Anzeige AZ-A2-728x90
Start Architektur Deutschland White Cube in Berlin

White Cube in Berlin

http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/azbilder0906/gnaedinger-architekten-02.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/azbilder0906/gnaedinger-architekten-03.jpg
Eine expressive Aluminium-Glas-Fassade repräsentiert das Science Center für Medizintechnik der Otto Bock HealthCare GmbH in Berlin. Unweit vom Potsdamer Platz, an prominenter Stelle Richtung Tiergarten und Brandenburger Tor orientiert, platzierten Gnädinger Architekten einen markanten Solitär. Jenseits aller Debatten um die reglementierende Berliner Gestaltsatzung realisierten die Architekten mit dem kompakten Baukörper einen bemerkenswerten Neubau.

Es kommt nicht oft so vor, dass kleine private Bauvorhaben von offizieller Seite eingeweiht werden. In Berlin ist Anfang Juni das Science Center Medizintechnik des global agierenden Medtech-Unternehmens Otto Bock HealthCare im Beisein von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus und Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit eröffnet worden. Wenn sich Weltmarktführer in der Hauptstadt niederlassen, ruft das die Politik auf den Plan. Sie begrüßt ein traditionelles und gleichzeitig innovatives Unternehmen, das sich künftig im unmittelbaren Zentrum der Stadt der Öffentlichkeit in einem repräsentativen Geschäftshaus mit multimedialen Ausstellungsflächen zeigt.

Der prominent platzierte Firmensitz folgt nicht der eigentlich eng gefassten Berliner Ästhetik mit klarer Aussage zu Traufhöhe, Material und Blockrandbebauung. Vielmehr zeigen Gnädinger Architekten am Potsdamer Platz, wie sich auch in einer Stadt mit strengem Baureglement unkonventionelle Architektur mit expressiver Formensprache durchsetzen lässt. Umso bemerkenswerter, dass diese Hauptstadtzentrale nicht von einem der weltweit renommierten Architekten realisiert wurde: hier setzte sich ein vergleichsweise unbekanntes Berliner Büro mit einem einprägsamen Entwurf durch.

Jenseits der Vorgaben der Berliner Gestaltsatzung gelang eine Architektur, die auf die Raumgebilde der nahe gelegenen Ministergärten reagiert und mit der dort vorhandenen städtebaulichen Situation des Typus »Solitär« korrespondiert.

Ausgehend von der Idee menschlicher Muskelfasern entwickelte der  Architekt Rolf Gnädinger für das Science Center Medizintechnik der Otto Bock HealthCare GmbH eine mutige, absolut abstrahierte Fassade. Eine amorphe, weiße Aluminium-Glasfassade umhüllt den sechsgeschossigen Stahlbetonbau, der sich als kompakter Baukörper mit rund 1300 Quadratmeter Nutzfläche präsentiert und in unmittelbarer Nachbarschaft der Bauten von Richard Rogers, Renzo Piano, Helmut Jahn, Hans Kollhoff bis gmp seine Eigenständigkeit beweist.

Hinter der extravaganten Fassade mit konvex und konkav zulaufender Linienführung, die mit der Scharfkantigkeit der Aluminiumbleche und der Stufenfalzverglasung ohne Laibung höchste Präzision zeigt, dienen drei Ebenen als Ausstellungsflächen für die mediale und konkrete Präsentation modernster Produkte. Verschiedene Schulungs- und Konferenzräume sowie eine Anlaufstelle für die interdisziplinäre Kommunikation zwischen Ärzten, Patienten, Therapeuten, Orthopädie-Technikern und Hersteller komplettieren das anspruchsvolle Raumprogramm.

Die Grundrisszonierung im Kern mit einem windmühlenartigen Erschließungssystem ermöglichte die Planung unterschiedlicher Raumgrößen. Dabei sind die Nutzflächen an der Peripherie und entlang der umseitig verglasten Hülle so angeordnet, dass eine raumtiefe Tageslichtversorgung mit einer hohen Aufenthalts- und Arbeitsplatzqualität garantiert ist.

