Start Magazin Architektur + Kunst Die Gewinner des 14. Designers’ Saturday

Die Gewinner des 14. Designers’ Saturday

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1211/betonmanufaktur.jpg

Insgesamt 77 Aussteller zeigen am 14. Designers’ Saturday im schweizerischen Langenthal ihre szenografischen Präsentationen einem internationalen Architektur- und Designpublikum aus rund 17.000 Architekten, Designern, Planern und Fachbesuchern. Die besten Inszenierungen wurden während der Designers’ Night mit den vier Designers’ Saturday Awards prämiert. Neben der Jury durften auch die Besucher mit der Verleihung des Publikumspreises ihren Favoriten auswählen.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1211/hydroplant.jpg

Leuchtende Flugobjekte, lebende Wandoberflächen, textile Gestaltungen und organisch anmutende Leuchten bildeten die optischen Höhepunkte einer gewohnt hochwertigen und tollen Veranstaltung. Der Designers’ Saturday spricht auf einzigartige Weise alle Sinne an und überrascht mit Inszenierungen die fern sind von aller Messeroutine und Alltagspräsentation. Besuchen Sie unsere Galerie, die wir in den nächsten Tagen mit weiteren Bildern der Veranstaltung füllen werden: galerie.architekturzeitung.com

Auf der Designers´ Night als Abendveranstaltung gab eine Fachjury die Gewinner der D’S Awards bekannt gab. Alle Aussteller und Cartes Blanches der 14. Designers’ Saturday Edition mussten ein zweistufiges Auswahlverfahren durchlaufen, bevor ihre Präsentationen prämiert werden konnten. Unter den ausgefallenen, teils avantgardistischen Konzepten konnten drei die Jury besonders überzeugen.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1211/skyframe-fenster-1.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1211/skyframe-fenster-2.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1211/sky-frame-fenster-3.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1211/sky-frame-fenster-4.jpg

Für eine alle Sinne inspirierende Erlebnislandschaft, die das vorgestellte Produkt selbstironisch zurücknimmt, wurde Sky-Frame, inszeniert von Studio Hannes Wettstein, mit dem Designers’ Saturday Award in der Kategorie »Gold« ausgezeichnet. »Von schwirrenden, leuchtenden Objekten und Klängen umgeben und in die Dämmerung eingehüllt, erwartet die Besucher ein ästhetisch und atmosphärisch dichtes Kaleidoskop aus verschiedenen Sinneseindrücken«, so Jury-Mitglied Jan Geipel, Programmchef des Danish Architecture Centre, Kurator und Kritiker über die Inszenierung der großflächigen Schiebefenstersysteme Sky-Frame.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1211/runtal-heizkoerper-1.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1211/runtal-heizkoerper-2.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1211/runtal-heizkoerper-3.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1211/runtal-heizkoerper-4.jpg

Die Kategorie »Silber« ging an den Heizkörperhersteller Runtal und die Präsentation von Anaïde Davoudlarian + Gregory Brunisholz. Mit »low-tech« Materialien wie Holz oder Plastikfolie und einem gewagten, experimentellen Standdesign ist es gelungen, heisse Luft, welche im Heizprozess entsteht, gekonnt in Szene zu setzen. Adrien Rovero, Jury-Mitglied und Designer aus Lausanne: »Das formale Design ist simpel und schlicht, aber wir wissen, wie viel Entwicklungsarbeit hinter dieser Idee steckt. Ich wünsche daher: bon vent!«

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1211/schaetti-leuchten-1.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1211/schaetti-leuchten-2.jpg

In der Kategorie »Bronze« gewann Schätti Leuchten, die inmitten von Lagerregalen ein Panorama der Glarner Berge entstehen ließen. Auf engstem Raum zeigte das Familienunternehmen gemeinsam mit Designer Jörg Boner das Nebeneinander von alpiner und industrieller Welt – wie in ihrer Heimat. »Dass man auch mit wenigen, gut gesetzten Gesten und ganz ohne technische Spielereien eine so stimmige, und aussagekräftige Inszenierung erreichen kann, hat die Jury besonders überzeugt« sagte Jury-Mitglied Elisabeth Boesch von M. & E. Boesch Architects.

