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Raumwelten: Interview mit dem Künstlerischen Geschäftsführer Ulrich Wegenast

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Von 17. bis 19. November beleuchtet Raumwelten dieses Jahr unter dem Motto »Let’s Go Public!« bereits zum fünften Mal die Schnittstellen zwischen Szenografie, Architektur und Medien. Der zentrale Kongress mit erstklassigen nationalen und internationalen Referenten, Vorträgen, Workshops und Keynotes bietet spannende Impulse und nützliche Informationen für die Kreativszene und mittelständische Unternehmen.

Wir sprachen mit Ulrich Wagenast, dem Künstlerischen Geschäftsführer des Veranstalters Film- und Medienfestival gGmbH.

Rolf Mauer: Ludwigsburg wird im November zum Schauplatz für die neuesten Entwicklungen für Architektur und Medien im Raum! Raumwelten, der Kongress für Raum- und Markeninszenierung, ermöglicht den fachlichen Austausch zwischen verschiedenen Disziplinen. Was bedeutet das diesjährige Motto »Let's Go Public«?

Ulrich Wegenast: Bei Raumwelten 2016 nähern sich verschiedene Experten aus unterschiedlichen Perspektiven dem öffentlichen Raum mit seinen Schnittstellen zur Arbeits-, Handels- und digitalen Welt. Aus architektonischer, szenografischer und medialer Sicht wird das Thema in fünf Panels, drei Punktlandungen und einer Special Lecture während des Kongresses beleuchtet. Das Motto spiegelt sichin den diesjährigen Panel-Themen wieder: Kurator Veit Haug lädt zum Thema »New Work Spaces – Neue Arbeitswelten«, »Let’s Get Phygital! Wie verschmelzen Online- und Offline-Welten?« wird kuratiert von Roman Passarge, Dr. Petra Kiedaisch widmet ihr Panel den »Pop-Up Spaces – Everybody Goes Pop-Up«, »New Publicness - Contemporary Public Buildings« kuratiert von Prof. Tobias Wallisser und Jean Louis Vidière lädt zum Panel »Spielfeld Bürgersteig - Szenografie im öffentlichen Raum« ein. Das vollständige Porgramm mit den Speakern kann über raum-welten.com eingesehen werden.
Aber wir nehmen »Let’s Go Public!« auch wörtlich: Bereits ab dem 10. November öffnet sich der Raumwelten Pavillon »Lichtwolke« und bietet ein spannendes Programm mit Vorträgen, einem Mini-Musikfestival und Workshops für Kinder rund um das Thema »Kommunikation im Raum«. Außerdem wird das Panel »Spielfeld Bürgersteig – Szenografie im öffentlichen Raum« am Samstag den 19. November, 17 Uhr im Raumwelten Pavillon »Lichtwolke« für alle interessierten Bürger Ludwigsburgs und der Region Stuttgart frei zugänglich und kostenfrei sein.

Rolf Mauer: An wen richtet sich der Kongress Raumwelten als Plattform für Szenografie, Architektur und Medien?

Ulrich Wegenast: Der Raumwelten Kongress ist für Medienschaffende, Kommunikationsberater, Gestalter, Architekten, Messebauer, Museumsleiter, Veranstalter, Eventmanager, Marketingverantwortliche und Unternehmer Inspiration und Kommunikationsplattform zugleich. Neben den informativen Panels bietet die Veranstaltung Raum zum Netzwerken. Hier treffen Kreative auf Auftraggeber, beispielsweise bei den Punktlandungen, in denen Unternehmen zusammen mit ihrem Agenturpartner einen Einblick in ihre aktuellen Projekte in Form von Case Studies geben.

Rolf Mauer: Welche Neuerungen bietet Raumwelten im Vergleich zum Vorjahr?