Ziel der Architekten war, die weit entwickelte Ästhetik des Industriedesigns und der Medizintechnik auf das Bauvorhaben zu übertragen. Denn Dynamik, Präzision und funktionales Design sind Eigenschaften, die den Weltmarktführer für Orthopädietechnik aus Duderstadt repräsentieren und auch den neuen Standort in Berlin charakterisieren. 

Architekten: Gnädinger Architekten, www.gnaedinger-architekten.de 
Projekt: Science Center Medizintechnik, Berlin
Bauherr: Otto Bock HealthCare Deutschland GmbH, Duderstadt
Projektleiter: Christoph Claus 
Fertigstellung: Juni 2009

Wohngebäude »The White« von nps tchoban voss

Wohngebäude »The White« von nps tchoban voss

Das siebengeschossige Wohnhaus "The White" fügt sich in eine Reihe von Büro- und Gewerbebauten am ehemaligen Osthafen in Berlin ein. Bodenständig und dynamisch zugleich, ähnelt das weiße Gebäude einer Seeyacht am Anleger. Die großzügige Verglasung bietet weite Rundumblicke.

Kaffeebar von DIA – Dittel Architekten

Kaffeebar von DIA – Dittel Architekten

Für die Marke Primo Espresso entwarf und realisierte das Architekturbüro DIA – Dittel Architekten in Tübingen eine moderne Kaffeebar. Die durchgehende Glasfassade offenbart den Passanten eine warme Stimmung, die – in der Symbiose aus Licht und Material – Lust auf Kaffeegenuss machen soll.

Motel One München: Campus Restaurant von Ippolito Fleitz Group

Motel One München: Campus Restaurant von Ippolito Fleitz Group

Für das Münchner Hauptquartier der Hotelkette wurden das Konferenz- und Ausbildungszentrum, mehrere Büroetagen, die zentrale Lobby und ein öffentliches Restaurant gestaltet. Aufgabe war es, für alle Bereiche eine Designsprache zu finden, die zur Corporate Identity von Motel One passt und trotzdem ei...

Weitere Artikel:

Modernisierung des Pariser Louvre

Modernisierung des Pariser Louvre

Im Rahmen des Pyramid Project, wurde der Empfangsbereich des Louvre unterhalb der Pyramide in den Jahren 2014 bis 2016 umfangreich neu gestaltet. Die 1989 eröffnete Pyramide wurde ursprünglich für 4,5 Millionen Besucher pro Jahr entworfen und ein Vierteljahrhundert später nähert sich die Besucherzah...

Lösung für Kostenplanung, BIM und Abrechnung

Lösung für Kostenplanung, BIM und Abrechnung

Die mit dem BIM-Prozess verbundene Digitalisierung von Planen und Bauen kann zu einer erheblichen Steigerung der Wirtschaftlichkeit führen. Besonders im Bereich Kostenplanung und AVA ergeben sich Zeiteinsparungen, verbunden mit verringertem Fehlerrisiko und verbesserter Transparenz.

Quantensprung in der Dämmtechnik mit Glas

Quantensprung in der Dämmtechnik mit Glas

Die neue Isolierglas-Produktlinie »sedak isomax« hat einen U-Wert bis 0,23 W/m²K. Die Zweifach- oder Dreifach-Gläser gibt es in den für den Hersteller typischen Überformaten bis 3,2 x 16 Meter. Sie sind kombinierbar mit allen herkömmlichen Fassadensystemen. So lassen sich leicht Glasfassaden mit min...

Weitere Artikel:
Anzeige AZ-C1-300x250 GDC

AZ Newsletter

Ihre E-Mail
 Anmelden  Abmelden

Der Newsletter der AZ/Architekturzeitung ist kostenlos und kann jederzeit unkompliziert abbestellt werden.

