Anzeige AZ-A2-728x90
Start Innovation Elektrotechnik Bürogebäude Ueberholz in Wuppertal

Bürogebäude Ueberholz in Wuppertal

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2015/1502/gira-buerogebaeude-ueberholz-01a.jpg
 

In Wuppertal hat Ueberholz, Büro für temporäre Architektur, kontrastreich und intelligent gebaut: Was auf den ersten Blick wie ein massiver Beton-Kubus erscheint, sorgt beim Betreten für eine Überraschung – hell und offen ist das Innere, Glasflächen und scheinbar schwebende weiße Schreibtische zaubern Leichtigkeit in den Raum. Unsichtbar ist die clevere Gebäudetechnik, die via »KNX« System unter anderem Beleuchtung, Verschattung und Heizung verknüpft und so Komfort und Sicherheit erhöht und dazu beiträgt, Energie zu sparen.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2015/1502/gira-buerogebaeude-ueberholz-02.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2015/1502/gira-buerogebaeude-ueberholz-03a.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2015/1502/gira-buerogebaeude-ueberholz-03b.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2015/1502/gira-buerogebaeude-ueberholz-04.jpg

Ueberholz ist ein Entwicklungs- und Planungsbüro für Messe-, Ausstellungs-, Shop-, Event- und Kommunikationsdesign. Mehr als 130 Designpreise nennt das Unternehmen sein eigen, entwickelt Design- sowie Architekturkonzepte und setzt diese auch in den eigenen Werkstätten um. Neue Räumlichkeiten für das eigene Team zu entwerfen und zu bauen war eine ganz besondere Aufgabe: Die Architektur sollte kubistisch werden, die Planer wollten klare Linien und eine klare Materialität. Außerdem sollten alle Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz am Fenster haben, daher wurde in den Baukörper ein verglastes Atrium eingebracht. Die beiden rückwärtigen Fassaden sind zudem komplett verglast und die gegliederten Fensterfronten stehen in harmonischem Kontrast zur rauen Betonoptik.

Schaut man von außen seitlich auf die verglaste Fassade, erscheint diese wie eine riesige Klammer. Das Gebäude sitzt zudem auf einem 20 Zentimeter hohen Sockel und diese Schattenfuge lässt den Kubus scheinbar schweben. Der massiven Außenkonstruktion wird so ihre Schwere genommen und auch die Dimensionen verlieren sich dadurch.

Durch eine gewaltige, 380 Kilogramm schwere, 3,80 Meter hohe und 1,60 Meter breite Eingangstür betritt man die offenen Büroflächen. Hatte der Besucher bislang nur die geschlossenen Betonwände der Nord- und Ostseite mit dem markanten Eingangsbereich gesehen, kommt er nun in einen riesigen lichtdurchfluteten Raum. In zwei Reihen sind die Schreibtische hintereinander angeordnet: Ihre schwebende Geometrie wurde im Hause Ueberholz entworfen und in der eigenen Schreinerei gebaut aus 12 Millimeter dickem, strahlend weißem Vollkunststoff. Auch die passenden Leuchten stammen von den Produktdesignern bei Ueberholz.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2015/1502/gira-buerogebaeude-ueberholz-04b.jpg

Dezent am Rand angeordnete Säulen stützen die Statik, lassen die Raumgeometrie aber als Ganzes wirken, die Höhe von 3,70 Metern unterstreicht den luftig offenen Eindruck. Der Bodenbelag greift die raue Materialität des Betons auf. Zwei Besprechungsräume sind mit raumhohen Glasschiebeelementen, alles Sonderanfertigungen, vom Büro getrennt. Akzente setzen moderne Kunstwerke - farbenfrohe Gemälde und ausdrucksstarke Skulpturen.

Auch energetisch ist das Gebäude vorbildlich: Eine Dreifachverglasung mit einem U-Wert Ug=0,7 W/m2K ist kombiniert mit einem 50 Zentimeter Maueraufbau mit zwei Betonschalen und einer 200 Millimeter Wärmeschutzisolierung. Auf dem Dach ist diese Isolierung sogar 250 Millimeter dick und auch die Bodenplatte ist hochgedämmt. So liegen die Heizkosten auf einem minimalen Niveau. Die Beleuchtung wurde durchweg mit LED umgesetzt, in den Toiletten sorgen Bewegungsmelder bedarfsgerecht für Licht. Im Sommer kommt das Gebäude zudem ohne Klimaanlage aus, auch weil bei direkter Sonneneinstrahlung automatisch die Jalousien herunterfahren.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2015/1502/gira-buerogebaeude-ueberholz-05.jpg

