Anzeige AZ-A2-728x90
Start Architektur Deutschland Klare Kante in Stuttgart

Klare Kante in Stuttgart

http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1012/siegle-epple-01.jpg


http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1012/siegle-epple-11.jpg
Die Stadt Weilimdorf hat in den letzten Jahren den Wandel von einem Industriestandort zum größten Dienstleistungs- und Gewerbezentrum im Stuttgarter Westen vollzogen. Sie ist Sitz des international tätigen Klima- und Lüftungsanlagenherstellers Siegle+Epple mit mehr als 500 Mitarbeitern in Niederlassungen in Europa und Asien. Die neue Firmenzentrale ist Teil eines Masterplans für das insgesamt ca. 23.000 Quadratmeter große Firmengelände und soll nicht nur das neue Ingenieurszentrum beherbergen, sondern auch das Selbstbild des Technologieunternehmens repräsentieren. Die Fassade spielt dabei eine tragende Rolle.

Mit dem Neubau des Ingenieurgebäudes für Siegle + Epple realisierte das Münchner Architektur- und Planungsbüro Spacial Solutions einen modernen Industriebau, der die Kernkompetenz des Unternehmens, Komfortgenerierung durch hocheffiziente Klimatechnik, widerspiegelt.

Das neue Ingenieurgebäude ist Teil eines Masterplans und repräsentiert das Selbstbild des internationalen Technologieunternehmens. »Intelligente Sparsamkeit ist angesagt – im Design, im Flächenverbrauch, im Ressourceneinsatz – Sparsamkeit, die Spielraum für Großzügigkeit schafft«, so der verantwortliche Planer und Inhaber von Spacial Solutions, Roland Dieterle.

http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1012/siegle-epple-13.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1012/siegle-epple-14.jpg

http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1012/siegle-epple-02.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1012/siegle-epple-03.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1012/siegle-epple-04.jpg
Kern des Gesamtkonzeptes ist die Plastizität des Baukörpers. Die Fassadengestaltung aus Metallelementen und Festverglasungen schafft eine kraftvolle und zugleich optisch reduzierte Gliederung. Mit der Wahl der beherrschenden Fassadenmaterialien Aluminium und Glas orientiert sich Spacial Solutions an den Kernkompetenzen von Siegle + Epple Kühlen und Lüften: Die kühle, schimmernde Gebäudeoberfläche weckt Assoziationen mit einem Eiskubus.

Das 6-stöckige Bürogebäude mit einer Bruttogeschossfläche von 3.530 Quadratmeter entwickelt sich aus zwei parallelen Volumen, die sich gegenseitig durchdringen und umschließen, um sich zu einem Kreisverkehr im Osten zu öffnen. Es entsteht eine markante Geste, die die Fassade des Gebäudes und damit auch das Gesicht des Unternehmens prägt. Die beiden Gebäudeteile nehmen unterschiedliche Funktionen auf: Im Süden sind Empfang, Großraumbüros, Konferenzräume und die Cafeteria untergebracht, im Norden befinden sich die Büros der leitenden Angestellten sowie die Erschließung und die dienenden Einrichtungen. Die Offenheit des transparenten Erdgeschosses mit Foyer und Konferenzräumen setzt sich in einem vertikalen Glasband zwischen den sich auffächernden Riegeln fort und schwingt in einer ebenfalls raumhohen Verglasung des Betriebsrestaurants auf der Dachebene über dem Büroquader zurück.

Der Vorhangfassade wird bewusst Tiefe verliehen, um die räumlichen, akustischen und nicht zuletzt die klimatischen Qualitäten des Firmensitzes zu optimieren. Nach außen hin werden begehbare Fensternischen ausgebildet, analog dazu entsteht im Gebäudeinneren zusätzlicher Stauraum für Schränke, welche gleichsam als Wärmedämmung und als Schallschutz dienen. Da die Tragkonstruktion in einer Ebene mit der tiefen Vorhangfassade liegt, stehen die Stützen sprichwörtlich im Schrank. Die Räume bleiben dabei flexibel nutzbar und können je nach Bedarf unterteilt werden. Tiefe Laibungen in der Fassade verringern den Anteil direkter Sonneneinstrahlung auf die Fenster und ermöglichen dadurch bereits indirekte Temperaturregulation in den Räumen. Hocheffiziente Verschattungstechnik mindert das Aufheizen des Gebäudes und trägt maßgeblich zur Nachhaltigkeit des Neubaus bei. Eine Reihe technischer Innovationen wie u. a. eine erdgekoppelte Wärmepumpenanlage, hocheffiziente Wärmerückgewinnungsanlagen oder die Photovoltaikanlage auf dem Dach vervollständigen das umfassende Energiekonzept des Firmensitzes. Der momentane Energiehaushalt des Gebäudes kann von Nutzern und Besuchern im Foyer über einen Monitor verfolgt werden.

