Start Magazin Studentenwettbewerb Artemide Preisträger im Studentenwettbewerb Lighthouse Competition gekürt

Artemide Preisträger im Studentenwettbewerb Lighthouse Competition gekürt

http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1007/artemide_01.jpg


http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1007/artemide_02.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1007/artemide_03.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1007/artemide_04.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1007/artemide_05.jpg
Der Leuchtenspezialist Artemide hatte gemeinsam mit dem Fachbereich »Umweltbewusstes Planen und experimentelles Bauen« der Universität Kassel im Wintersemester 2009/2010 einen Wettbewerb ausgelobt. Rund 100 Studententeams aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und der Türkei reichten ihre Entwürfe für ein »Haus der Zukunft« in Istanbul ein. Jetzt wurden im Artemide-Showroom in Frankfurt die Gewinner bekannt gegeben und in feierlichem Rahmen die Preise überreicht. Gleichzeitig wurden dem interessierten Publikum die Wettbewerbsentwürfe inklusive der Modelle präsentiert. 

Vor rund 120 Gästen – Architekten, Studenten mit deren Familien sowie Hochschulvertretern – wurden kürzlich mit drei Hauptpreisen und sechs Sonderpreisen die besten Entwürfe des »Lighthouse Competition« gekürt. Studenten der Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und des Städtebaus an deutschsprachigen und türkischen Hochschulen waren aufgerufen worden, ein Haus der Begegnung in Istanbul, an der Schnittstelle zwischen Europa und Asien, zu planen. Der Ort war klar definiert: ein spannungsreiches, natürlich-urbanes Grundstück am Bosporus. Das »Haus der Zukunft« sollte die Kommunikation zwischen morgenländischer und abendländischer Kultur fördern und als »Leuchtturm nachhaltiger Architektur«, so der Ausschreibungstext, Beispielcharakter erlangen. Dabei legten die Auslober des Wettbewerbs besonderen Wert auf die Beleuchtung. Das Licht sollte das Wohlbefinden der Gebäudenutzer aktiv fördern und zur Erzeugung von Atmosphären im Inneren und Äußeren des Kulturzentrums eingesetzt werden. Steffen Salinger, Geschäftsführer der Artemide GmbH, Fröndenberg: »Wir haben diesen Wettbewerb gesponsert, weil wir die Bedeutung des Lichts für die Wahrnehmung von Architektur und für das Wohlbefinden des Menschen ins Bewusstsein künftiger Architektengenerationen rücken möchten.« Wichtig sei es jedoch auch, die vielfältigen Möglichkeiten zu verdeutlichen, die Lichtsysteme wie »My White Light« den Architekten bieten.

Die Laudatoren der Preisverleihung, Steffen Salinger, Geschäftsführer Artemide DE/ AT/ CH, Hakky Akyol, Architekt, Hamburg, und Prof. Claus Anderhalten, Fachbereichsleiter »Umweltbewusstes Planen und experimentelles Bauen« an der Universität Kassel, zeigten sich von der Qualität der Entwürfe beeindruckt. Der erste Preis, der mit 2500 Euro dotiert war, ging an das studentische Team Timo Sprengel, Claudius Neda und Felix Fritz von der Universität Stuttgart, Institut für Baukonstruktion und Entwerfen. Betreut hatte das Gewinnerteam Dipl.-Ing. Stephan Birk. Der Entwurf zeigt einen Solitär, der nach vier Seiten nahezu gleichwertige Fassaden ausbildet. Er kombiniert festgelegte Funktionsbereiche eines Kulturzentrums wie Bibliothek, Ausstellungsräume und Gästezimmer mit offenen Kommunikationszonen. Dieser Wechsel zwischen offenen und geschlossenen Bereichen spiegelt sich auch im Äußeren des Gebäudes wieder und führt »zu einer spannungsreichen Tag-Nacht-Wirkung, die vom Wechsel der sichtbaren Schichten unter den verschiedenen Lichtsituationen lebt«, so die Jury.

Den zweiten Preis mit 1500 Euro errang mit Johanna Burkert und Fabian Scholz ein Team der TU Berlin, LIA Fachgebiet Prof. Finn Geipel, mit Betreuer Ken Koch. Der dritte Preis und damit 500 Euro gingen an Imanuel Mihm und Magdalena Klingemann, HCU-HafenCity Universität Hamburg, Fachbereich Architektur. Als Betreuer fungierten Prof. Klaus Sill und Prof. Bernhard Hirche. Sechs weitere Teilnehmergruppen wurden lobend erwähnt und die Studenten erhielten Sonderpreise in Form einer Leuchte von Artemide.

