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Der Flaneur in der Realstadt

Der Flaneur in der RealstadtOhne die gelben Schilder mit der Aufschrift »Realstadt« hätte der Nicht-Clubgänger von heute den Eingang in die unscheinbare Industriehalle des »Alten Kraftwerks Berlin Mitte« wohl nicht gefunden. Nur die enorme Gebäudehöhe lässt die Belohnung ahnen, die man erwartet, nachdem man per Velo die Heinrich-Heine-Straße ab Moritzplatz in Richtung Spree hinter sich gebracht hat. Nicht eben zu den schönsten Ecken zählt diese Gegend.

Taking to the Streets oder: Was kann Aneignung von Stadtraum bedeuten?

Vilém Flusser zeichnet in einem seiner Bücher sehr anschaulich die Entwicklung der modernen Stadt nach. Zur agrikulturellen Verfasstheit menschlichen Zusammenballens in Zivilisationen schickt er lapidar voraus: »…Von Anbeginn beruht die Macht auf Dreck und macht die Hände schmutzig…«. So weit, so gut.

Von Kirchen in Dörfern oder: »Stuttgart 21« und Heidegger

Von Kirchen in Dörfern oder: »Stuttgart 21« und HeideggerVor kurzem war in der »Süddeutschen Zeitung« ein interessanter Artikel zu lesen. »Hauptbahnhof Heidegger« hieß der kurze Text, den der in Bamberg lehrende Philosoph Christian Illies zum aktuellen Protest gegen das Bauprojekt »Stuttgart 21« schrieb. Sehr richtig beginnt der Autor damit zu fragen, wo der Bürgerprotest gegen den Bauwirtschaftsfunktionalismus der 1960er und 1970er Jahre war, der unsere Welt (und nicht nur die deutsche) maßgeblich negativ beeinflusst hat.

Interview mit Johannes Twielemeier: Die fundamentale Eigenschaft der Fotografie ...

Interview mit Johannes Twielemeier: Die fundamentale Eigenschaft der Fotografie ...

Es ist eine ungewöhnliche Verbindung künstlerischer Ausdrucksmittel, die Johannes Twielemeiers Arbeit prägt: Der gelernte Steinmetz arbeitet nicht nur mit Stein, sondern auch als Fotograf. Den Fotografen Twielemeier beschäftigen die Spuren, die von Menschen in Zeit und Raum hinterlassen werden, die Bruchstellen im urbanen Raum, die sich vor allem und immer wieder in architektonischen Zeugnissen aufspüren lassen. Im Interview gibt Johannes Twielemeier Einblick in seine Arbeit.

Auf dem Weg zur Mobilie. Sloterdijk, Sobek und R 129

Auf dem Weg zur Mobilie. Sloterdijk, Sobek und R 129Architekten sind heutzutage in den modernen Darstellungsformen angekommen und verstehen es, ihr Wissen im medialen Zirkus effektvoll zu verkaufen. Das jedenfalls wird deutlich, wenn man die DVD »Wohnen in der Zukunft« in Händen hält, die kürzlich auf den Markt gekommen ist.

Review: Informal Arrangements von Peter Bialobrzeski

Review: Informal Arrangements von Peter BialobrzeskiBlätter aus Werbeprospekten tapezieren die Wände, Seiten aus Unterwäschekatalogen, Filmposter oder Popstars kleben dicht nebeneinander. Hier steht Beauty-Zubehör, dort liegen Kleider, hier ein Fernseher, dort Radio oder DVD-Player. Mit Kalendern, Stoffen und Vorhängen, auf Betten drapierten Kissen wird Wohnlichkeit erzeugt. Diese Unterkünfte sind wenig mehr als notdürftige Verschläge. Trotzdem versuchen ihre Bewohner, sie zu einem Heim werden zu lassen.

Bauwerke als Persönlichkeiten - Der Konzeptkünstler Hans Martin Sewcz im Interview

Bauwerke als Persönlichkeiten - Der Konzeptkünstler Hans Martin Sewcz im InterviewEs ist die Beschäftigung mit der Alltagskultur und dem alltäglichen Lebensgefühl, das sich wie ein roter Faden durch das vielfältige Werk des Fotografen und Konzeptkünstlers Hans Martin Sewcz zieht. In den 1970er Jahren, noch als Student an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst, dokumentierte er mit der Kamera das Leben auf den Straßen in Leipzig und Ostberlin und porträtierte vor allem Jugendliche und Künstler in der Tradition der Porträtfotografie von August Sander bis Diane Arbus.

ARTERNITY: Art up your life! – Raumgestaltung mit Kunstwerken

ARTERNITY: Art up your life! – Raumgestaltung mit KunstwerkenEine Fotografie über dem Schreibtisch oder ein Gemälde als Blickfang im Zentrum eines Raumes – Kunstwerke verändern einen Raum, sie prägen ihn und verleihen ihm ein individuelles Gesicht. Die Erfahrung, wie sehr Kunst die Wirkung von Innenräumen beeinflussen kann, hat jeder schon einmal gemacht, der sich ein oder mehrere Zimmer oder gar eine Wohnung eingerichtet hat. Oft wird ein Raum durch die kunstvolle Ergänzung erst vollständig und harmonisch.

Stefan Hoenerloh: Zeigen von architektonischen Räumen

Stefan Hoenerloh: Zeigen von architektonischen RäumenMenschenleere Stadtansichten, Ausschnitte urbaner Architektur, wie sie auf einem Spaziergang durch eine Altstadt begegnen könnten, sind die Motive, die der Berliner Künstler Stefan Hoenerloh in altmeisterlicher Technik vielschichtig lasierend auf den Bildträger bannt. Monumentale Großbauten, wie sie in den alten Stadtkernen europäischer Städte begegnen, werden in Ausschnitten gezeigt, meist in Untersicht mit stürzenden Linien. In Grau-Tönen gehalten, dunkel, trübe, verwaschen, haben die Gebäude Patina, deutlich nagt der Zahn der Zeit an ihnen.

