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Start Magazin Architektur + Kunst FIVE! Design aus fünf amerikanischen Laubhölzern

FIVE! Design aus fünf amerikanischen Laubhölzern

In Zusammenarbeit mit fünf Teams des OKAY Studio Design-Kollektivs hat der American Hardwood Export Council für die Clerkenwell Design Week 2014 innovative Entwürfe entwickelt. Das Projekt wurde gezielt für die fünfte Clerkenwell Design Week konzipiert und demonstriert die vielseitige Verwendbarkeit von fünf amerikanischen Laubholzarten. Im vorliegenden Fall arbeiteten Mathias Hahn, Liliana Ovalle, Ed Swan, Andrew Haythornthwaite und Peter Marigold partnerschaftlich mit dem Designstudio Hunting & Narud zusammen. Alle gingen mit ihrem individuellen Stilempfinden an das Projekt heran. So entstand eine Kollektion aus frischen, kraftvollen Einzelstücken. Das Ausstellungsdesign selbst basiert auf einer Idee von Andrew Haythornthwaite, zu sehen in der SCIN Gallery. Im Februar dieses Jahres wurden den Designteams fünf Holzarten vorgelegt – amerikanische Esche, Kirsche, Ahorn, Roteiche und Tulipwood. Die Aufgabe lautete, ein Produkt zu gestalten, das durch diese Holzarten und die Zahl fünf inspiriert sein sollte.

Der in Kent wohnhafte Bildhauer Adam Kershaw wurde in das Projekt einbezogen und stand während des Designprozesses beratend zur Verfügung. Schließlich verwirklichte er drei der fünf Projekte: Apex Tables, Shift Series und Claroscuro.  Die Herstellung der Projekte Tulou und Runcible wurde an Dritte vergeben. Adam Kershaw ist für sein handwerkliches Können und sein Geschick im Umgang mit Holz bekannt.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2014/1406/american-hardwood-export-council-tulou.jpg

Der Tulou Raumteiler steht in einem spielerischen Dialog zwischen der Zweidimensionalität eines flachen Paravents und den dreidimensionalen Dreiecken aus gebogenem und gewölbtem Tulipwood, die im Screen befestigt sind. Jedes Tulipwood-Dreieck sitzt auf einem zugfesten Draht und wird durch ein Gegengewicht aus Roteiche in Balance gehalten. Die so entstehende Wand aus Dreiecken schaukelt und bewegt sich sanft. Andrew Haythornthwaite und Peter Marigold haben bei dieser Installation erstmals zusammen gearbeitet. Während des Designprozesses fanden dramatische Lösungsansätze statt.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2014/1406/american-hardwood-export-council-apex-tables.jpg

In den Apex Tables von Hunting & Narud werden Laubholzkegel von Glasgefäßen umhüllt und gestützt. Zwischen den beiden Materialien besteht nur ein geringer Kontakt: Die Spitze des Konus ist ein kleiner 5 Millimeter großer Punkt, und nur hier berührt das Holz das Glas. So entsteht ein starker optischer Kontrast. In den fünf Tischen werden alle vorgegebenen Holzarten verwendet: Ahorn, Kirsche, Roteiche, Esche und Tulipwood. Die Kollektion wird um weitere Modelle ergänzt, in denen schwarz und blau gebeizte Hölzer mit Klarglas oder Rauchglas kombiniert werden.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2014/1406/american-hardwood-export-council-runcible.jpg

Mathias Hahn ist auf Küchendesign spezialisiert. Er konzentriert sich auf unentbehrliche Utensilien, die man für die Zubereitung und das Servieren von Speisen benötigt. Jedes Stück der Kollektion stellt einen bekannten Archetypus dar und repräsentiert eine spezifische Anwendung, ist aber nicht auf eine bestimmte Aufgabe beschränkt. Ihre Eigenschaften hängen daher von der jeweiligen Interpretation ab. Die Küchenutensilien der Kollektion Runcible bestehen aus massivem Ahorn, einem Material, das bei dieser Art hochwertiger Küchengeräte wegen seiner gleichmäßigen Maserung und Strapazierfähigkeit bereits Tradition hat.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2014/1406/american-hardwood-export-council-shift-series.jpg

Ed Swan wählte ein Fünfeck als Ursprungsform und konnte so jede Seite der Tische und Hocker in seiner Shift Series aus einem anderen amerikanischen Laubholz gestalten. Der fünfeckige Unterbau besteht aus amerikanischer Roteiche und ist mit den fünf verschiedenen Hölzern verkleidet, die in unterschiedlichen Richtungen angeordnet sind. Durch einfache Drehung eines Elements entsteht ein wahrnehmbarer Effekt – geometrisch und grafisch und dennoch transparent. Werden die Elemente gestapelt, so entsteht ein justierbares Patchwork aus Holzmaserung und Farbe, das hunderte von Kombinationsmöglichkeiten eröffnet. In Gruppen aufgestellt, verwandeln sie sich in einen Tisch und passende Hocker. Den Abschluss jeder Einheit bildet thermisch modifiziertes Tulipwood.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2014/1406/american-hardwood-export-council-claroscuro.jpg

Claroscuo besteht aus zwei Bänken, die aus linear angeordneten Tulipwood-Latten montiert wurden und den Kontrast zwischen Schatten, Licht und Form ausloten. Die Latten werden in verschiedenen Stärken der Länge nach bearbeitet, um so optisch den Eindruck unterschiedlicher Dichte und Wahrnehmung zu erzielen. Betrachtet man die Bänke aus unterschiedlichen Winkeln, entwickeln sich verschiedene Formen, die wieder verschwinden und den Objekten ein Gefühl der Bewegung und Doppeldeutigkeit verleihen. Liliana Ovalle hat sich für American Tulipwood entschieden – ein leichtes, aber dennoch sehr starkes Holz. Die natürlichen Farbvariationen des Holzes betonen das Spiel mit der Perspektive.

American Hardwood Export Council, www.americanhardwood.org

Bildnachweis: Petr Krecji

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