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Installation von James Turrell

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Im »Kronenhochhaus« wurde im August dieses Jahres die Lichtinstallation »Crater Dusk« des US-amerikanischen Künstlers James Turrell modernisiert, die er 1998 exklusiv für die DZ BANK Sky Lobby angefertigt hatte. »Crater Dusk« ist die erste mehrteilige Lichtinstallation des Künstlers. Sie besteht aus vier Elementen im Raum, die im ständigen Lichtwechsel zueinander in Beziehung stehen: das Panoramafenster, die beleuchteten Türen, die Wet Bar und die Back Bar.

Die bisher lediglich von innen sichtbare Fensterlaibung im 50. Stockwerk des Gebäudes leuchtet nach einer umfassenden technischen Überarbeitung nun jeden Abend zwischen 22 und 24 Uhr auch nach außen. Zu sehen ist ein Lichtspiel aus wechselnden Farben in der Etage unterhalb der »Krone« des DZ BANK-Hochhauses.

Wie kaum ein anderer Künstler hat sich James Turrell dem Licht in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen verschrieben. Sein Wunsch Kunst und Psychologie zu studieren, stieß in seiner Quäkerfamilie, die seit Generationen nur aus Farmern bestand, auf erheblichen Widerstand. So musste er selbst für seinen Lebensunterhalt sorgen und flog mit einer kleinen Propellermaschine in relativ niedriger Höhe Kurierpost durch den Westen der USA. Aus dieser Perspektive entdeckte er besondere Lichtspiegelungen, die dann zum Gegenstand seiner künstlerischen Arbeit wurden. Als Psychologe war es ihm wichtig, auch die besondere Wahrnehmung von Licht zu untersuchen. Als Künstler schließlich verwandelte er das Licht in Form.

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Ein gigantisches Kunstprojekt in einem erloschenen Vulkan in den San Francisco Peaks, an dem Turrell seit den 1970er Jahren arbeitet, schlägt eine Brücke zu der Arbeit in der Sky Lobby der DZ BANK in Frankfurt: Der Tresen der Bar, die sogenannte Wet-Bar, ist eine Nachbildung dieses vulkanischen Gebirgszugs mit den Namen »Roden Crater«, den der Künstler bei einem seiner Flüge entdeckte und später kaufte.

Das Panoramafenster, die beleuchteten Türen, die Wet-Bar und die Back-Bar in der Sky Lobby beziehen sich in einem ständigen Lichtwechsel aufeinander. Je nach Situation und Bedarf lassen sich unterschiedliche Lichtsituationen und -intensitäten erzeugen. Lichtstimmungen mit den Titeln »Coat of many Colours«, »Coat of Blue«, »Out of Magenta« sowie »Fade out« und »Long Journey into Night with reading Level« tauchen die Installation in eine dem natürlichen Sonnenverlauf nachempfundene Atmosphäre. Detailgenau berücksichtigte Turrell die Funktion des Raums als repräsentativen wie kommunikativen Ort der Begegnung und bestimmte nicht nur die Inneneinrichtung, sondern auch das Aussehen der Flaschen und deren Inhalt für die Bar, um eine optimale Reflexion des Lichts in den Glaskaraffen zu ermöglichen.

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Die Lichtinstallation des »Crater Dusk« wurde nun in enger Absprache mit dem Künstler nach 17 Jahren auf den neuesten Stand der Technik gebracht und entspricht damit den Vorstellungen des Künstlers heute mehr als zum Zeitpunkt der ersten Inbetriebnahme, da die technischen Möglichkeiten damals noch nicht in der gewünschten Form gegeben waren. Die LED-Technologie zeichnet das Licht heute schärfer als 1998 in den Raum und hebt die Konturen des Panoramafensters deutlicher hervor, weil das Licht selbst nicht mehr in den Glasscheiben reflektiert wird. Der Rahmen für den Ausblick über Frankfurt wird nun stärker akzentuiert. In den Türen, in der Wet-Bar und Back-Bar strahlen dagegen Neonlichter in den Raum und lassen die Konturen der Wände verschwinden. Der Raum beginnt sich aufzulösen.

Turrells Ziel war es, in der Sky Lobby eine meditative Atmosphäre im Einklang mit seiner Funktion als Ort der Kommunikation zu schaffen. Zur immateriellen Lichtkunst James Turrells gesellt sich die eigens für den Raum komponierte Musik des Cellisten Frank Wolff mit dem Titel: »Schwebungen mit Licht«, die stimmungsvoll den Gesamteindruck des Raumes wiedergibt. Frank Wolff hat sich als Gründungsmitglied des Frankfurter Kurorchesters, aber vor allem als Cello-Virtuose weit über die Grenzen Frankfurts hinaus einen Namen gemacht. Wolff hielt sich während des Ablaufes der gesamten Lichtszenen im Raum auf und erstellte, während die Lichteindrücke auf ihn wirkten, ein zeitgenössisches Cellokonzert, das mit Zitaten aus der Musikgeschichte bis in die Gegenwart gespickt ist.

Weitere Informationen unter www.dzbank-kunstsammlung.de

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Im ART FOYER zeigt die DZ BANK Kunstsammlung in Frankfurt am Main auf rund 300 qm Ausstellungsfläche vier wechselnde Ausstellungen im Jahr. Zurzeit läuft noch bis zum 21. November die Ausstellung »Déjà-Vu in der Fotokunst«. Die Sammlung des Spitzen-instituts der Volksbanken Raiffeisenbanken umfasst mehr als 7000 Werke von rund 800 Künstlern und widmet sich dem fotografischen Bild in der internationalen, zeitgenössischen Kunst.

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