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ippolito fleitz group entwickelt Raumkonzept für Restaurantkette Holyfields

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Für das neu auf dem Markt erschienene »System-Gastronomiekonzept Holyfields« entwickelten die Stuttgarter Architekten ippolito fleitz group ein modulares, skalierbares und unverwechselbares Raumsystem. Holyfields will seinen Gästen ein hochwertiges Restauranterlebnis bei sehr gutem Preisleistungsverhältnis bieten. Ein innovatives Bestellsystem ermöglicht die Bestellung über Touchscreen bereits im Eingangsbereich. Das Motto der Gastronomen »time to eat« will dem Gast möglichst viel Zeit zum Essen einräumen. Möglich wird dies durch ein ausgeklügeltes Bestellsystem. An 10 Touchscreens im Eingangsbereich wird das Angebot in Bildern und Filmen visualisiert. Der Gast nimmt einen elektronischen Signalgeber mit an seinen Platz, der anzeigt, wenn das Essen zur Abholung an einer zentralen Ausgabe bereit ist. Holyfields will dadurch das Warten in der Schlange mindern. Die neue Restaurantkette wendet sich an ein urbanes Publikum, dem nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung steht und das Wert auf Design und Ambiente legt.

Die ippolito fleitz group entwarf einen Restaurantbereich mit warmer Atmosphäre und einer differenzierten, haptisch erfahrbaren Materialwelt. Der Gast erlebt eine präzise Choreografie, die ihn durch den Raum leitet. Er wird von einem weißen, auf einer Vielzahl unterschiedlicher Tischfüße schwebenden Tresen empfangen. Das leuchtende Deckenelement darüber markiert die Station als Dreh- und Angelpunkt des Raums. Daneben warten Terminals mit großen Touchscreens in weißen, etwas anthropomorphen Stahlblechgehäusen auf die Bestellung der Gäste. Mit ihren vier Beinen spannen sie ein Assoziationsfeld von einer ihre Dienste anbietenden Servicekraft bis zu alten freistehenden Möbeln auf.

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Der Gastraum bietet ein differenziertes Sitzplatzangebot, das den Gästen, je nach ihren Bedürfnissen, unterschiedliche Möglichkeiten anbietet. Die Plätze sind von der Fassade bis zur Rückwand in vier Ebenen aufgeteilt und in der Höhe gestaffelt. An den Fenstern befinden sich Holztische mit vier Stühlen, die eine klassische Restaurantsituation beschreiben. Eine abgehängte, eigens gestaltete Pendelleuchte schafft hier die gewünschte Intimität. In der nächsten Schicht steht leicht erhöht eine Reihe weißer Tische mit komfortabel gepolsterten Zweierbänken. Die fünf Tischgruppen werden durch ein Podest aus dunklem Holz am Boden sowie die weiche abgesenkte Decke darüber gefasst. Ein Geflecht aus abgespannten Gummilitzen separiert die einzelnen Tische, ohne die freie Sicht durch den Gastraum zu unterbrechen. In der darauffolgenden Ebene findet der Gast einen zwischen die Stützen gespannten Stehtisch aus geweißter Eiche als umtriebigsten Platz im Restaurant. An der mit dunklem Holzbalken gestalteten Rückwand schlussendlich stehen schlussendlich vier weiße Sechsertische auf gleicher Höhe wie die lange Tafel. In ihrer großen U-Form bilden sie den Abschluss der Inszenierung und eine Art Rückgrat des Gastraums. Von hier bietet sich aus einer eher zurückgezogenen Position der beste Überblick.

