Anzeige AZ-A2-728x90 R7
Start Magazin Menschen + Architektur Architekturbüro Kantweg: Interview mit Bastian Grell

Architekturbüro Kantweg: Interview mit Bastian Grell

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2016/1608/architekturbuero-kantweg-bastian-grell.jpg
 

Mit KANTWEG gründete Bastian Grell 2003 ein Unternehmen, das den »Kubus-Baustil« in Deutschland wieder aufleben ließ. Das Architekturbüro entwickelte inzwischen bis zu 200 Häuser, darunter historisierende Villen, Objekte im »Kubus-Baustil« oder die traditionelle Kaffeemühle. Bei KANTWEG laufen alle Gewerke direkt zusammen. Das Team von fünf Architekten übernimmt die Konzeptionierung bis hin zur Kosten- und Projektplanung und bietet alles aus einer Hand.

Rolf Mauer: Herr Grell, Sie sind Architekt mit Büros in Hamburg, Berlin und in der Nähe von Stade. Für wen bauen Sie, wer sind Ihre Bauherren?

Bastian Grell: Wir bauen für private Bauherren. Unsere Kunden wünschen sich ein architektonisch anspruchsvolles Haus in bester Qualität. Dies können wir durch unser hausinternes Architekturbüro und unser Qualitätsmanagement garantieren.
Das hierzu ein vollumfassendes Serviceangebot gehört ist selbstverständlich.
In der Regel sind unsere Kunden junge Familie rund um »40«, die bereits Eigentum haben und sich jetzt ein eigenes Haus für die Familienzeit bauen lassen.

Rolf Mauer: Wenn man Ihr gebautes Portfolio anschaut, kann man den Eindruck gewinnen, Sie seien ein »Villenarchitekt«.

Bastian Grell: Interessanterweise hat unser Konzept aus anspruchsvoller Architektur und professioneller Bauabwicklung ein Klientel angesprochen, welches beruflich erfolgreich ist und im Grundsatz etwas größere Häuser bauen kann. Gute Architektur ist aber nicht teurer als eine andere Art zu bauen.
Gegen den Begriff »Villenarchitekt« habe ich aber auch nichts.

Rolf Mauer: Welche Gemeinsamkeiten gibt es in der Ausstattung eines Einfamilienhauses und eines Mehrfamilienhauses? Wo liegen die Unterschiede.

Bastian Grell: Sofern es bei einem Mehrfamilienhaus um ein Anlageobjekt für die Vermietung geht, ist die Ausstattung in der Regel etwas geringer. Mehrfamilienhäuser im Einzelverkauf unterscheiden sich kaum vom Einfamilienhaus.

Rolf Mauer: Herrscht ein bestimmter Baustil vor, der von Ihren Kunden bevorzugt wird?

Bastian Grell: Wir waren vor 15 Jahren die ersten, die ein Haus im Bauhausstil, den Kubus, wieder aktiv vermarktet haben. Dieser Stil ist immer noch viel gefragt. Neuerdings ist jedoch auch die Jugendstil-Villa wieder sehr beliebt.

Rolf Mauer: In Ihrem Büro ist die klassische Trennung zwischen Architekturbüro und Bauunternehmen aufgehoben, was bedeutet das für Ihren Arbeitsalltag und für Ihre Auftraggeber.

Bastian Grell: Wir sind für alles selbst verantwortlich und übernehmen für unseren Kunden das volle Kosten- und Terminrisiko. Unser Kunde hat den Vorteil, dass er einen Festpreis erhält und die Bauzeit garantiert wird. Zudem hat er nur einen Vertragspartner, der im Gewährleistungsfall alles für ihn abwickelt. Wir übernehmen sozusagen das allgemeine Baurisiko für unseren Kunden.
Dies bedeutet im Alltag, dass es ein hohes Maß an Professionalität in Bezug auf die Projektkalkulation, die planerische Ausführung und die Bauabwicklung nebst Einkauf erfordert. Jegliches Risiko muß unsererseits im Vorwege im Interesse unseres Kunden und im eigenen Interesse minimiert werden. Wir haben hierfür entsprechende Instrumente entwickelt, die eine sehr detaillierte Vorplanung und Festlegung in Zusammenarbeit mit dem Kunden ergibt. Nur so können wir im Vorwege Bauzeit und Kosten garantieren.

