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15. Designers’ Saturday

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Rund 70 Firmen und Hochschulen setzten am 15. Designers’ Saturday im schweizerischen Langenthal ihre Produkte und Entwürfe in Form ausgefallener Installationen in Szene. Tausende Besucher, darunter viele Architekten, Designer und internationale Journalisten, drängten sich an den sechs Ausstellungsorten, um die kunstvollen Inszenierungen zu sehen. Die besten Ideen wurden heute an der Designers’ Night von einer Fachjury mit vier Preisen ausgezeichnet. Aber auch die Besucher konnten ihren Favoriten wählen.

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Die Bekanntgabe der Gewinner wurde mit grosser Spannung erwartet. Alle Aussteller mussten ein zweistufiges Auswahlverfahren durchlaufen, bevor ihre Präsentationen juriert werden konnten. Die fünfköpfige Jury hatte es sich nicht leicht gemacht und in lebhaften Diskussionen dieses Mal sogar vier statt drei Gewinner ausgemacht.

Der D’S Award in der Kategorie »Gold« ging an Schätti Leuchten. Designer Jörg Boner hatte eine auf den ersten Blick einfach erscheinende Präsentation geschaffen. Er trennte mit Papier in einer der Werkhallen von Création Baumann eine runde Fläche ab, um die Leuchten zu zeigen. Auf einer Seite standen filigrane Stehlampen und auf der anderen Seite eine massive Webmaschine. »Die Leichtigkeit dieser Trennwand aus Papier und die Qualität des Lichts schufen einen starken Kontrast zur Werkhalle mit ihren schweren Maschinen«, begründete Jury-Mitglied Camille Blin seine Entscheidung.
Blin ist Designer, Szenograph und Mitbegründer des ACE Lausanne.

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Der zweite Platz wurde dieses Jahr zwei Mal vergeben. Dazu sagte Designers‘ Saturday-Kurator Sergio Cavero: »Die Projekte zeigen unterschiedliche Ansätze des Inszenierens. Die einen appellieren an die Gefühle, die anderen an den Intellekt, aber alle auf sehr hohem professionellem Niveau.« Das habe sich nun in zwei D’S Awards in der Kategorie »Silber« niedergeschlagen. Einen durfte der Stuhlhersteller horgenglarus für eine beeindruckende Inszenierung durch das Studio Hannes Wettstein in den Räumlichkeiten von Ruckstuhl entgegen nehmen. »Den Designern gelang es, eine Geschichte aus der Unterwelt zu erzählen, bei der Dunkelheit, Fabelwesen, an Kuhglocken erinnernde Geräusche und Rohelemente der Stuhlproduktion eine tragende Rolle spielten«, sagte Jurorin Karin Schulte vom Weissenhof-Institut der Kunstakademie Stuttgart sichtlich beeindruckt. Die Installation habe sie durch ihre Schlüssigkeit überzeugt.

Über den zweiten D’S Award der Kategorie »Silber« freute man sich beim Armaturenhersteller Axor-Hansgrohe. Die Mitarbeiter vom Anaïde Gregory Studio hatten sich etwas Besonderes mit Schaum einfallen lassen. »Wenn Designer und eine Firma zusammenarbeiten, führt das zu einer externen Perspektive, die Produkte in ein neues Licht setzen«, sagte Jurymitglied Anniina Koivu. Das zeige sich auch am Beispiel Axor-Hansgrohe, das mit einer verspielten und zugleich klaren Installation hervorsteche. »Dabei spielt Seifenschaum eine wesentliche Rolle. Der Besucher greift danach und wäscht sich anschliessend gleich an einem Waschbecken mit Axor-Armaturen die Hände«, so Koivu. Sie arbeitet als Designpublizistin und Dozentin an der ECAL.

Der dritte D’S Award ging schliesslich an die USM Möbelbausysteme. Dass man den berühmten Möbelklassiker von einer ganz neuen Seite zeigen kann, bewiesen die Designer von atelier oï in den lichten Hallen von Hector Egger Holzbau. Jurorin Elisabeth Boesch hob diesen Aspekt dann auch in ihrer Laudatio hervor. »Es ist auf eine fast schon poetische Art geschehen, indem die Bestandteile der Regale – die Verbindungskugeln – wie eine Art Geschmeide präsentiert wurden«, so die Architektin aus Zürich.

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Die Wahl unter vielen spannenden Präsentationen und Inszenierungen fiel auch dieses Jahr schwer. Doch Kurator Sergio Cavero zeigte sich mit den Entscheidungen der Jury sehr zufrieden. Die Besucher hatten sich hingegen für eine »lebende Installation« von Teppichhersteller Ruckstuhl entschieden. In seinen Produktionsstätten wurde der Weg von der Gewinnung der kolumbianischen Naturfaser Fique bis hin zur Herstellung von Teppichen gezeigt. Neben eindrücklichen Fotos waren eigens zwei von Ruckstuhl beschäftigte Strickerinnen aus Kolumbien eingeflogen worden, die vor Ort in Langenthal
ihrer Arbeit nachgingen. Es war ein einmal anderer Versuch zu zeigen, wie Produkte geschaffen werden und dass dahinter Menschen stehen. Ruckstuhl wurde dafür vom Publikum entsprechend gewürdigt.

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