Anzeige AZ-A2-728x90 R7
Start Architektur International Österreich-Pavillon auf der Expo 2010

Österreich-Pavillon auf der Expo 2010

http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1004/expo-shanghai-exterior.jpg


http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1004/expo-shanghai-exterior-sout.jpg


http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1004/expo-shanghai-ground-floor.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1004/expo-shanghai-first-floor.jpg
Als biomorpher Baukörper, der von schimmernder Porzellanhaut überzogen ist. So präsentiert sich der österreichische Pavillon auf der Weltausstellung 2010. »Die Architektur des Projekts basiert auf Ideen zu Kontinuität, nahtlosen Oberflächen und graduellen Verbindungen zwischen den Räumen – ein Konzept, das geeignet ist, einen kontinuierlichen Fluss innerhalb des Pavillons zu entwickeln und auf subtile Art und Weise innen und außen zu verknüpfen“, so Matias del Campo vom Architekturbüro SPAN. Auch die Farbabstufung der Fassade, das Design der Bars und Pulte sowie Details wie die Verkleidungen der Deckenspots wenden dieses Prinzip konsequent an.

Laut Arkan Zeytinoglu greifen die räumlichen Beziehungen des Pavillons spielerisch die Balance, Trennung und Symbiose zwischen Stadt und Land auf. »Abstrahierte Landschaften als sinnliche Erfahrungsräume erzeugen eine rhythmische Bewegung vom Naturraum zum kulturell akustisch verdichteten Stadtraum«, lautet seine Erklärung. Der zentrale Raum wölbt sich von innen nach außen. Die geschwungene Raumsequenz unterstützt das Fließen des Besucherstroms vom Eingangsbereich durch das Ausstellungsareal hin zum Ausgang. Dank der nahtlosen Übergänge können sich die Visuals frei und ungehindert im Raum entfalten. Panoramen und Bildwelten werden raumfüllend an Wände, Boden und Decke projiziert.

http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1004/expo-shanghai-restaurant.jpg


http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1004/expo-shanghai-restaurant-ba.jpg


http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1004/expo-shanghai-restaurant-ga.jpg


Was organisch anmutet, findet seinen Ursprung in genau berechneten mathematischen Strukturen. Nur scheinbar ein Gegensatz, denn Mathematik wird begriffen als »die universelle Sprache, die alles zu beschreiben vermag: ob das ein Muster in einem Musikstück ist oder die Geometrie einer Austernschale«, so Sandra Manninger vom Architekturbüro SPAN. »Die in der Natur vorhandenen geometrischen und mathematischen Systeme wurden direkt in den Entwurf eingebunden, um die Effizienz der Form zu steigern.« 

Über zehn Millionen Fliesen überziehen die Außenfassade des Pavillons mit einer von rot nach weiß changierenden Porzellanhaut. Die Verkleidung der komplex gekrümmten Fläche – sie umfasst den gesamten Außenbereich und das Dach – wurde durch die Wahl sehr kleiner hexagonaler Module möglich. Es entsteht der Eindruck einer nahtlosen Oberfläche, obwohl das Gegenteil der Fall ist: 60 Millionen Fugen sorgen für eine regelmäßige Verteilung der Spannungskräfte in der Fassade. Zugleich ist die Gestaltung eine Anspielung an die Tradition chinesischer Porzellanexporte nach Europa.

Der Entwurf von SPAN & Zeytinoglu war 2008 aus einem EU-weit ausgeschriebenen Vergabeverfahren mit einstimmigem Juryentscheid als Siegerprojekt hervorgegangen.

Biographien:
Matias del Campo, geboren 1970 in Santiago, Chile, studierte Architektur an der Universität für angewandte Kunst Wien. 1995 bis 1998 war er Redakteur des Wiener Stadtmagazins »Falter«, 
1998 bis 2001 ORF-Korrespondent. Seit 2003 zahlreiche Projekte, Ausstellungen und Publikationen unter dem Label SPAN gemeinsam mit Sandra Manninger. Mehrfach ausgezeichnet für die Architekturentwürfe von SPAN. Seit 2008 Gastprofessor für Architekturentwurf am Dessau Institute of Architecture.

