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Ärztehaus in Holzbauweise: Medicoplus in Einsiedeln

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In Einsiedeln ist ein fünfgeschossiges Ärztehaus in Holzbauweise entstanden. Einziges Bauelement in Nicht-Holzbauweise sind das Treppenhaus in Stahlbetonweise und das Untergeschoss. Das Spezielle an der Errichtung war, dass das Treppenhaus in Filigranelementen parallel zum Holzelementbau geschossweise gebaut wurde. Je Geschoss eine Woche. Start dieser Arbeiten war Ende November 2013 – Dauer bis Ende Januar 2014.

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Das Gebäude wurde in Holzelementbauweise, mit HBV-Decken und einem massiven Treppenhauskern aus Stahlbeton-Halbfertigteilen ausgebildet. Um das straffe Terminprogramm bewältigen zu können, wurde nach einer Bauweise gesucht, den massiven Treppenhauskern parallel mit dem Holzbau aufrichten zu können. Mit den beiden genannten Bauweisen konnte dies realisiert werden; die Bauzeit dauerte vom Aushub September 2013 bis zum Bezug Oktober 2015. Um eine möglichst grosse Flexibilität zu gewährleisten, wurden alle Innenwände nichttragend ausgeführt. Mit Ausnahme des in Stahlbetonweise hergestellten Treppenhauskerns. In den Praxisräumen existiert eine sichtbare Holzdecke mit integrierten Akustikbereichen, im Korridor (Fluchtweg) eine abgehängte Decke.

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Die aktuellen Tragwerksnormen des SIA verlangen für u.a. neue Gebäude die Überprüfung der Erdbebensicherheit. Das vorliegende Projekt wird komplett über den in Stahlbetonweise hergestellten Treppenhauskern ausgesteift.

Den bauphysikalischen Themen musste in diesem Objekt natürlich ebenfalls Rechnung getragen werden. Aufgrund der unterschiedlichen Nutzungszwecken war den Themen Schallschutz und Raumakustik erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken. Der gesamte Schallschutz wurde vom hauseigenen Bauakustiker untersucht. Aus Schallschutzgründen musste im Deckenbereich zwingend eine Trittschalldämmung inkl. Randdämmstreifen aus Mineralfaser eingesetzt werden.

Die Bereiche Wärme- und Feuchteschutz wurden von Pirmin Jung Büro für Bauphysik AG bearbeitet. Im Bereich Wärmeschutz ist ein besonderer Wert auf den sommerlichen Wärmeschutz zu legen.

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Besonders heraus sticht die spezielle Holzfassade mit vertikalen Lisenen und horizontalen hervorstehenden Brandschürzen. Sie trägt einen vorvergrauenden Anstrich. Der Grundriss dieses Objekts misst 16 x 18 Meter. Bei der Fassadenkonstruktion war die Auflage, eine Variante mit möglichst geringem Unterhalt zu planen. Die Auswechselbarkeit einzelner Bretter ist gewährleistet.

Dem Zusammenspiel vor allem auch zwischen dem Bauingenieur und dem Holzbauingenieur musste in gewissen Phasen des Projekts ein besonderes Augenmerk geschenkt werden, da das Aufrichten des massiven Treppenhauskerns parallel erfolgte.

Bauleitung: Tschü-Planungs GmbH, Unteriberg
Architekt: aefa Architekten AG, www.aefa.ch
Bauingenieur: bpp Ingenieure AG, www.bpp-ing.ch
Baumeister: Butti, www.butti.ch
Bauherr: MedicoPlus Immo AG, Trachslau
Holzbauer: Renggli AG, www.renggli-haus.ch / Subunternehmer: Hölzig GmbH, www.hoelzig-gmbh.ch
Holzbauingenieur: PIRMIN JUNG Ingenieure für Holzbau AG, www.pirminjung.ch 

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