfeldern und Gefahrenquellen.

Insgesamt sollte immer der Hinweis auf Sicherheitsschuhe und Helmpflicht erfolgen. Weiterhin empfiehlt es sich, die Hauptrisiken der aktuellen Arbeiten kurz zu benennen und auf eventuell erforderliche Ausstattung hinzuweisen.

Fazit
Wie man sehen kann, ist das Gefahrenpotential auf Baustellen erheblich. Dennoch kann die Arbeit mit einer Bestimmung der Hauptgefahrenquellen schnell bedeutend sicherer gestaltet werden. Wichtigstes Mittel hierzu ist aber neben allen Vorschriften und Hinweisen in erster Linie Aufmerksamkeit und Vorsicht.

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