Sandra Manninger, geboren 1970 in Graz, studierte Architektur an der Technischen Universität Wien. Zahlreiche Projekte, Ausstellungen und Publikationen in Zusammenarbeit mit Matias del Campo unter dem Label SPAN. Mehrfach ausgezeichnet für die Architekturentwürfe von SPAN. Seit 2008 Gastprofessorin für Architekturentwurf am Genetic Architecure Studio, ESARQ, Barcelona.

Arkan Zeytinoglu, geboren 1968 in Klagenfurt, studierte Architektur an der Technischen Universität Graz, anschließend »5th Year Design Studio« an der Cooper Union in New York. Generalplaner für private und staatliche Bauherren im Bereich Architektur und Interior Design, Konzeption und Umsetzung von Hotel- und Resortprojekten im In- und im Ausland. Seit 1995 Büro in Wien, Partnerbüros in Wien und im Ausland.

www.span-arch.com / www.span.vox.com
www.arkan.at

 
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1004/expo-shanghai-vip-area.jpg


 
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1004/expo-shanghai-exit-area.jpg


Mayfair Residential Tower in Melbourne von Zaha Hadid Architects

Mayfair Residential Tower in Melbourne von Zaha Hadid Architects

Der Mayfair Residential Tower von Zaha Hadid Architects entsteht an der St. Kilda Road in Melbourne, einem Bezirk weit ausserhalb der Innenstadt von Melbourne. Die Formen der Fassade ermöglichen große Balkone für jede Wohnung und spektakuläre Ausblicke auf den Royal Botanic Garden, Port Phillip Bay,...

Sansibar by Breuninger von DIA – Dittel Architekten

Sansibar by Breuninger von DIA – Dittel Architekten

DIA – Dittel Architekten verantwortet die Gestaltung und architektonische Umsetzung der Sansibar by Breuninger im neuen Dorotheen Quartier in Stuttgart. Das Restaurant ist eine Kooperation des Mode- und Lifestyle-Unternehmens Breuninger mit Herbert Secklers Kultrestaurant auf Sylt. Ziel des Designko...

Hunke Juwelier und Optik von der Ippolito Fleitz Group

Hunke Juwelier und Optik von der Ippolito Fleitz Group

Familie Hunke führt seit vielen Jahren erfolgreich Juwelier und Optikergeschäfte in zentraler innerstädtischer Lage in Ludwigsburg, unweit von Stuttgart. Um die führende Position in der Region halten und auf ein solides Fundament für die nächsten Generationen bauen zu können, sollten Schmuck, Uhren ...

Weitere Artikel:

Kita in Weißenfeld von Grund Architekten

Kita in Weißenfeld von Grund Architekten

Über hundert Jahre wurde in der Schnapsbrennerei in Weißenfeld hochprozentiger Alkohol aus Kartoffeln für medizinische Zwecke hergestellt. Um das Gebäude zu erhalten und weiterhin sinnvoll zu nutzen, wählten die Betreiber einen recht ungewöhnlichen Weg: die Umwandlung der Brennerei Weißenfeld in ein...

Aussichtsplattform Wolkenhain: Landmarke der IGA

Aussichtsplattform Wolkenhain: Landmarke der IGA

Bis Oktober ist Berlins östlichster Stadtbezirk Standort für die Internationale Gartenausstellung (IGA), zu der rund zwei Millionen Gäste aus Europa erwartet werden. Die neue Parklandschaft, welche die Grün Berlin GmbH im Auftrag des Bezirksamts Marzahn-Hellersdorf realisierte, breitet sich in einem...

Holz-Hybridbau mit Keramikfassade

Holz-Hybridbau mit Keramikfassade

H7, das Bürohaus von Andreas Heupel Architekten im alten Stadthafen von Münster, ist ein siebengeschossiger Holz-Hybridbau, der neue Maßstäbe im Hinblick auf Ökologie und Wirtschaftlichkeit setzt: Holz und Stahlbeton sind hier in Verbund gefasst.

Weitere Artikel:
Anzeige AZ-C1-300x250 GDC

AZ Newsletter

Ihre E-Mail
 Anmelden  Abmelden

Der Newsletter der AZ/Architekturzeitung ist kostenlos und kann jederzeit unkompliziert abbestellt werden.