Die Preisträger des Lighthouse Competition waren von einer hochkarätig besetzten Jury ermittelt worden. Als Preisrichter hatten fungiert: Prof. Ernesto Gismondi, Präsident der Artemide Gruppe, Mailand, Prof. Carlotta de Bevilacqua, Architektin und Designerin, Mailand, Dipl.-Ing. Hakky Akyol, Architekt, Hamburg/Istanbul, Dipl.-Ing. Tim Edler, Architekt, Berlin, Dipl.-Ing. Andreas Heiland, Lichtplaner, München sowie Dipl.-Ing. Andrew Holmes, Lichtplaner und Architekt, Stuttgart. Insgesamt gab es drei Wertungsrundgänge. Um in die zweite Runde zu gelangen, musste ein Entwurf von mindestens einem Preisrichter befürwortet werden. In den dritten und letzten Rundgang gelangten alle Arbeiten, die von den Preisrichtern in einfacher Mehrheit befürwortet worden waren. Aus den verbliebenen Entwürfen wurden die Preisträger ermittelt und die übrigen Arbeiten wurden für einen Sonderpreis vorgeschlagen.

Preisträger

1. Preis
Universität Stuttgart, Institut für Baukonstruktion und Entwerfen, Lehrstuhl 1
Studenten: Timo Sprengel, Claudius Neda, Felix Fritz
Betreuer: Dipl.-Ing. Stephan Birk

2. Preis
TU Berlin, LIA Fachgebiet Prof. Finn Geipel
Studenten: Johanna Burkert, Fabian Scholz
Betreuer: Ken Koch

3. Preis
HCU-HafenCity Universität Hamburg, Fachbereich Architektur
Studenten: Imanuel Mihm, Magdalena Klingemann
Betreuer: Prof. Klaus Sill und Prof. Bernhard Hirche

Sonderpreise

FH Regensburg, Fachbereich Architektur
Student: Fabian Eisenblätter
Betreuer: Prof. Dr. Rudolf Hierl und Dozent Stephan Häublein

HCU-HafenCity Universität Hamburg, Fachbereich Architektur
Studenten: Kilian Allmann, Sven Braun
Betreuer: Prof. Klaus Sill und Prof. Bernhard Hirche

FH Kärnten, Spittal a.d. Drau, Fachbereich Architektur
Studenten: Sebastian Horvath, Daniela Fössleitner, Nina-Flora Holly, Teresa Stauder
Betreuer: Arch. DI. Dr. Nigst und DI. Heiduk

Universität Kassel, Fachbereich Architektur
Studenten: Nihal Dogrul
Betreuer: Univ. Prof. Claus Anderhalten, Vertr.-Prof. Michael Döring, Dipl.-Ing. Anna Baltschun, Dipl.-Ing. Filip Nosek

Hochschule RheinMain (Wiesbaden), Fachbereich Architektur
Studenten: Dennis Zander, Carsten Brylka
Betreuer: Dozent Prof. G. Weber

Hochschule Regensburg, Fachbereich Architektur
Student: Martin Seifert
Betreuer: Prof. Dr. Rudolf Hierl


 

Industriearchitektur: Neuer Praxisraum für das Geberit Informationszentrum in Lausanne

Industriearchitektur: Neuer Praxisraum für das Geberit Informationszentrum in Lausanne

Nach zwei Jahren erfolgreicher Schulungen in den neuen Praxisräumen im Informationszentrum von Geberit in Jona, erhält jetzt auch der Schulungsraum in Lausanne ein neues Gesicht. Sanitärprofis werden so in modernen und ansprechenden Räumen für die Installation der Geberit-Systeme geschult.

Umbau Wohn- und Geschäftsgebäude D17 in Ingolstadt von Bettina Kandler Architekten

Umbau Wohn- und Geschäftsgebäude D17 in Ingolstadt von Bettina Kandler Architekten

Das  Wohn- und Geschäftsgebäude D17 liegt städtebaulich in einer funktional wichtigen Lage am südlichen Eingangsbereich zur Altstadt von Ingolstadt und in unmittelbarer Nähe zur Donau. Archivierte Pläne gehen bei dem Wohn- und Geschäftshaus auf das Jahr 1878 zurück.

Frankfurter Buchmesse: Raum für Inspiration von schneider+schumacher

Frankfurter Buchmesse: Raum für Inspiration von schneider+schumacher

480 Quadratmeter Grundfläche, 6,5 Meter Höhe und eine selbsttragende Holzkonstruktion mit lichtdurchlässiger Membran – das ist der »Frankfurt Pavilion«, das neue Wahrzeichen der Frankfurter Buchmesse. Geplant und umgesetzt von schneider+schumacher, entsteht auf der 70. Frankfurter Buchmesse ein ikon...

Weitere Artikel:

Zeitz Museum of Contemporary African Art (MOCAA)

Zeitz Museum of Contemporary African Art (MOCAA)

In Kapstadt hat sich ein historisches Getreidesilo zum Museum für zeitgenössische afrikanische Kunst gemausert. Die Architekten des Heatherwick Studio ließen die betonierten Wandungen der Kornkammern aufsägen und schufen damit ein Atrium von beinahe kathedralenhaftem Charakter. Neuer Beton verstärkt...