Ulrich Wegenast: Die beiden bisherigen Themenschwerpunkte »Business« und »Art & Research« sind in diesem Jahr stärker miteinander verzahnt und verschmelzen zu einem Gesamtkongress. Das Raumwelten-Kuratorenteam wurde mit Veit Haug um eine Person mit großer Kompetenz im Bereich der Kreativwirtschaft verstärkt. Der Raumwelten-Tag am Samstag wird deutlich erweitert und bietet ein zusätzliches öffentliches Panel »Spielfeld Bürgersteig« an, das sowohl für Kongress-Besucher als auch für interessierte Bürger und Bürgerinnen der Region frei zugänglich ist. Erstmals findet zudem mit dem »ABC der Szenografie« ein Programmpunkt bei Raumwelten parallel statt und bietet für die Kongressteilnehmer deutlich mehr Raum zum Austausch. In unterschiedlichen Kurzpräsentationen werden Grundlagen, Aufgaben und Problemlösungen von Szenografie und Kommunikation im Raum in kleinen Arbeitsgruppen diskutiert. Praktiker, Kreative und Dienstleister stellen dabei die unterschiedlichen Gewerke, Bereiche und Ansätze vor.

Rolf Mauer: Was ist besonders am diesjährigen Programm?

Ulrich Wegenast: Mit dem Motto »Let‘s Go Public« treffen wir den Nerv der Zeit: In der jetzigen Digitalisierung werden Räume, sei es digital oder real, dynamischer und müssen sich stetig ändern, um die Aufmerksamkeit des Kunden, des Kulturfreunds oder des Bürgers zu erwecken. Dieses Phänomen lässt sich auch an der inflationären Zunahme von Pop Up Spaces und temporären Bespielungen erkennen. Es wird immer schwieriger den öffentlichen und den privaten Raum zu unterscheiden. Der öffentliche Raum ist zunehmend Spielfeld und Kommunikationsort für Kultur, Wirtschaft und gesellschaftliche Anliegen besonders begehrt und »umkämpft«. Denn er ist eine sehr knappe »Ressource«. Und genau diese Themen und aktuellen Fragestellungen machen den Kongress so spannend und inspirierend.

Rolf Mauer: Welche Programmpunkte zählen zu den Highlights?

Ulrich Wegenast: Besonders interessant wird für Kongress-Besucher die Special Lecture im Ludwigsburger Residenzschloss mit Mahmoud Bodo Rasch und Achmed Rasch über Bauen in der islamischen Welt. Bekannt vor allem für Leichtbaustukturen wie Zelte und riesige Sonnenschirme in Mekka und Medina referieren Sie über das Meisterwerk: Der »Mecca Royal Clock Tower« mit der größten Uhr der Welt und dem darin befindlichen, noch nicht öffentlich präsentierten, Astronomiemuseum. Durch sein Engagement im Nahen Osten und seine extrem anpassungsfähigen Leichtbauten und spektakuläre Großprojekte hat sich Mahmoud Bodo Rasch einen Namen in der islamischen Welt gemacht. Welche besonderen Anforderungen und Herausforderungen damit verbunden sind, erklärt er in der Special Lecture zum Raumwelten Kongress.

Rolf Mauer: Welche Bedeutung hat die Kooperation mit dem Kommunikationsverband FAMAB?

Ulrich Wegenast: Der Kommunikationsverband FAMAB e.V. und die Veranstalter von Raumwelten haben 2015 eine umfassende Kooperation vereinbart. Für drei Jahre wird der FAMAB-Award im Rahmen von Raumwelten in Ludwigsburg stattfinden. Damit verbindet sich der renommierte Kreativpreis mit dem Potential des Medienstandorts Ludwigsburgs und der Region Stuttgart. Ziel der Kooperation zwischen FAMAB und den Raumwelten-Machern ist, den Besuchern ein inhaltlich hochwertiges Gesamtpaket anzubieten, bei dem das Networking eine ebenso wichtige Rolle spielt, wie die Schaffung wertvoller und nachhaltiger Synergieeffekte für die Branche. Der FAMAB-Award wird in diesem Jahr am 17. November im Forum am Schlosspark in Ludwigsburg verliehen.

 

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