Sowohl die Beschattung, die Heizung und die Beleuchtung sind über ein »KNX« System miteinander vernetzt und lassen sich so intelligent und energieeffizient, lokal, zentral und selbst aus der Ferne steuern. Alle Informationen der einzelnen Komponenten, der sogenannten Sensoren, laufen im »Gira HomeServer« zusammen. Er wertet die eingegangenen Nachrichten aus und erteilt aufeinander abgestimmte Befehle an die Aktoren. Das heißt beispielsweise, dass die Jalousien an heißen Sommertagen ab einem bestimmten Sonnenstand automatisch herunterfahren.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2015/1502/gira-buerogebaeude-ueberholz-06.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2015/1502/gira-buerogebaeude-ueberholz-08.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2015/1502/gira-buerogebaeude-ueberholz-09.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2015/1502/gira-buerogebaeude-ueberholz-10b.jpg

Die Programmierung der intelligenten Gebäudetechnik übernahm System-Integrator Markus Busche von Busche Elektrotechnik. In den Räumen wurden sehr viele Beleuchtungsszenarien definiert, da gerade im Messe- und Shopdesign Licht für die Inszenierung eine wesentliche Rolle spielt. Bedient wird über die zwei an der Wand installierten Touchdisplays, dem großen »Gira Control 19 Client« am Eingang und dem kleineren »Gira Control 9 Client« neben dem Besprechungsraum. Hier lassen sich auf einer individuellen Visualisierung im Grundriss die einzelnen Leuchten aktivieren.

Zudem ist eine Steuerung über das iPad oder iPhone auch aus der Ferne möglich. So kann Nico Ueberholz beispielsweise in der kalten Jahreszeit bereits Sonntagabend die Heizung wieder hochfahren oder über die installierten Kameras nach dem Rechten sehen. Auf intelligenten Schaltern, »Gira Tastsensoren«, sind Standard-Beleuchtungsszenen abgelegt. Das Schalterprogramm »E22« in Edelstahl passt bestens zur geradlinigen Architektur.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2015/1502/gira-buerogebaeude-ueberholz-12.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2015/1502/gira-buerogebaeude-ueberholz-13.jpg

Praktisch ist auch die Einbindung der Gira Türkommunikation: Klingelt ein Besucher an der Türstation erscheint das Bild nicht nur auf den Touchdisplays an der Wand, sondern auch auf den Computerbildschirmen von zwei Mitarbeiterinnen, die dann direkt von ihrem Arbeitsplatz aus die Tür öffnen können.

Gira Giersiepen GmbH & Co. KG, www.gira.de
Fotos: Ulrich Beuttenmüller für Gira

Seezeitlodge Hotel & Spa von GRAFT Architekten

Seezeitlodge Hotel & Spa von GRAFT Architekten

Inmitten des Naturparks Saar-Hunsrück im nordöstlichen Teil des Saarlandes eröffnet ab Juli 2017 die Seezeitloge Hotel & Spa. In exponierter Lage auf einem kleinen bewaldeten Kap und mit Blick über den Bostalsee im Sankt Wendeler Land versteht sich das Wellnessresort als Rückzugsort inmitten der...

Rathaus Bissendorf von blocher partners

Rathaus Bissendorf von blocher partners

Identitäten wachsen aus dem Ort und seiner Geschichte, doch mitunter braucht es eine Wendung in die Gegenwart, einen belebenden Impuls. Wie in Bissendorf, wo die Stuttgarter Architekten blocher partners mit dem neuen Rathaus eine lebendige, identitätsstiftende Ortsmitte geschaffen haben. Das ganzhei...

Düsseldorf: Neue Messe Süd - slapa oberholz pszczulny architekten

Düsseldorf: Neue Messe Süd - slapa oberholz pszczulny architekten

Um Aussteller, Messebesucher und Kongressteilnehmer am internationalen Messeplatz Düsseldorf auch zukünftig angemessen empfangen zu können, wird das Gelände der Messe Düsseldorf seit dem Jahr 2000 fortlaufend modernisiert. Nach der Norderweiterung der Messe im Jahr 2004 wurde sop architekten nun mit...

Weitere Artikel:

Fassadenlösung für Studentenmensa

Fassadenlösung für Studentenmensa

Metz in der Region Lothringen ist eine bekannte Universitätsstadt in Frankreich. Auch durch die internationalen Austauschprogramme wie Erasmus sind Studienplätze hier sehr gefragt. Um den wachsenden Bedarf zu decken, beschloss die Universitätsleitung vor einiger Zeit den Neubau einer Mensa.

Flachdachentwässerung: Praxistipps zum Download

Flachdachentwässerung: Praxistipps zum Download

Es gibt sie immer wieder, die Baustellensituationen, bei denen selbst Profis einen Praxistipp brauchen können. Die Ratgeberserie »SitaTipps« gibt ihn. Sie greift bekannte Problemstellungen bei der Flachdachentwässerung auf und bietet auch gleich die fachgerechte Lösung.