Fachwissen | Architekten + Planer

  • Betoninstandsetzung: Wer haftet wann und wie?
    Betoninstandsetzung: Wer haftet wann und wie? Die Ausführung von Betonerhaltungs-, Betonschutz- und –instandsetzungsmaßnahmen erfordert umfassende fachliche Qualifikationen. Der nachfolgende Beitrag nimmt Stellung zu Anforderungen, die sich…

AZ Architekten Ingenieure Planer

  • Just/Burgeff Architekten
    Just/Burgeff Architekten Just / Burgeff Architekten aus Frankfurt geht es um das Entfalten von architektonischen und städtebaulichen Potentialen. Um eine maßgeschneiderte, nachhaltige…

Kita in Weißenfeld von Grund Architekten

Kita in Weißenfeld von Grund Architekten

Über hundert Jahre wurde in der Schnapsbrennerei in Weißenfeld hochprozentiger Alkohol aus Kartoffeln für medizinische Zwecke hergestellt. Um das Gebäude zu erhalten und ...

Aussichtsplattform Wolkenhain: Landmarke der IGA

Aussichtsplattform Wolkenhain: Landmarke der IGA

Bis Oktober ist Berlins östlichster Stadtbezirk Standort für die Internationale Gartenausstellung (IGA), zu der rund zwei Millionen Gäste aus Europa erwartet werden. Die ...

Holz-Hybridbau mit Keramikfassade

Holz-Hybridbau mit Keramikfassade

H7, das Bürohaus von Andreas Heupel Architekten im alten Stadthafen von Münster, ist ein siebengeschossiger Holz-Hybridbau, der neue Maßstäbe im Hinblick auf Ökologie und...

Schiebefenster mit großer Öffnungsbreite und Insektenschutz

Schiebefenster mit großer Öffnungsbreite und Insektenschutz

Die Profile des Fensters »cero« messen trotz der möglichen 15 Quadratmeter großen Scheibenelemente gerade einmal 34 Millimeter. Für die jeweiligen Anforderungen an Wärmed...

Zaha Hadid: das Learning and Library Center in Wien

Zaha Hadid: das Learning and Library Center in Wien

Die neue Wirtschaftsuniversität in Wien ist die größte der Europäischen Union. Bisher befand sich die alte Wirtschaftsuniversität in einem Gebäude aus den 1970er-Jahren. ...

Haus Mayer-Kuckuk von Architekt Wolfgang Döring

Haus Mayer-Kuckuk von Architekt Wolfgang Döring

Es ist ein eigenwilliges Gebäude, das 1967 nach dem Entwurf des Architekten Wolfgang Döring in nur sechs Tagen auf einem Erbpachtgrundstück der Elly-Hölterhoff-Böcking-St...

Oberflächentrends bei Innentüren

Oberflächentrends bei Innentüren

Die heutigen Sortimentsdimensionen des Bauens und Planens verlangen nach strukturierten Lösungen für Oberflächen wie beispielsweise bei Innentüren. Aufgrund des Überangeb...

Keukenhof in Lisse bei Amsterdam von Mecanoo

Keukenhof in Lisse bei Amsterdam von Mecanoo

Der Keukenhof in Lisse bei Amsterdam ist das internationale Schaufenster der niederländischen Blumenzucht. In den acht Wochen von Anfang März bis Mitte Mai wird dort geze...

Kalksandstein mit neuen technischen Möglichkeiten

Kalksandstein mit neuen technischen Möglichkeiten

Der Baustoffhersteller Heidelberger Kalksandstein hat technische Grenzen zugunsten des Designs erweitert. Das Produktionsverfahren der Kalksandsteine unterstützt nun den ...

Frischer Wind fürs Flachdach

Frischer Wind fürs Flachdach

Ist die Dampfsperre auch wirklich trocken? Der neue »SitaVent Revision« erlaubt jederzeit einen prüfenden Blick auf den Status unterhalb der Wärmedämmung. Immer wieder vo...

Weitere Artikel:


Anzeige AZ-D1-300x600 R7

Wenn Sie die AZ/Architekturzeitung lesen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Datenschutzhinweis.

Dieses Fenster entfernen.