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Ausstellung »Richard Meier: Collages«

 

Am 30. Oktober eröffnet die Galerie Gmurzynska im Stroganov Palais - einem Teil des State Russian Museum St. Petersburg - die Ausstellung »Richard Meier: Collages« des gleichnamigen renommierten Architekten. In diesem imposanten Palast aus dem 18. Jahrhundert residierte einst der Stroganov Clan, eine der reichsten und mächtigsten Familien Russlands, die ihrer Zeit selbst zu den bekanntesten Kunstsammlern und Mäzenen zählte.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2014/1410/richard-meier-parade.jpg

Die Ausstellung anlässlich des 80. Geburtstags von Richard Meier im Oktober 2014 knüpft an die »Richard Meier – Timepieces«-Ausstellung an, welche die Galerie Gmurzynska in Zürich von Oktober bis Dezember 2013 zeigte. Die Galerie stellte darüber hinaus Meiers Collagen an ihrem Messe Stand der Art Basel Miami Beach 2013 aus, dessen Design Richard Meier ebenfalls konzipierte.

Richard Meier, 1934 in Newark geboren, ist bekannt für seine ganz eigene Formensprache, zusammengesetzt aus einfachen geometrischen Grundfiguren, wie Kreisen und Rechtecken. Sein Credo »Licht ist Leben« führte zu seinem Spitznamen, dem »weißen Architekten«, denn seine Gebäude sind fast ausschließlich weiß, wodurch die Bauteile als erhabene Lichtreflektoren fungieren. Zu seinen bekanntesten Werken zählt das Getty Center in Los Angeles. Meier wurde bereits mit dem Pritzker-Preis – dem »Nobelpreis der Architektur« – ausgezeichnet sowie 2006 mit der goldenen Medaille des American Institute of Architects und 1984 mit dem Compasso d ́Oro.

Mit seinen lebendigen Collagen gewährt Meier einen seltenen autobiographischen Einblick in die unzähligen Facetten seiner visuellen Umwelt und den Dingen, die sein tägliches Leben und seine Gedankengänge beeinflussen. Die Collagen bilden einen pop-kulturellen und kunsthistorischen Querschnitt mit Tagebuchcharakter, zusammengestellt aus Büchern, Zeitschriften und Zeitungen sowie aus persönlichen und doch entbehrlichen Artefakten, wie Museums- oder Reisetickets, Zigarettenpackungen und gelegentlichen Elegant und doch lässig zu spannenden Kompositionen zusammengeführt, spiegeln sie Meiers Vorliebe für modernistische Rasterformen und die Zusammenstellung puristischer, rechteckiger Komponenten zu optisch wirkungsvollen Gebilden wider.

Meier zeigt mit seinen Collagen nicht nur deutliche Anerkennung für die moderne, grafische und geometrische Ästhetik von russischen Avant-Garde-Künstlern von El Lissitzky bis Rodchenko – er hebt diesen kunstgeschichtlichen Hintergrund darüber hinaus mit Abbildungen der suprematistischen und konstruktivistischen Arbeiten solcher Künstler besonders hervor. In seinen Collagen finden sich diese unmittelbar neben ikonischer Kunst aus dem westlichen Kanon sowie neben einer äußerst individuellen Themenauswahl von Schnappschüssen wider.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2014/1410/richard-meier-sefir-yestirah.jpg

Zum Anlass dieser Ausstellung veröffentlicht die Galerie Gmurzynska in Kooperation mit dem State Russian Museum einen illustrierten Katalog in Englisch und Russisch mit einem Vorwort von Evgenia Petrova, Deputy Director of Academic Research im State Russian Museum. Der Katalog enthält darüber hinaus wissenschaftliche Essays von Semyon Mikhailovsky, Head of the St. Petersburg State Academic Institute of Art und Kurator des russischen Pavillons bei der Architektur-Biennale 2014 in Venedig, sowie von Ekaterina Klimova, Head of the Department of Engravings of the 18th to 21st centuries im State Russian Museum.

Galerie Gmurzynska
Die Galerie Gmurzynska ist seit 1965 auf die Meisterwerke der Klassischen Moderne, der zeitgenössischen Kunst und auf Künstler der russischen Avantgarde spezialisiert. An den drei Standorten Zürich, St. Moritz und Zug informiert die Galerie über die wichtigste Kunst des letzten Jahrhunderts. Mehr als 100 Kataloge, Bücher und Werksverzeichnisse sind in enger Zusammenarbeit mit weltweit renommierten Experten entstanden. Die Galerie Gmurzynska wird in Zukunft ihr Galerieprogramm erweitern und ihren Fokus vermehrt auf die Werke des frühen 20. Jahrhunderts sowie deren Einfluss auf die heutige Kunst legen und baut so eine Brücke zwischen moderner und zeitgenössischer Kunst.

www.gmurzynska.com

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