Anbau der Tate Modern von Herzog & de Meuron

Anbau der Tate Modern von Herzog & de Meuron

Ein abgekanteter Pyramidenstumpf der Basler Architekten Herzog & de Meuron ergänzt das gewaltige Kraftwerk Bankside am Südufer der Themse, in dem seit 2000 die Tate Modern, eines der wichtigsten Museen für moderne und zeitgenössische Kunst in Europa, beheimatet ist. Das perforierte Klinkerkleid...

Weitere Artikel:
Anzeige AZ-C1-300x250 GDC

AZ Newsletter

Ihre E-Mail
 Anmelden  Abmelden

Der Newsletter der AZ/Architekturzeitung ist kostenlos und kann jederzeit unkompliziert abbestellt werden.

Fachwissen | Architekten + Planer

  • Betoninstandsetzung: Wer haftet wann und wie?
    Betoninstandsetzung: Wer haftet wann und wie? Die Ausführung von Betonerhaltungs-, Betonschutz- und –instandsetzungsmaßnahmen erfordert umfassende fachliche Qualifikationen. Der nachfolgende Beitrag nimmt Stellung zu Anforderungen, die sich…

Fassadenlösung für Studentenmensa

Fassadenlösung für Studentenmensa

Metz in der Region Lothringen ist eine bekannte Universitätsstadt in Frankreich. Auch durch die internationalen Austauschprogramme wie Erasmus sind Studienplätze hier seh...

Flachdachentwässerung: Praxistipps zum Download

Flachdachentwässerung: Praxistipps zum Download

Es gibt sie immer wieder, die Baustellensituationen, bei denen selbst Profis einen Praxistipp brauchen können. Die Ratgeberserie »SitaTipps« gibt ihn. Sie greift bekannte...

Anbau der Tate Modern von Herzog & de Meuron

Anbau der Tate Modern von Herzog & de Meuron

Ein abgekanteter Pyramidenstumpf der Basler Architekten Herzog & de Meuron ergänzt das gewaltige Kraftwerk Bankside am Südufer der Themse, in dem seit 2000 die Tate ...

Digitale Vernetzung von Sanitärarmaturen

Digitale Vernetzung von Sanitärarmaturen

»Der verantwortungsvolle Sanitärraum« – so lautet eines der Top-Themen der Internationalen Sanitär- und Heizungsfachmesse ISH 2017 vom 14. bis 18. März 2017. In Halle 4.1...

Glasfassaden und große Glasflächen an Außenwänden

Glasfassaden und große Glasflächen an Außenwänden

Sie sind der Dauerbrenner in der modernen Architektur, ermöglichen sie doch wie kein anderer Baustoff das Zusammenspiel mit Licht und Natur: Glasfassaden und große Glasfl...

Spiegelnde Teilbeschichtung an der Fassade der Elbphilharmonie in Hamburg

Spiegelnde Teilbeschichtung an der Fassade der Elbphilharmonie in Hamburg

Die erste Skepsis ist gewichen und die Liste der Superlative, die im Zusammenhang mit der Elbphilharmonie genannt werden, mittlerweile lang – da ist von »Jahrhundertarchi...

Empfangs- und Bürogebäude von Wilford Schupp Architekten

Empfangs- und Bürogebäude von Wilford Schupp Architekten

Der im August 2016 fertiggestellte Neubau eines Empfangs- und Bürogebäude von Sto, geplant von Wilford Schupp Architekten, ist ein weiterer Baustein des im Jahr 1993 von ...

Hotel Grand Ferdinand

Hotel Grand Ferdinand

Das Hotel Grand Ferdinand knüpft an die Eleganz und den Genuss der Ringstraßenzeit an. Kombiniert mit modernen Annehmlichkeiten erstrahlt der neu gestaltete 1950er-Bau am...

Kunstvoll wohnen am See

Kunstvoll wohnen am See

In erster Reihe am Bodensee liegt das kunstvoll gestaltete Anwesen einer dreiköpfigen Familie in der Schweiz. Auf den ersten Blick fällt die harmonische Linienführung des...

Regen-Rückhaltung auf dem Gründach

Regen-Rückhaltung auf dem Gründach

»SitaMore Retention« ist die produkttechnische Konsequenz auf die zunehmende Überbeanspruchung kommunaler Abwassersysteme. Bei Starkregenereignissen drosselt es den Wasse...

Weitere Artikel:


Anzeige AZ-D1-300x600 R7

Wenn Sie die AZ/Architekturzeitung lesen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Datenschutzhinweis.

Dieses Fenster entfernen.