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Gerhard Matzig erhält den BDA-Preis für Architekturkritik 2018

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Der Leitende Redakteur der »Süddeutschen Zeitung« und Buchautor Gerhard Matzig hat den BDA-Preis für Architekturkritik 2018 erhalten. Diese Entscheidung traf eine unabhängige Jury unter Vorsitz des BDA-Präsidiumsmitglieds Susanne Wartzeck (Sturm und Wartzeck Architekten BDA, Dipperz). Der Jury gehörten außerdem der ehemalige Leiter des Architekturzentrums Wien, Dietmar Steiner, der Chefredakteur der Zeitschrift »der architekt«, Andreas Denk (Bonn/Berlin), und Dennis Mueller (Architekt BDA, VON M, Stuttgart), an.

Der BDA-Preis für Architekturkritik 2018 wird am 16. Juni um 16 Uhr im Schmidt Theater in Hamburg feierlich verliehen. Die Laudatio hält Dietmar Steiner. Die Preisverleihung ist eingebettet in das Programm des 14. BDA-Tags 2018 in Hamburg.

Die Jury begründete ihre Entscheidung unter anderem so: »Gerhard Matzig überzeugt durch seine große Fachkenntnis in Architekturthemen und deren inhaltlicher Verknüpfung mit weit darüber hinausgehenden gesellschaftlich-politischen Fragen.« Ob es sich um die Auswirkung von Normung und Vergaberecht auf die Architekturqualität oder um das Verschwinden der Frauen aus der Leitungsebene großer Architekturbüros handele: Matzig beherrsche die Kunst, auch scheinbar komplizierte Themen des Baugeschehens mit einer eigenen Sprache auf hohem sachlichen Niveau, gleichzeitig unterhaltsam und vergnüglich weit über enge Fachkreise hinaus zu vermitteln, ja zu erklären, so die Jury weiter. Ihm gelinge so ein Zugang zur allgemeinen Öffentlichkeit, dabei greife er auf einen fundierten Hintergrund zurück und beziehe klare Positionen, die dem Leser plausibel und überzeugend erscheinen. Die Jury würdigte schließlich seine rhetorische Brillanz, seine analytische Schärfe und die Qualität seiner »gebauten« Sprache. Gerhard Matzig rage unter den Zeitungsjournalisten mit einem klaren Willen zur Gestaltung seines Mediums in besonderer Weise hervor.

Der BDA-Preis für Architekturkritik blickt auf eine Geschichte von über 50 Jahren zurück. Zu den Preisträgern zählten unter anderem Julius Posener, Manfred Sack, Wolfgang Pehnt und Peter Sloterdijk. Mit dem Preis wird »eine herausragende Leistung auf dem Gebiet der kritischen Auseinandersetzung zu Fragen des Planens und Bauens mit publizistischen Mitteln geehrt«, wie es in der Satzung heißt. Der »Kritikerpreis« des BDA steht in einer Reihe mit den beiden anderen Preisen, die der BDA-Bundesverband alternierend vergibt: dem »Großen BDA-Preis« und dem »BDA-Architekturpreis Nike«.

Preisträger
1965 Dr. Adolf Arndt, Bonn
1967 Dr. Ulrich Conrads, Berlin
1970 Peter M. Bode, München
1976 Inge Boskamp, Düsseldorf, und Dr. Manfred Sack, Hamburg
1980 Dr. Johanna Schmidt-Grohe und Dr. Christoph Hackelsberger, München
1983 Prof. Dr. h.c. Julius Posener, Berlin
1988 Prof. Dr. Wolfgang Pehnt, Köln
1992 Dr. Dieter Hoffmann-Axthelm, Berlin
1997 Wolfgang Kil, Berlin
2006 Dr. Dieter Bartetzko, Frankfurt/Main, und Dr. Heinrich Wefing, Berlin
2009 Prof. Dr. Peter Sloterdijk, Wien
2012 Dr. Roman Hollenstein, Zürich
2015 Dr. Niklas Maak, Berlin
2018 Gerhard Matzig, München

Abbildung: Süddeutsche Zeitung

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