»In der Schlussrunde waren sehr viele Projekte, die ohne weiteres einen Preis verdient hätten. Neben all den Kriterien, die von den Ausstellern erfüllt werden mussten, beschäftigte uns schließlich die Frage, welche Projekte dem Besucher noch in vielen Jahren in Erinnerung bleiben würden. Dies trifft auf die drei prämierten Inszenierungen in bester Art und Weise zu. Die Eindrücke, die sie hinterlassen, sind wie ein Geschenk, das der Besucher mit nach Hause nehmen kann. Es ist unser Wunsch, dass der Designers’ Saturday nachhaltig inspiriert«, so Kurator Sergio Cavero.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1211/creation-baumann-01.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1211/creation-baumann-02.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1211/creation-baumann-03.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1211/creation-baumann-04.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1211/creation-baumann-05.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1211/creation-baumann-06.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1211/creation-baumann-07.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1211/creation-baumann-08.jpg

Auch das Publikum entschied sich für eine Präsentation, die in Erinnerung bleiben wird. Der Publikumspreis ging an das textile Klang- und Farberlebnis der Gastgeberfirma Création Baumann, das den Besucher aktiv in die Inszenierung mit einbezieht. Karin Schulte, Referentin an der Kunstakademie Stuttgart, sagte in ihrer Laudatio: »In einem luftigen Arrangement aus Textilien fand der Besucher Antwort auf die Frage ‚wie saftig klingt grasgrün?’ oder ‚wie schnell ist rot?’ «.

Unserer Redaktion freute sich bereits im Vorfeld auf die Inszenierungen des atelier oï, die gleich mehrfach beauftragt waren, aber leider ohne Auszeichnung blieben und dessen ungeachtet sehr sinnliche Erlebnisse boten. Unser inoffizieller Architekturzeitung-Redaktionspreis geht daher für die eindrucksvollen und tollen Gestaltungen und deren überbordender, überraschender Kreativität an das atelier oï. Noch mehr Bilder auf galerie.architekturzeitung.com

Radikal und dramatisch: Restaurant Hueso von Architekt Ignacio Cadena

Radikal und dramatisch: Restaurant Hueso von Architekt Ignacio Cadena

Die subtile Schönheit einer unverstellten und puren Architektur will der mexikanische Architekt Ignacio Cadena im Restaurant Hueso zeigen. Hueso bedeutet »Knochen« und unverkennbar prägen die sterblichen Überreste der mexikanischen Fauna die Wände dieses einmaligen kulinarischen Ortes.

Corporate Design von Dittel Architekten für das Mannheimer Rathaus

Corporate Design von Dittel Architekten für das Mannheimer Rathaus

DIA – Dittel Architekten hat für das Rathaus E5 in Mannheim ein neues bauliches Corporate Design entwickelt und zeichnet für die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes verantwortlich. Ziel der architektonischen und gestalterischen Maßnahmen war es, eine repräsentative Designsprache zu etablieren ...

Mikrohofhaus: Wohnen auf kleinstem Raum

Mikrohofhaus: Wohnen auf kleinstem Raum

Gewinner des Wettbewerb »Raumpioniere – Wohnen auf kleinstem Raum« sind die Architekten Florian Kaiser, Guobin Shen und Hans-Christian Bäcker des Stuttgarter Ateliers Kaiser Shen mit ihrem »Mikrohofhaus«.

Weitere Artikel:

Fassadenkunst: Abstrakt bis naturalistisch

Fassadenkunst: Abstrakt bis naturalistisch

In nur sieben Wochen wich grauer Beton einer abstrakt-naturalistischen Malerei mit blauem Himmel, weißen Wolken, täuschend echten Bäumen und einem illusionistischen Streichelzoo. Verantwortlich dafür zeichnet der auf exklusive Wandmalerei spezialisierte Künstler Ulrich Allgaier.

Wintergarten gut beheizt

Wintergarten gut beheizt

Im Wintergarten hat Wärme nicht nur einfach die Funktion »Heizen« zu erfüllen. Wärme weckt Emotionen und bringt Atmosphäre in den gläsernen Raum. Eine elektrische Strahlungsheizung ermöglicht ein bedarfsgerechtes Heizen, wenn der Wintergarten genutzt wird und die Kraft der Sonne nicht ausreicht.

Timmerhuis in Rotterdam von OMA

Timmerhuis in Rotterdam von OMA

Das von den Rotterdamer Städtebauexperten OMA (Office for Metropolitan Architecture) erdachte Timmerhuis in Rotterdam gilt als das »grünste Gebäude der Niederlande«. Es vereint Stadtverwaltung, Wohnungen, Büros sowie das Rotterdamer Stadtmuseum und schlägt eine architektonische Brücke zum denkmalges...