Die offene Raumstruktur macht das Ende der Längsachse des Restaurants bereits vom Eingang sichtbar, wo sich vor dem Küchenbereich die Essensausgabe befindet. Sie wird durch eine trichterförmig zulaufende raumhohe Kupferwand sehr prominent markiert. Davor ist ein Edelstahltresen platziert, dessen Front mit der Faltung eines weißen Tischtuchs bedruckt ist, während der spiegelnd ausgeführte Sockel wieder das Motiv der unterschiedlichen Tischbeine vom Empfangstresen aufnimmt. Die Ausgabe wirkt so mehr wie das Buffet bei einer Feier, als wie eine klassische Ausgabe. Das Überreichen des Essens wird hier zelebriert. Durch die Öffnungen der Durchreichen und die Glasrückwände des Rückbuffets bekommt der Gast eine Ahnung vom Treiben in der dahinterliegenden Küche. Nochmals betont wird dieser Punkt in der Fernwirkung durch drei Leuchten an der Decke, die in ihrer Form an Flughafenanzeigen erinnern und den jeweiligen Ausgabetresen darunter mit »Peter«, »Paul« bzw. »Mary« benennen. Der Gast bekommt für seine Bestellung den Namen des jeweiligen Tresens auf seinen elektronischen Signalgeber übermittelt und kann sich so gezielt sein Menü abholen.

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Dem Empfang zugeordnet ist ein Brunnen aus weißem Terrazzo, an dem sich die Gäste kostenlos Trinkwasser zapfen können. Weiterhin wartet hier eine separate Bar, an der man unabhängig von der Essensbestellung Getränken und Desserts ordern kann. Die Bar mit ihrem Tresen aus dunkel gebeizter Eiche und der mit schwarzem Leder bespannten Front bildet einen schönen Kontrast zur Rückwand aus weißen Fliesen. Diese sind mit Tiermotiven bedruckt, die an alte Stiche erinnern. Die Bar öffnet sich nicht nur zum eigentlichen Gastraum, sondern bewirtschaftet gleichzeitig eine kleine Lounge auf der anderen Seite des Empfangstresens, die zum gemütlichen Abschluss des Essens oder auf einen Kaffee zwischendurch einlädt. Sie besteht aus einem modularen System aus Sesseln und freien Polsterhockern, sogenannten Poufs, in verschiedenen warmen Lederfarben, die durch Beistelltische mit integrierten Textilleuchten komplettiert werden.

Das Restaurantkonzept wird komplettiert durch einen »Take-Away-Bereich«. Er hat einen separaten Eingang und ist von der Lounge durch ein Glasregal getrennt. So kann dieser Bereich zwar unabhängig funktionieren, ist aber doch gefühlter Teil des Gesamtraumes. Hier sind spiegelnde Kühlvitrinen in die zur Bar führenden Fliesenwand eingelassen. Das Glasregal mit vorgelagerten Körben bietet darüber hinaus vielfältige Möglichkeiten zur Warenpräsentation in beide Richtungen, für das Take-Away wie für das Merchandising im Restaurant.

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Viel Wert wurde auf eine gute Akustik im Gastraum gelegt. Sie wird durch eine speziell angefertigte Akustikdecke mit geometrisch gemusterter Lochung gewährleistet. Sie bildet ein attraktives Gegenspiel zum durchlaufenden rohen Estrichboden, der durch sein florales Muster zu einem der optischen Highlights des neuen Restaurants wird.

Holyfields setzt mit seinem innovativen Konzept neue Akzente in der System-Gastronomie für ein anspruchsvolles urbanes Publikum. Es soll dem Wunsch nach schnellem, preiswertem und gutem Essen gerecht werden und bietet dabei ein visuelles und atmosphärisches Restauranterlebnis. Das unterschiedliche Angebot an Sitzzonen ist auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Gäste abgestimmt, die hier das entsprechende Ambiente für den schnellen Snack genauso wie für ein Essen im kleinen Kreis oder in der großen Runde finden. Auf die erste Filiale in der Frankfurter Kaiserstraße werden weitere Neueröffnungen in Toplagen deutscher Großstädte wie Berlin, Stuttgart oder Hamburg folgen.

Architekten: Ippolito Fleitz Group, Stuttgart, www.ifgroup.org
Lichtplanung: pfarré lighting design, www.lichtplanung.com
Fotos: Zooey Braun, Stuttgart, www.zooeybraun.de

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