http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1012/siegle-epple-05.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1012/siegle-epple-06.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1012/siegle-epple-07.jpg

Die Aluminiumpaneele sind mit 2K PUR Nasslack in Metallic Silber beschichtet und reflektieren je nach Blickwinkel das Sonnenlicht auf unterschiedliche Art und Weise. Auf die Bleche sind rückseitig Aluwinkel mit Schweißbolzen angebracht, an diesen sind kunststoffbeschichtete Edelstahlbolzen angeschraubt, über die die Bleche in die Unterkonstruktion eingehängt werden. Somit sind keine Befestigungen sichtbar und die Paneele können problemlos demontiert werden. Alle Fugen sind mit 10 Millimeter ausgebildet, im Bereich der Anschlüsse (Fensterlaibung, Gebäudeecke etc.) stehen die Blechtafeln 10 Millimeter über die Flucht der ankommenden Konstruktion über. Die Fassadenbleche sind rückseitig mit einer Antidröhnbeschichtung versehen, um eine akustische Beeinträchtigung bei Niederschlag zu verhindern. Teile der Fassade – die innen liegenden Aluminiumpaneele der fassadenintegrierten Aktenschränke – wurden mit den numerisch gesteuerten Blechverarbeitungsmaschinen der Firma selbst gefertigt. Ursprünglich hatte der Bauherr geplant, die Fassadenpaneele selbst anzufertigen. Aufgrund der guten Auftragslage und der damit verbundenen Auslastung der Maschinen wurde diese Idee nicht umgesetzt.

http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1012/siegle-epple-08.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1012/siegle-epple-09.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1012/siegle-epple-10.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1012/siegle-epple-12.jpg

http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1012/siegle-epple-15.jpg
Die Auswahl des Materials Aluminium ist nicht allein in der Langlebigkeit und dem geringen Wartungsaufwand begründet. Die kühle und schimmernde Oberfläche des Materials verleiht dem Gebäude die Ausstrahlung eines Eiswürfels. Sie eignet sich somit hervorragend als Repräsentant eines Unternehmens dessen Berufung das Kühlen und Lüften von Gebäuden ist.

Das Leistungsspektrum des Münchner Architektur- und Planungsbüros Spacial Solutions umfasst Industrie- und Dienstleistungsbauten im In- und Ausland, die Realisierung exklusiver Wohnhäuser sowie Stadtplanung und interkulturelles Projektmanagement. Eine der Kernkompetenzen des Büros liegt in der Generalplanung internationaler Großbauprojekte.

Spacial Solutions GmbH, www.spacial-solutions.com 

http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1012/siegle-epple-16.jpg


http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1012/siegle-epple-17.jpg

Wohngebäude »The White« von nps tchoban voss

Wohngebäude »The White« von nps tchoban voss

Das siebengeschossige Wohnhaus "The White" fügt sich in eine Reihe von Büro- und Gewerbebauten am ehemaligen Osthafen in Berlin ein. Bodenständig und dynamisch zugleich, ähnelt das weiße Gebäude einer Seeyacht am Anleger. Die großzügige Verglasung bietet weite Rundumblicke.

Kaffeebar von DIA – Dittel Architekten

Kaffeebar von DIA – Dittel Architekten

Für die Marke Primo Espresso entwarf und realisierte das Architekturbüro DIA – Dittel Architekten in Tübingen eine moderne Kaffeebar. Die durchgehende Glasfassade offenbart den Passanten eine warme Stimmung, die – in der Symbiose aus Licht und Material – Lust auf Kaffeegenuss machen soll.

Motel One München: Campus Restaurant von Ippolito Fleitz Group

Motel One München: Campus Restaurant von Ippolito Fleitz Group

Für das Münchner Hauptquartier der Hotelkette wurden das Konferenz- und Ausbildungszentrum, mehrere Büroetagen, die zentrale Lobby und ein öffentliches Restaurant gestaltet. Aufgabe war es, für alle Bereiche eine Designsprache zu finden, die zur Corporate Identity von Motel One passt und trotzdem ei...

Weitere Artikel:

Modernisierung des Pariser Louvre

Modernisierung des Pariser Louvre

Im Rahmen des Pyramid Project, wurde der Empfangsbereich des Louvre unterhalb der Pyramide in den Jahren 2014 bis 2016 umfangreich neu gestaltet. Die 1989 eröffnete Pyramide wurde ursprünglich für 4,5 Millionen Besucher pro Jahr entworfen und ein Vierteljahrhundert später nähert sich die Besucherzah...

