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Wie ein Kugelschreiber das Sitzen revolutioniert

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Form und Funktion sind bei dem Sitzmöbelhersteller Klöber nach eigener Aussage untrennbar miteinander verbunden. Ausgehend von der ersten Idee bis zur Marktreife durchlaufen deshalb alle Produkte einen akribischen und zum Teil mehrjährigen Gestaltungs- und Entwicklungsprozess. Der Büro- und Konferenzstuhl »ConWork« ist das neueste Modell des Owinger Unternehmens: Ein Stuhl mit ergonomischem Vorbildcharakter, den der Designer Jörg Bernauer inspiriert von der Mechanik eines Kugelschreibers entwickelt hat.

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ConWork wurde für die Erfordernisse der modernen Büro- und Arbeitswelt entworfen. Mittlerweile verbringen viele Menschen mehr Zeit in Besprechungen und Konferenzen als am eigenen Schreibtisch. Damit hier jeder gesund und bequem sitzen kann, sind Stühle mit einer einfachen Handhabung gefragt: Jörg Bernauer, Designer und Produktentwickler, erklärt wie wichtig es für den Einsatz in Konferenzen ist, dass die Bedienbarkeit leicht und verständlich ist. Die Nutzer seien von der Komplexität vieler Stühle überfordert, die Einstellungsmöglichkeiten der Stühle bleiben leider häufig ungenutzt.

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»ConWork« kann flexibel als Büro- oder Konferenzstuhl eingesetzt werden und stellt sich automatisch auf jeden Nutzer ein. Sein Herzstück ist eine Automatikmechanik, die Bernauer basierend auf einem recht unscheinbaren Detail entwickelte: Der Designer beobachtete, wie an dem Clip eines Kugelschreibers durch zwei Drehpunkte Spannung aufgebaut wurde. Eine Entdeckung, die er so lange weiterentwickelt hat, dass er sie in den Stuhlaufbau des ConWork integrieren konnte. Beim »ConWork« besteht dieses Feder-Prinzip aus der Kombination von Holzrücken und einem Holzfederelement. Wie eine Waage balanciert das Möbel so das Gewicht zwischen Sitz und Rücken aus. Je höher die Belastung auf dem Sitz, desto größer ist auch der Lehnendruck. Die Mechanik wurde somit zur Automatik. Damit ermöglicht der »ConWork« ergonomisches Sitzen unabhängig von Größe und Gewicht und für wechselnde Benutzer – ganz ohne komplizierte Voreinstellungen. Denn der Stuhl verfügt nur über einen einzigen Hebel, der zur Regulierung der Sitzhöhe dient. Alle anderen Einstellungen passen sich von alleine an.

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Drei Jahre, mehr als sieben Prototypen und Modelle, stetiges Probesitzen und Optimieren – so die Bilanz des gesamten Entwicklungsprozesses. Das Traditionsunternehmen vom Bodensee nahm sich für die Produktentwicklung viel Zeit und legte vor allem Wert darauf, dass Form und Funktion von Beginn an miteinander verknüpft waren. Deshalb wurde von vornherein nicht wie branchenüblich mit einer reinen CAD-Planung gearbeitet, sondern mit Modellen und Prototypen, die in der eigenen Werkstatt hergestellt wurden. Sicherlich eine Besonderheit in der Branche, gleichzeitig aber auch ein guter Beweis für die hohe Qualität made in Germany, für die das Unternehmen seit inzwischen 80 Jahren steht.

Klöber GmbH, www.kloeber.com 

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Interview mit Jörg Bernauer, Designer und Produktentwickler bei Klöber

Redaktion: Wie schwierig ist es, einen perfekten Stuhl zu gestalten?

Jörg Bernauer: Es ist immer eine Herausforderung allen Ansprüchen gerecht zu werden. Die Grenzen müssen immer neu ausgelotet werden, wenn ergonomische und funktionale Vorgaben in eine Form umgesetzt werden. Grundsätzlich bringt jeder neue Stuhl neue Anforderungen mit sich – ergonomisch, ökologisch und auch ökonomisch. Daraus resultieren schließlich die Materialwahl, das Herstellungsverfahren und somit auch die Formgebung.

Redaktion: Wovon lassen Sie sich bei der Gestaltung Ihrer Produkte inspirieren?

Jörg Bernauer: Grundsätzlich funktioniert das so, dass die Wahrnehmung für das aktuelle Projekt sensibilisiert wird. So wird die Fantasie bei mir auch durch vermeintlich funktionsfremde Dinge angeregt. Das kann also eine aufblasbare Leuchte oder ein Kugelschreiber sein, aber auch eine Taschenlampe oder eine Schweißermaske – eigentlich alles, was mich täglich umgibt.

Redaktion: Was zeichnet Ihre eigene Designphilosophie aus?

Jörg Bernauer: Die Verständlichkeit einer Formensprache ist für mich ein wichtiges Kriterium, um eine kurze und prägnante Geschichte zu erzählen. Im Entwicklungsprozess bilden oft materialspezifische Eigenschaften und Herstellungsverfahren die Basis für formgerechtes Gestalten. Die Erfahrung, damit umzugehen, ist sozusagen das Handwerk eines Designers. Heißt für mich: Produkte immer von innen heraus gestalten und das Material verstehen.

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