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Diskussion um neues Regierungsviertel in Düsseldorf

Mit der Forderung nach einem offenen, internationalen städtebaulichen Wettbewerb hat sich die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen in die Debatte über die Neugestaltung eines Regierungsviertels in der Landeshauptstadt Düsseldorf eingeschaltet.

»Dem einwohnerstärksten Bundesland NRW stünde es gut zu Gesicht, ein städtebaulich zusammenhängendes Regierungsviertel zu gestalten, das durch seine zentrale Lage rund um den Landtag für demokratische Prinzipien und für Bürgernähe stehen könnte«, erklärt der Präsident der nordrhein-westfälischen Architektenkammer, Hartmut Miksch. Ein solches städtebauliches Großprojekt dürfe aber nicht über Einzelmaßnahmen und Insellösungen angegangen werden, sondern müsse eine langfristige städtebauliche Vision bieten. »Wir sprechen hier von einem Vorhaben, das international Aufmerksamkeit erregen wird und ein Signal für die Baukultur in Nordrhein-Westfalen aussendet«, betont Miksch.

Nach Einschätzung der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen wäre das Zusammenziehen der Landesministerien auf der Achse Medienhafen - Landtag - Vodafone-Hochhaus wünschenswert, um das Zusammenspiel von Legislative und Exekutive baulich zu dokumentieren und die Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten. Zugleich würde eine solche Maßnahme eine große Chance für die städtebauliche Entwicklung der Landeshauptstadt darstellen, hebt Kammerpräsident Miksch hervor: »Die Neugestaltung des Regierungsviertels muss auch die angrenzenden Stadtteile einbeziehen und würde zum Beispiel für Bilk die Option bieten, näher an den Rhein zu rücken.«

Um das zu erreichen, dürfe jetzt nicht der Fehler gemacht werden, das neue Regierungsviertel über einzelne Objekte zu definieren. Der Kauf des Vodafone-Hochhauses durch den Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes NRW, eine mögliche Umnutzung des Grundstücks des Innenministeriums und andere Einzelüberlegungen seien wichtige Bausteine, um das gesamte Areal neu planen zu können. »Wir brauchen aber ein Gesamtkonzept, einen großen Wurf, der eine wichtige Weichenstellung für die städtebauliche Entwicklung der Landeshauptstadt darstellt«, unterstreicht Hartmut Miksch. Ein solches Projekt könne möglicherweise auch erst in einigen Jahren umgesetzt werden. »Wichtig ist, dass wir eine tragfähige, qualitätvolle planerische Perspektive für ein Regierungsviertel bekommen, das unser Bundesland auf Jahrzehnte mit hohem baukulturellem Anspruch und guter Funktionalität repräsentieren kann.« Die Architektenkammer NRW ruft deshalb die Landeshauptstadt Düsseldorf und das Land Nordrhein-Westfalen dazu auf, einen offenen, internationalen städtebaulichen Wettbewerb für diese Aufgabe auszuloben. »Für die Vorbereitung der Auslobung eines solchen Architektenwettbewerbs biete ich gerne die Hilfe der Architektenkammer NRW an«, so Hartmut Miksch.
 

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