Gipsfaserplatten für die Elbphilharmonie in Hamburg

Gipsfaserplatten für die Elbphilharmonie in Hamburg

Die großformatigen Gipsfaserplatten bestehen aus einem Vormaterial aus Naturgips. Sie zeichnen sich durch ihre Belastbarkeit, die Brandschutzeigenschaften (A1) und ihre hervorragenden Be- und Verarbeitungsmöglichkeiten aus.

KanyaKage mit modernen Sanitäranlagen ausgestattet

KanyaKage mit modernen Sanitäranlagen ausgestattet

In Berlin-Kreuzberg eröffnete Ende April 2018 eine einzigartige Kunst- und Veranstaltungslocation. Nach den beiden Eigentümern KanyaKage benannt, ist der neue »Artspace« regelmäßig Schauplatz von Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Außerdem stehen die insgesamt 170 Quadratmeter großen Räume für Le...

Weitere Artikel:
Anzeige AZ-C1-300x250 R7

AZ Newsletter


Ihre E-Mail
 
   

Senden Sie mir die kostenlosen Nachrichten der AZ/Architekturzeitung per E-Mail zu. Meine Anmeldung erfolgt, nachdem ich die Datenschutzhinweise gelesen haben. Die Nachrichten können Werbung von Dritten enthalten. Mein Einverständnis zum Empfang der Nachrichten kann ich jederzeit widerrufen.

Fachwissen | Architekten + Planer

  • Betoninstandsetzung: Wer haftet wann und wie?
    Betoninstandsetzung: Wer haftet wann und wie? Die Ausführung von Betonerhaltungs-, Betonschutz- und –instandsetzungsmaßnahmen erfordert umfassende fachliche Qualifikationen. Der nachfolgende Beitrag nimmt Stellung zu Anforderungen, die sich…

Zeitz Museum of Contemporary African Art (MOCAA)

Zeitz Museum of Contemporary African Art (MOCAA)

In Kapstadt hat sich ein historisches Getreidesilo zum Museum für zeitgenössische afrikanische Kunst gemausert. Die Architekten des Heatherwick Studio ließen die betonier...

Gipsfaserplatten für die Elbphilharmonie in Hamburg

Gipsfaserplatten für die Elbphilharmonie in Hamburg

Die großformatigen Gipsfaserplatten bestehen aus einem Vormaterial aus Naturgips. Sie zeichnen sich durch ihre Belastbarkeit, die Brandschutzeigenschaften (A1) und ihre h...

KanyaKage mit modernen Sanitäranlagen ausgestattet

KanyaKage mit modernen Sanitäranlagen ausgestattet

In Berlin-Kreuzberg eröffnete Ende April 2018 eine einzigartige Kunst- und Veranstaltungslocation. Nach den beiden Eigentümern KanyaKage benannt, ist der neue »Artspace« ...

Vakuum-Isolierglas und Explosionsschutz-Dünnglas

Vakuum-Isolierglas und Explosionsschutz-Dünnglas

Das neue Vakuum-Isolierglas (VIG) von AGC zeichnet sich durch eine Besonderheit aus: Uneingeschränkte Sicht ohne sichtbare Evakuierungsöffnungen. Es wird wie normales Iso...

Kunst im Tageslicht betrachtet

Kunst im Tageslicht betrachtet

Die Stiftung »Das Maximum« präsentiert im bayerischen Traunreut nahe dem Chiemsee bedeutende Werke zeitgenössischer Kunst, unter anderem von Georg Baselitz und Andy Warho...

Architekturbüro mit Sichtbetonfassade

Architekturbüro mit Sichtbetonfassade

Der Neubau eines Architekturbüros ist für alle Beteiligten am Bau eine Herausforderung, denn letztlich ist das Bürogebäude die in Beton gegossene Visitenkarte des Archite...

Die höhere Mathematik der Ästhetik

Die höhere Mathematik der Ästhetik

Mehr als 20 Jahre sind vergangen, seit beim Entwurf der Titanaußenhaut für das Guggenheim-Museum in Bilbao erstmals die CAD-Software CATIA für ein renommiertes Gebäude ei...

Schaltbares Glas

Schaltbares Glas

Halio hat die Ästhetik seines intelligenten schaltbaren Glas-Systems auf das Wesentliche reduziert: völlige Farbneutralität und natürliche Transparenz wie ein herkömmlich...

Wohnungsbau mit System

Wohnungsbau mit System

Insgesamt 106 neue Wohnungen in drei Blöcken, die sich architektonisch, funktional und selbst finanzierungstechnisch unterscheiden und sich dennoch harmonisch zu einem in...

Schöner Gaskaminofen

Schöner Gaskaminofen

Mit dem puristischen Lensfocus kommt ein neuer, einzigartig gestalteter Gaskaminofen aus der französischen Design-Schmiede Focus. Der raumluftunabhängige Kamin bietet hoh...

Weitere Artikel:

Anzeigen AZ-D1-D2-300x600 R7

Wenn Sie die AZ/Architekturzeitung lesen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Datenschutzhinweis.

Dieses Fenster entfernen.