Fachwissen | Architekten + Planer

  • Problemzone Wärmebrücke
    Problemzone Wärmebrücke Mit den steigenden Anforderungen an die energetische Qualität von Gebäuden gewinnen Details und damit auch kleine Problemzonen immer mehr an…

AZ Architekten Ingenieure Planer

  • L3P Architekten
    L3P Architekten - 5.0 out of 5 based on 1 vote
    L3P Architekten L3P Architekten aus dem schweizerischen Regensberg erarbeiten zusammen mit ihren Auftraggebern oder als Totalunternehmer nachhaltige Konzepte und Gebäude. Seit 2006 ist…

Modernisierung des Pariser Louvre

Modernisierung des Pariser Louvre

Im Rahmen des Pyramid Project, wurde der Empfangsbereich des Louvre unterhalb der Pyramide in den Jahren 2014 bis 2016 umfangreich neu gestaltet. Die 1989 eröffnete Pyram...

Lösung für Kostenplanung, BIM und Abrechnung

Lösung für Kostenplanung, BIM und Abrechnung

Die mit dem BIM-Prozess verbundene Digitalisierung von Planen und Bauen kann zu einer erheblichen Steigerung der Wirtschaftlichkeit führen. Besonders im Bereich Kostenpla...

Quantensprung in der Dämmtechnik mit Glas

Quantensprung in der Dämmtechnik mit Glas

Die neue Isolierglas-Produktlinie »sedak isomax« hat einen U-Wert bis 0,23 W/m²K. Die Zweifach- oder Dreifach-Gläser gibt es in den für den Hersteller typischen Überforma...

Modulares Oberlicht-System in einer schwedischen Berufsschule

Modulares Oberlicht-System in einer schwedischen Berufsschule

Nicht nur manche Schüler, auch das Schulgebäude des schwedischen Sågbäcksgymnasiet musste lange Zeit mit einem »Ungenügend« beurteilt werden: Dunkle Gänge, graue Wände un...

Alles im Blick mit extragroßen Profi-Monitoren für Architekten

Alles im Blick mit extragroßen Profi-Monitoren für Architekten

BenQ, der LED-Display-Experte, ergänzt seine Produktreihe für Architekten, Planer, Ingenieure und Designer um zwei neue, großformatige Modelle. Die Profi-Displays BenQ PD...

Flachdach-Notentwässerung: Gewappnet gegen Starkregen

Flachdach-Notentwässerung: Gewappnet gegen Starkregen

Regelmäßig auftretende Extremwetterereignisse mit Starkregen zeigen: Notentwässerung ist keine Ermessensfrage mehr, sondern ein Muss. Wir stellen drei Systeme zur Notentw...

Flexibler Wohnraum mit massiven Wänden

Flexibler Wohnraum mit massiven Wänden

Mit zunehmender Individualisierung von Lebensstilen und Haushaltsstrukturen, der demografischen Entwicklung wie auch der Urbanisation wachsen die Anforderungen an Wohnmod...

Die neue Datenschutz-Grundverordnung

Die neue Datenschutz-Grundverordnung

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die im Mai 2018 in Kraft tritt, wird weitreichende Auswirkungen auf Unternehmen und Bürger in Europa und weltweit haben. Doch ...

ORCA AVA – einfach loslegen

ORCA AVA – einfach loslegen

ORCA AVA ist ein Komplettprogramm zur Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung für das Kostenmanagement von Bauleistungen mit einer komfortablen Benutzerführung umgesetzt in...

Mehr Tür wagen

Mehr Tür wagen

Eine neue Innentür mit vollflächig geprägter Oberfläche bringt Bewegung in die Produktlinie der haptischen Innentüren. »Carisma« fängt da an, wo andere Innentüren aufhöre...

Weitere Artikel:


Anzeige AZ-D1-300x600 R7

Wenn Sie die AZ/Architekturzeitung lesen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Datenschutzhinweis.

Dieses Fenster entfernen.