Rolf Mauer: Sind Sie freier Architekt oder gewerblich tätiger Architekt?

Bastian Grell: Gewerblich tätig.

Rolf Mauer: Wie unterscheidet sich die Arbeit eines freien Architekten mit der eines gewerblich tätigen Architekten?

Bastian Grell: Wir können in der Regel an keinen öffentlichen Wettbewerben teilnehmen. Der freiberufliche Architekt ist wie ein Steuerberater Sachwalter des Vermögens seines Kunden und muss auch entsprechend agieren.
Wir sind als Unternehmen als sogenannter Generalübernehmer tätig und liefern neben der Architekturleistung auch die komplette Bauleistung. Dies ist der größte Unterschied zum freien Architekten.

www.kantweg.de

Konferenzzentrum von schneider+schumacher in Mannheim

Konferenzzentrum von schneider+schumacher in Mannheim

Im zweitgrößten Barockschloss Europas kreiert schneider+schumacher ein modernes Studien- und Konferenzzentrum für die Mannheim Business School. Die in den Garten eingeschnittene Anlage bildet zusammen mit dem historischen Schloss eine markante neue Einheit, die symbolisch für die Bewahrung der Tradi...

DEGELO Architekten gewinnen Wettbewerb zum Konferenzzentrum in Heidelberg

DEGELO Architekten gewinnen Wettbewerb zum Konferenzzentrum in Heidelberg

Das Büro DEGELO Architekten aus Basel hat den ersten Preis beim Wettbewerb zur künftigen Gestaltung des neuen Konferenzzentrums in der Heidelberger Bahnstadt gewonnen. Das Preisgericht wählte den Entwurf unter 22 eingereichten Arbeiten aus.

Chicago Architecture Biennial

Chicago Architecture Biennial

Als Kunst- und Kulturstadt ist die zweitgrösste Stadt in den USA bislang nicht bekannt. Das größere New York hat hier doch deutlich mehr Strahlkraft. Aber Chicago legt nach und zeigt deutliche Anzeichen, sich als Kulturstätte neu zu erfinden. Ein besonderes Event ist die Chicago Architecture Biennia...

Weitere Artikel:

Zargenlose und lichtdurchlässige Schiebetür

Zargenlose und lichtdurchlässige Schiebetür

Die in der eigenen Betriebsstätte hergestellte, zargenlose Schiebetür bestehen aus dem lichtdurchlässigen, biegesteifen Wabenpaneel »ViewPan« mit Oberflächen aus Acrylglas-Kunststoff. Sie fassen sich im Vergleich zu Glasschiebetüren warm an und sind unempfindlich gegenüber Verschmutzungen.

Kita in Weißenfeld von Grund Architekten

Kita in Weißenfeld von Grund Architekten

Über hundert Jahre wurde in der Schnapsbrennerei in Weißenfeld hochprozentiger Alkohol aus Kartoffeln für medizinische Zwecke hergestellt. Um das Gebäude zu erhalten und weiterhin sinnvoll zu nutzen, wählten die Betreiber einen recht ungewöhnlichen Weg: die Umwandlung der Brennerei Weißenfeld in ein...

Aussichtsplattform Wolkenhain: Landmarke der IGA

Aussichtsplattform Wolkenhain: Landmarke der IGA

Bis Oktober ist Berlins östlichster Stadtbezirk Standort für die Internationale Gartenausstellung (IGA), zu der rund zwei Millionen Gäste aus Europa erwartet werden. Die neue Parklandschaft, welche die Grün Berlin GmbH im Auftrag des Bezirksamts Marzahn-Hellersdorf realisierte, breitet sich in einem...