Weitere Artikel:
Anzeige AZ-C1-300x250 GDC

AZ Newsletter

Ihre E-Mail
 Anmelden  Abmelden

Der Newsletter der AZ/Architekturzeitung ist kostenlos und kann jederzeit unkompliziert abbestellt werden.

Fachwissen | Architekten + Planer

  • Betoninstandsetzung: Wer haftet wann und wie?
    Betoninstandsetzung: Wer haftet wann und wie? Die Ausführung von Betonerhaltungs-, Betonschutz- und –instandsetzungsmaßnahmen erfordert umfassende fachliche Qualifikationen. Der nachfolgende Beitrag nimmt Stellung zu Anforderungen, die sich…

Fassadenkunst: Abstrakt bis naturalistisch

Fassadenkunst: Abstrakt bis naturalistisch

In nur sieben Wochen wich grauer Beton einer abstrakt-naturalistischen Malerei mit blauem Himmel, weißen Wolken, täuschend echten Bäumen und einem illusionistischen Strei...

Timmerhuis in Rotterdam von OMA

Timmerhuis in Rotterdam von OMA

Das von den Rotterdamer Städtebauexperten OMA (Office for Metropolitan Architecture) erdachte Timmerhuis in Rotterdam gilt als das »grünste Gebäude der Niederlande«. Es v...

Wintergarten gut beheizt

Wintergarten gut beheizt

Im Wintergarten hat Wärme nicht nur einfach die Funktion »Heizen« zu erfüllen. Wärme weckt Emotionen und bringt Atmosphäre in den gläsernen Raum. Eine elektrische Strahlu...

Zargenlose und lichtdurchlässige Schiebetür

Zargenlose und lichtdurchlässige Schiebetür

Die in der eigenen Betriebsstätte hergestellte, zargenlose Schiebetür bestehen aus dem lichtdurchlässigen, biegesteifen Wabenpaneel »ViewPan« mit Oberflächen aus Acrylgla...

Corbusier-Farben im Hamburger Hotel Wedina

Corbusier-Farben im Hamburger Hotel Wedina

Das Hamburger Hotel Wedina hat ein umfassendes Facelift erhalten, bei dem Farbe eine zentrale Rolle spielt. Die Fassade macht in leuchtendem Rot auf sich aufmerksam und j...

Kita in Weißenfeld von Grund Architekten

Kita in Weißenfeld von Grund Architekten

Über hundert Jahre wurde in der Schnapsbrennerei in Weißenfeld hochprozentiger Alkohol aus Kartoffeln für medizinische Zwecke hergestellt. Um das Gebäude zu erhalten und ...

Aussichtsplattform Wolkenhain: Landmarke der IGA

Aussichtsplattform Wolkenhain: Landmarke der IGA

Bis Oktober ist Berlins östlichster Stadtbezirk Standort für die Internationale Gartenausstellung (IGA), zu der rund zwei Millionen Gäste aus Europa erwartet werden. Die ...

Holz-Hybridbau mit Keramikfassade

Holz-Hybridbau mit Keramikfassade

H7, das Bürohaus von Andreas Heupel Architekten im alten Stadthafen von Münster, ist ein siebengeschossiger Holz-Hybridbau, der neue Maßstäbe im Hinblick auf Ökologie und...

Schiebefenster mit großer Öffnungsbreite und Insektenschutz

Schiebefenster mit großer Öffnungsbreite und Insektenschutz

Die Profile des Fensters »cero« messen trotz der möglichen 15 Quadratmeter großen Scheibenelemente gerade einmal 34 Millimeter. Für die jeweiligen Anforderungen an Wärmed...

Zaha Hadid: das Learning and Library Center in Wien

Zaha Hadid: das Learning and Library Center in Wien

Die neue Wirtschaftsuniversität in Wien ist die größte der Europäischen Union. Bisher befand sich die alte Wirtschaftsuniversität in einem Gebäude aus den 1970er-Jahren. ...

Weitere Artikel:


Anzeige AZ-D1-300x600 R7

Wenn Sie die AZ/Architekturzeitung lesen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Datenschutzhinweis.

Dieses Fenster entfernen.