Buchrezension: Von Menschen und Häusern

Buchrezension: Von Menschen und HäusernAls eines der schönsten Bücher 2009 in der Kategorie »Kunstbücher und Fotobände« ist es vom Hauptverband des Österreichischen Buchhandels gerade ausgezeichnet worden, für den Staatspreis 2009 ist es nominiert: Mit »Von Menschen und Häusern. Architektur aus der Steiermark. Architektur Graz Steiermark 2008/2009« ist dem Haus der Architektur HDA Graz ein ungewöhnliches, ein besonders schönes Architekturbuch gelungen. Herausgegeben von Ilka und Andreas Ruby ist der Band – zugleich auch das Jahrbuch 2009 des HDA – anders aufgemacht, als die bisherigen Jahrbücher, die alle zwei Jahre erscheinen, und entspricht so gar nicht der Vorstellung, die man gemeinhin von Jahrbüchern hat: etwas trocken, etwas behäbig mit vielen Texten und Berichten über Aktivitäten der Herausgeberinstitution.
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Ergebnisse des Realisierungswettbewerb JUNG Gründervilla

Ergebnisse des Realisierungswettbewerb JUNG Gründervilla

Für den Umbau und die Erweiterung der Villa des Firmengründers Albrecht Jung in Schalksmühle lobte das Unternehmen JUNG Anfang 2017 den offenen, einphasigen, hochbaulichen Realisierungswettbewerb für junge Architekturbüros aus. Jetzt wählte die Fachjury unter Vorsitz von Prof. Michael Schumacher aus...

Villa Waldried von Marazzi + Paul

Villa Waldried von Marazzi + Paul

Die 1942 erbaute Villa Waldried präsentiert sich nach dem Umbau der Architekten Marazzi + Paulmit einer umgestalteten Gebäudehülle, einer optimierten Grundrissorganisation und erweiterten Raumlandschaft. Die Renovierungsmassnahmen umfassen neben der Umgestaltung der Gebäudehülle auch die Transformat...

Hydro-Aluminiumwerk in Grevenbroich von pbr

Hydro-Aluminiumwerk in Grevenbroich von pbr

Industrie 4.0 steht für digitale Produktion und moderne Technologien. Zunehmend wird just in time gefertigt und ebenso sollen die erforderlichen Produktionsstätten in immer kürzeren Zyklen entstehen. So auch auf dem Grevenbroicher Werkgelände von Hydro, einem der führenden Aluminiumkonzerne in Europ...

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Besondere Architektur funktioniert auch horizontal. Das beweist der visuell und funktional beeindruckende Groundscraper »5 Broadgate« im Londoner Finanzviertel. Der stahlummantelte »Zylinderblock« aus der Feder von Make Architects ist zwar nur 13 Stockwerke hoch, deckt aber allein auf seinen vier Tr...

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Rund 2.790 Quadratmeter Isolierglas wurden für die Glasfassade der T-Mobile Arena in Las Vegas an Ort und Stelle kalt gebogen und in Aluminiumrahmen montiert. Das Kaltbiegeverfahren war zusammen mit der hochautomatisierten Fertigung der IG-Einheiten der Garant dafür, dass das größte Projekt, das jem...

Simsala BIM

Simsala BIM

Building Information Modeling (BIM) ist keine Hexerei – aber ein ernst zu nehmender Meilenstein für die gesamte Architektur- und Baubranche. Der smarte Prozess mit den fünf Dimensionen nimmt gerade richtig Fahrt auf und ist bald nicht mehr wegzudenken aus der täglichen Arbeit der Architekten und Pla...

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Fachwissen | Architekten + Planer

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Schlanke 60 Millimeter misst die Standarddämmstärke bei vielen weitläufigen Flachdächern. Für die Montage der Dachgully-Aufstockelemente ist eine höhenreduzierte Einbauhi...

Sensible Architektur – Neubau des Krematoriums St. Gallen

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Krematorien empfangen Besucher in einem Zustand emotionaler Anspannung, weshalb der Architektur dieser Gebäude eine schwierige Aufgabe zuteil wird. So sollte sie Sicherhe...

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Die Evangelisch-reformierte Kirche in Hannover erhielt für den Gottesdienstraum eine Heiz-Kühldecke in Form eines Deckensegels. Dabei waren die besonderen Gegebenheiten d...

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Im Rahmen des Pyramid Project, wurde der Empfangsbereich des Louvre unterhalb der Pyramide in den Jahren 2014 bis 2016 umfangreich neu gestaltet. Die 1989 eröffnete Pyram...

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Die mit dem BIM-Prozess verbundene Digitalisierung von Planen und Bauen kann zu einer erheblichen Steigerung der Wirtschaftlichkeit führen. Besonders im Bereich Kostenpla...

Quantensprung in der Dämmtechnik mit Glas

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Die neue Isolierglas-Produktlinie »sedak isomax« hat einen U-Wert bis 0,23 W/m²K. Die Zweifach- oder Dreifach-Gläser gibt es in den für den Hersteller typischen Überforma...

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Nicht nur manche Schüler, auch das Schulgebäude des schwedischen Sågbäcksgymnasiet musste lange Zeit mit einem »Ungenügend« beurteilt werden: Dunkle Gänge, graue Wände un...

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