Weitere Artikel:
Anzeige AZ-C1-300x250 GDC

AZ Newsletter

Ihre E-Mail
 Anmelden  Abmelden

Der Newsletter der AZ/Architekturzeitung ist kostenlos und kann jederzeit unkompliziert abbestellt werden.

Fachwissen | Architekten + Planer

  • Problemzone Wärmebrücke
    Problemzone Wärmebrücke Mit den steigenden Anforderungen an die energetische Qualität von Gebäuden gewinnen Details und damit auch kleine Problemzonen immer mehr an…

Zargenlose und lichtdurchlässige Schiebetür

Zargenlose und lichtdurchlässige Schiebetür

Die in der eigenen Betriebsstätte hergestellte, zargenlose Schiebetür bestehen aus dem lichtdurchlässigen, biegesteifen Wabenpaneel »ViewPan« mit Oberflächen aus Acrylgla...

Corbusier-Farben im Hamburger Hotel Wedina

Corbusier-Farben im Hamburger Hotel Wedina

Das Hamburger Hotel Wedina hat ein umfassendes Facelift erhalten, bei dem Farbe eine zentrale Rolle spielt. Die Fassade macht in leuchtendem Rot auf sich aufmerksam und j...

Kita in Weißenfeld von Grund Architekten

Kita in Weißenfeld von Grund Architekten

Über hundert Jahre wurde in der Schnapsbrennerei in Weißenfeld hochprozentiger Alkohol aus Kartoffeln für medizinische Zwecke hergestellt. Um das Gebäude zu erhalten und ...

Aussichtsplattform Wolkenhain: Landmarke der IGA

Aussichtsplattform Wolkenhain: Landmarke der IGA

Bis Oktober ist Berlins östlichster Stadtbezirk Standort für die Internationale Gartenausstellung (IGA), zu der rund zwei Millionen Gäste aus Europa erwartet werden. Die ...

Holz-Hybridbau mit Keramikfassade

Holz-Hybridbau mit Keramikfassade

H7, das Bürohaus von Andreas Heupel Architekten im alten Stadthafen von Münster, ist ein siebengeschossiger Holz-Hybridbau, der neue Maßstäbe im Hinblick auf Ökologie und...

Schiebefenster mit großer Öffnungsbreite und Insektenschutz

Schiebefenster mit großer Öffnungsbreite und Insektenschutz

Die Profile des Fensters »cero« messen trotz der möglichen 15 Quadratmeter großen Scheibenelemente gerade einmal 34 Millimeter. Für die jeweiligen Anforderungen an Wärmed...

Zaha Hadid: das Learning and Library Center in Wien

Zaha Hadid: das Learning and Library Center in Wien

Die neue Wirtschaftsuniversität in Wien ist die größte der Europäischen Union. Bisher befand sich die alte Wirtschaftsuniversität in einem Gebäude aus den 1970er-Jahren. ...

Haus Mayer-Kuckuk von Architekt Wolfgang Döring

Haus Mayer-Kuckuk von Architekt Wolfgang Döring

Es ist ein eigenwilliges Gebäude, das 1967 nach dem Entwurf des Architekten Wolfgang Döring in nur sechs Tagen auf einem Erbpachtgrundstück der Elly-Hölterhoff-Böcking-St...

Oberflächentrends bei Innentüren

Oberflächentrends bei Innentüren

Die heutigen Sortimentsdimensionen des Bauens und Planens verlangen nach strukturierten Lösungen für Oberflächen wie beispielsweise bei Innentüren. Aufgrund des Überangeb...

Keukenhof in Lisse bei Amsterdam von Mecanoo

Keukenhof in Lisse bei Amsterdam von Mecanoo

Der Keukenhof in Lisse bei Amsterdam ist das internationale Schaufenster der niederländischen Blumenzucht. In den acht Wochen von Anfang März bis Mitte Mai wird dort geze...

Weitere Artikel:


Anzeige AZ-D1-300x600 R7

Wenn Sie die AZ/Architekturzeitung lesen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Datenschutzhinweis.

Dieses Fenster entfernen.