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Internationaler Designwettbewerb für Architekten und Studenten: »The City Above the City«

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2016/1607/city-above-the-city-designwettbewerb.jpg
 

Städte auf der ganzen Welt benötigen dringend neue Wege, um eine stetig wachsende Bevölkerung beherbergen zu können. Der internationale Holzdesignwettbewerb »The City Above the City« (Die Stadt über der Stadt) lädt Architekten und Studenten aus aller Welt ein, die Herausforderungen der Urbanisierung auf sowohl nachhaltige als auch menschliche Art zu lösen.

Die zunehmende Urbanisierung der Welt ist eine der wichtigsten Problematiken des Menschen von heute. Bis 2050 werden 2/3 der Bevölkerung in Städten leben. Folglich schreitet das urbane Wachstum schneller voran als die Möglichkeit, erschwinglichen und nachhaltigen Lebensraum zu schaffen.

Laut Michael Green von Michael Green Architects aus Vancouver müssen wir beginnen, auf unseren vorhandenen Gebäuden »aufzubauen« und nicht immer nur abreißen. Es gibt nämlich eine Alternative. Ein Erweiterungsbau mit einem Holzrahmen wäre eine schnelle, nachhaltige und günstige Lösung.

Untersuchungen haben ergeben, dass ungefähr 1/4 der bereits vorhandenen Gebäude stabil genug sind, um zusätzliche Geschosse aus Holz zu tragen. Außerdem ist Holz das einzige Material, das leicht genug ist, um vorhandene Strukturen schnell aufzustocken. Dadurch wird Holz zu einem sehr vielversprechenden Material, um Lebensräume für Milliarden von Menschen zu schaffen. Gleichzeitig lässt sich dadurch auch noch das architektonische Erbe unserer Städte bewahren.

Gesucht: eine wohnliche und nachhaltige Lösung
Der Wettbewerb »The City Above the City« ist die Fortsetzung von Metsä Woods Projekt »Plan B«, das 2015 als ehrgeiziges Vorhaben gestartet wurde, um die Verwendungsmöglichkeiten von Holz im Städtebau zu untersuchen. Der diesjährige Designwettbewerb sucht nach unerschrockenen und ambitionierten Plänen, die Holzbauprozesse mit vorhandenen städtischen Gebäuden verbinden – und zwar so, dass es sowohl für den Menschen als auch die Natur positiv ist.

Die Teilnehmer werden angehalten, ein zentral gelegenes Gebäude in einer der bevölkerungsreichsten Städte der Welt auszuwählen und eine innovative Holzdesignlösung zu entwerfen, die durch zusätzliche Ebenen für mehr Wohnraum sorgt. Der Bau zusätzlicher Ebenen mit »Kerto«-Furnierschichtholz als Hauptmaterial ist eine zentrale Anforderung für die Designarbeit. Zu den bevorzugten Städten zählen London, Berlin, Paris, Kopenhagen, Stockholm, Istanbul, Washington und Schanghai.

Die Designarbeit selbst muss sich entweder mit einer bereits vorhandenen Struktur vereinen oder sich dem urbanen Gefüge der Stadt anpassen. Die Herausforderung für die Teilnehmer ist es, Konstruktionssysteme zu entwerfen, die auf die Leistungsmerkmale einer Vielzahl von Holztechnologien zurückgreifen.

International renommierte Jury bestimmt den Gewinner
Der Wettbewerb wird von einer internationalen Jury mit breitem Fachwissen über Architektur mit Holzstrukturen und nachhaltiges Design beurteilt.

Michael Green gründete sein Architekturbüro MGA und seine gemeinnützige Schule DBR (Design Build Reserach), um sich auf fortschrittliche Architektur, Wissenschaft, Erziehung und Innovation zu konzentrieren. In ihren Büros in Vancouver und Portland bearbeiten er und sein 25-Mitarbeiter starkes Team internationale Projekte, die in Größe, Bautyp und Ausführungsort sehr unterschiedlich sein können. Michaels Schwerpunkt liegt dabei stets darauf, gesündere Gemeinden durch innovative Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsplanung und urbanes Design zu schaffen. Er ist besonders für seine wissenschaftliche Arbeit, seine Vorreiterrolle und seinen Einsatz für das Bauen mit Holz bekannt. Er nimmt an großen Kongressen zum Thema teil, darunter auch 3 TED Events mit dem Höhepunkt seiner Rede 2013, die bis heute von mehr als einer Millionen Menschen angesehen wurde.

Mike Kane ist ein britischer Dozent für Architektur an der London South Bank Universität und Geschäftsführer von KMK Architects. Kane konzentriert sich auf Möglichkeiten, wie Städte sich auf Klimaveränderungen, Ressourcenbegrenzung und steigende Urbanisierung vorbereiten können. Er leistet regelmäßig seinen Beitrag zum Energie- und Ressourceneffizienzmodul und interessiert sich sehr für CO2-arme und ressourceneffiziente Architektur.

Stefan Winter ist Professor am Lehrstuhl für Holzbau und Baukonstruktion an der Technischen Universität München. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf energieeffizienten, mehrstöckigen Holzstrukturen, auf der Gebäudemodernisierung mit vorgefertigten Komponenten und auf Leimtypen für tragende Holzstrukturen.

Metsä Wood lädt die Teilnehmer ein, ihre Arbeiten für den Designwettbewerb »The City Above the City« bis zum 30. September, 17.00 UHR MEZ, einzureichen. Zu den Preisen des Wettbewerbs zählen ein Hauptpreis über 10.000 €, zwei zweite Preise über 5.000 € und fünf dritte Preise über 2.000 €. Die zehn besten Teilnehmer werden veröffentlicht.

Mehr über den Wettbewerb: planb.metsawood.com

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