Lösung für Kostenplanung, BIM und Abrechnung

Lösung für Kostenplanung, BIM und Abrechnung

Die mit dem BIM-Prozess verbundene Digitalisierung von Planen und Bauen kann zu einer erheblichen Steigerung der Wirtschaftlichkeit führen. Besonders im Bereich Kostenplanung und AVA ergeben sich Zeiteinsparungen, verbunden mit verringertem Fehlerrisiko und verbesserter Transparenz.

Quantensprung in der Dämmtechnik mit Glas

Quantensprung in der Dämmtechnik mit Glas

Die neue Isolierglas-Produktlinie »sedak isomax« hat einen U-Wert bis 0,23 W/m²K. Die Zweifach- oder Dreifach-Gläser gibt es in den für den Hersteller typischen Überformaten bis 3,2 x 16 Meter. Sie sind kombinierbar mit allen herkömmlichen Fassadensystemen. So lassen sich leicht Glasfassaden mit min...

Weitere Artikel:
Anzeige AZ-C1-300x250 GDC

AZ Newsletter

Ihre E-Mail
 Anmelden  Abmelden

Der Newsletter der AZ/Architekturzeitung ist kostenlos und kann jederzeit unkompliziert abbestellt werden.

Fachwissen | Architekten + Planer

AZ Architekten Ingenieure Planer

  • Just/Burgeff Architekten
    Just/Burgeff Architekten Just / Burgeff Architekten aus Frankfurt geht es um das Entfalten von architektonischen und städtebaulichen Potentialen. Um eine maßgeschneiderte, nachhaltige…

Modernisierung des Pariser Louvre

Modernisierung des Pariser Louvre

Im Rahmen des Pyramid Project, wurde der Empfangsbereich des Louvre unterhalb der Pyramide in den Jahren 2014 bis 2016 umfangreich neu gestaltet. Die 1989 eröffnete Pyram...

Lösung für Kostenplanung, BIM und Abrechnung

Lösung für Kostenplanung, BIM und Abrechnung

Die mit dem BIM-Prozess verbundene Digitalisierung von Planen und Bauen kann zu einer erheblichen Steigerung der Wirtschaftlichkeit führen. Besonders im Bereich Kostenpla...

Quantensprung in der Dämmtechnik mit Glas

Quantensprung in der Dämmtechnik mit Glas

Die neue Isolierglas-Produktlinie »sedak isomax« hat einen U-Wert bis 0,23 W/m²K. Die Zweifach- oder Dreifach-Gläser gibt es in den für den Hersteller typischen Überforma...

Modulares Oberlicht-System in einer schwedischen Berufsschule

Modulares Oberlicht-System in einer schwedischen Berufsschule

Nicht nur manche Schüler, auch das Schulgebäude des schwedischen Sågbäcksgymnasiet musste lange Zeit mit einem »Ungenügend« beurteilt werden: Dunkle Gänge, graue Wände un...

Alles im Blick mit extragroßen Profi-Monitoren für Architekten

Alles im Blick mit extragroßen Profi-Monitoren für Architekten

BenQ, der LED-Display-Experte, ergänzt seine Produktreihe für Architekten, Planer, Ingenieure und Designer um zwei neue, großformatige Modelle. Die Profi-Displays BenQ PD...

Flachdach-Notentwässerung: Gewappnet gegen Starkregen

Flachdach-Notentwässerung: Gewappnet gegen Starkregen

Regelmäßig auftretende Extremwetterereignisse mit Starkregen zeigen: Notentwässerung ist keine Ermessensfrage mehr, sondern ein Muss. Wir stellen drei Systeme zur Notentw...

Flexibler Wohnraum mit massiven Wänden

Flexibler Wohnraum mit massiven Wänden

Mit zunehmender Individualisierung von Lebensstilen und Haushaltsstrukturen, der demografischen Entwicklung wie auch der Urbanisation wachsen die Anforderungen an Wohnmod...

Die neue Datenschutz-Grundverordnung

Die neue Datenschutz-Grundverordnung

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die im Mai 2018 in Kraft tritt, wird weitreichende Auswirkungen auf Unternehmen und Bürger in Europa und weltweit haben. Doch ...

ORCA AVA – einfach loslegen

ORCA AVA – einfach loslegen

ORCA AVA ist ein Komplettprogramm zur Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung für das Kostenmanagement von Bauleistungen mit einer komfortablen Benutzerführung umgesetzt in...

Mehr Tür wagen

Mehr Tür wagen

Eine neue Innentür mit vollflächig geprägter Oberfläche bringt Bewegung in die Produktlinie der haptischen Innentüren. »Carisma« fängt da an, wo andere Innentüren aufhöre...

Weitere Artikel:


Anzeige AZ-D1-300x600 R7

Wenn Sie die AZ/Architekturzeitung lesen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Datenschutzhinweis.

Dieses Fenster entfernen.