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Ausstellungsreihe »Ampelphase«

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Die Ausstellungsreihe »Ampelphase« geht in die 7. Runde. Knapp sechs Wochen bleiben bis zum Start des Architekturereignisses im Spätsommer. Vom 17. September bis zum 7. Oktober 2015 präsentieren sechs renommierte Architekturbüros aus dem Rhein-Main-Gebiet, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg gemeinsam im Frankfurter Vitra Showroom experimentelle Arbeiten zu einem gemeinsamen Thema: »Sehnsucht«. Dem großen Verlangen – sei es nach einer Person, einer Sache oder einem Ort – gelten die Installationen der Studios und Büros baurmann.dürr architekten, BGF+ Architekten Uwe Bordt und Gunther Götz, BernjusGisbertzSzajak, MOW Architekten, Schmucker und Partner und SYRA_Schoyerer Architekten in Kooperation mit dem Gestalter Elmar Lixenfeld.

Frankfurt und die Rhein-Main-Region als romantische Gegend, als Sehnsuchtstorte, wahrzunehmen, ist nicht gerade nahe liegend. Doch gelegentlich scheint sie auch in diesem Ballungsgebiet auf, die romantische Idylle: Im Rheintal – trotz donnernder Eisenbahnen, am Main trotz einschwebender Düsenjets. Frankfurt und die Romantik sind aufs engste verbunden: Hier lebten maßgebliche Romantiker wie die Dichter Clemens Brentano und Achim von Arnim; heute ist die Stadt dabei, der Schlüsselepoche der deutschen Geistesgeschichte ein Museum zu errichten. All dies war für sechs Architekturbüros Anstoß, sich gemeinsam in einer Ausstellung dem Begriff Sehnsucht anzunehmen, der das Wesen der Romantik beschreibt.

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Die Karlsruher Planer von baurmann.dürr architekten zeigen in Frankfurt gemeinsam mit fünf weiteren Büros, was sie mit Romantik verbinden. Und welchen Stellenwert Romantik in der Moderne hat. Das werden sie mit ihren Installationen experimentell ausloten. Nur so viel sei vorab verraten: Es wird einen Sehnsuchtsbaum im Showroom geben, Installationen, die den Wald als deutschen Sehnsuchtsort par excellence symbolisieren, Dioramen und Mobiles sowie changierende Figuren in den Fenstern des Showrooms, die mit Passanten und vor der Ampel wartenden Autofahrern interagieren.

Die Irritation ist Programm. Die Idee zu der Ausstellungsreihe »Ampelphase« verdankt sich der besonderen stadträumlichen Situation um den Vitra-Showroom: In Zentrumsnähe, an der Ecke Gutleutstraße/Baseler Platz gelegen, dem verkehrsreichsten Ort Frankfurts, befindet sich der 450 Quadratmeter große Ausstellungsraum direkt neben der Ampelanlage.

Über 40.000 Autos passieren diese Ecke täglich. Staus sind die Regel, »Stop and go« lautet die Devise, Während die Ampel Rot zeigt – in der Phase des verordneten Wartens –, werfen Verkehrsteilnehmer erstaunte Blicke auf die Schaufenster des Showrooms vis-à-vis und sind mit den überraschenden Arrangements von Architekten konfrontiert.

Seit Mai 2007 schon sorgen die Inszenierungen des Vitra-Showrooms mit dem Titel »Ampelphase« für Kurzweil bei Autofahrern und Passanten. Jeweils sechs Büros bespielen, so die Idee, die sechs Schaufenster zur Gutleutstraße hin – ob individuell oder gemeinsam, das ist allein ihnen überlassen. Bei der 7. Folge der »Ampelphase« werden sich die Inszenierungen nicht auf die Fensterboxen beschränken.

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Das Motto »Sehnsucht« ist weit gefasst und lässt den Architekten freie Hand. Wie bei den vorangegangenen Ampelphasen haben sie eine Carte Blanche erhalten und gestalten nun mit ihren Installationen beinahe den gesamten Showroom – frei von Zwängen und Maßgaben einer konkreten Bauaufgabe. Das Experiment steht im Vordergrund. Das Projekt »Ampelphase« versteht sich als Intervention im urbanen Raum.

Nicht nur jene, die gezwungen sind, an der Ampel vor dem Showroom zu warten, sind neugierig, sondern alle, die sich für neue Wohnformen und Architektur interessieren. Seit dem Auftakt der Reihe »Ampelphase« im Frühjahr 2007 rückt der Frankfurter Vitra-Showroom ins Zentrum der Diskussionen um künftige Wohnformen und architektonische Visionen. Eduard Kolbrink etwa demonstrierte, wie es sich auf engstem Raum leben lässt. Während der Schau »Ampelphase 2« im Herbst 2008 hatte sich der Aschaffenburger Architekt sieben Tage lang in einer Box im Schaufenster des Vitra-Showrooms einquartiert, auf vier Quadratmetern gewohnt, gearbeitet und Pläne geschmiedet – völlig entortet.

Die Aktion von Kolbrink fand viel Beachtung – ebenso wie die Arbeiten aller Architekten, die bislang an der Reihe »Ampelphase« teilnahmen. Frei von Reglement schufen bislang 32 Teams spektakuläre Installationen – vom schmalen Sitz mit Ausblick hin zur Schreibstube an der Straße. Beteiligt waren die Büros B3-Architekten, 3deluxe transdisciplinary design, a5 Planung, Andernach und Partner, Angela Fritsch, Albert Speer & Partner, Architekten nkbak, Bredt und Partner, Bernhardt + Partner, Büro Weller, eckertharms, cma cyrus|moser|architekten, Ferdinand Heide, Hollin + Radoske, Index Architekten, Jo Franzke, JSK Architekten, Jourdan & Müller, Jung & Klemke Interior Design, Just/Burgeff, Klemme Architekten, kadawittfeldarchitektur, Kontext Architektur,
KSP Jürgen Engel Architekten, Lengfeld & Wilisch, Leson Innenarchitektur, Prof. Christoph Mäckler Architekten, Netzwerkarchitekten, Planquadrat Elfers Geskes Krämer, Sander.Hofrichter Architekten, Sassan Philipp Haschemi & Associates, Schneider + Schumacher, Stefan Forster Architekten, Turkali Architekten sowie Ben van Berkel mit Studierenden der Städelschule Architecture Class unter der Leitung von Johan Bettum.

Die Ausstellung »Ampelphase 7: Sehnsucht« tritt an, spielerisch Grenzen zu verschieben. Sie präsentiert – anknüpfend an die vorangegangenen Ausstellungen – raumgreifende Phantasien. Pläne, Modelle und Fotos bereits realisierter Bauwerke sind hier nicht zu sehen. Alle Beteiligten konzipieren ihre Beiträge exklusiv für die Frankfurter Schau. Und so wird der Showroom, der üblicherweise eine umfassende Übersicht über die Vitra-Office–Systeme, die Stühle und die Home Collection bietet, für 18 Tage zur Plattform zukunftsweisender Architektur-Projekte und Statements.

Ampelphase 7: Sehnsucht, eine Ausstellung des Vitra Showrooms Frankfurt
17. September bis 7. Oktober 2015
Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 10:00-13:00 und 14:00-18:00 Uhr

Vitra GmbH, www.ampelphase.com
Showroom in der Gutleutstraße 89, 60329 Frankfurt am Main, Telefon 069 586 0460

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