Anzeige AZ-A2-728x90 R7
Start Innovation Lichttechnik Logistik-Center mit LED Beleuchtung und Geothermie

Logistik-Center mit LED Beleuchtung und Geothermie

http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1101/lobsled-005.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1101/lobsled-007.jpg

In zentraler Lage zum neuen Terminal 3 am Flughafen Frankfurt / Main entstand in der Cargo City Süd ein Büro- und Logistikgebäude, das sich durch Anforderungen an Nachhaltigkeit definiert. Neben der qualitativ hochwertigen Bauausführung und dem Einsatz regenerativer Energie verfügt das Gebäude über eine Komplett-Beleuchtung mit wegweisendem, höchst wirtschaftlichem LED Licht. Neben der daraus resultierenden Energieeinsparung von fast 60 Prozent gibt es einen weiteren Vorteil. Über die gesamte Lebensdauer der LED Lampen wird sich die CO2 Emission um 829,55 Tonnen reduzieren.

Das Bürogebäude umfasst fünf Büroetagen in den Obergeschossen, die an den Stirnseiten jeweils über einen Eingangsbereich erschlossen werden. Die vertikalen Bandverglasungen der beiden Treppenhäuser, die auch einen Aufzug beherbergen, erlauben einen hohen Tageslichteinfall und lassen das Entrée zeitgemäß und repräsentativ erscheinen. Ein separates Treppenhaus bindet den Anfahrtbereich im Erdgeschoss mit anschließender Frachthalle an die Bürofläche des 1. Obergeschosses an. Damit wurde für den Hauptmieter eine autarke Einheit geschaffen, die kurze Wege und hohe Sicherheitsvorkehrungen ermöglicht. Unterhalb der etwa 4.100 Quadratmeter großen Lagerhalle befindet sich eine ebenso große Tiefgarage mit 125 Stellplätzen. Die Büroetagen verfügen über frei gestaltbare Flächen von jeweils 740 Quadratmeter, die bei geringerem Flächenbedarf eines Mieters auch teilbar sind.
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1101/lobsled-007.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1101/lobsled-010.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1101/lobsled-011.jpg

Oberste Gebote des Bauherren, der IDV Projektmanagement GmbH, waren eine qualitativ hochwertige Bauausführung, der Einsatz regenerativer Energie und energiesparender Beleuchtung. Zum einen wollte IDV ein umweltfreundliches Investment-Objekt mit einem hohen Standard bauen, zum anderen sollten die Nebenkosten für die Mieter so gering wie möglich sein. Da IDV an einem Standort in Shanghai beste Erfahrungen mit der Energieeinsparung durch LED Beleuchtung gemacht hatte, recherchierten die Planer im Auftrag des Bauherren nach adäquaten Anbietern in Deutschland. Gesucht wurde eine professionelle Lösung, die die unterschiedlichsten Anwendungen perfekt bediente. Spätestens bei der Hallenbeleuchtung kam es bei den weitläufig bekannten Anbietern von LED Beleuchtung zum Engpass. »Es gab niemanden, der uns für die Halle große Pendelleuchten mit ausreichender Lichtstärke liefern konnte,« resümiert Hartwin Haas, Geschäftsführer der IDV Projektmanagement GmbH.

Nachdem dann die Planung für eine Beleuchtung mit konventionellen Leuchtmitteln verabschiedet war, empfahl ein Fachbetrieb für Elektrotechnik LOBS.LED aus Krefeld, ein seit zehn Jahren ausschließlich auf die Anwendung von LED spezialisiertes Unternehmen. Die Investitionsfreude des Bauherren drohte zu schwinden, als die Planer des Gebäudes vor einer Mehrinvestition von über 1 Million Euro warnten.

Im LOBS.LED Showroom in Speyer erfuhr Hartwin Haas, dass die Mehrinvestition für LED um ein Vielfaches unter jener angenommenen Summe machbar sei. Es folgte ein intensiver Austausch über die unterschiedlichsten LED Lösungen, die LOBS.LED aus einer Hand bietet. Nach einer sechswöchigen Planungsphase lieferte der LED Spezialist zu einem Auftragswert, der die konventionelle Beleuchtungslösung nur um 160.000 Euro überstieg, nicht nur ein professionelles Konzept für die Halle, die Flurbereiche und Treppenhäuser, die Büros, Sozial- und Technikräume, und schließlich auch für die Tiefgarage, sondern legte auch gleich eine Wirtschaftlichkeitsberechnung vor. Über die Lebensdauer der LED werden 327.246,00 Euro eingespart. Auf das Jahr gerechnet sind das ca. 45.000,00 Euro. In weniger als vier Jahren werden sich die Mehrkosten zur konventionellen Beleuchtung amortisiert haben. Danach werden die Leuchten noch mindestens dreieinhalb Jahre funktionieren, bevor sie ersetzt werden müssen.

http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1101/lobsled-012.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1101/lobsled-015.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1101/lobsled-019.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1101/lobsled-021.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1101/lobsled-027.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2011/1101/lobsled-033.jpg


Für die etwa dreizehn Meter hohe Lagerhalle lieferte LOBS.LED 148 Stück einer speziellen LED Industrie-Pendelleuchte mit Aluminium-Reflektor, die auf 4.000 Quadratmeter 16 Stunden täglich für ausreichendes und homogenes neutral-weißes Licht zum Arbeiten sorgen. Die 100 Watt starke Leuchte ersetzt 250 Watt Quecksilberdampf-Hochdrucklampen und der Energiebedarf für die Halle liegt bei sparsamen 4,1 Watt pro Quadratmeter. In den Treppenhäusern und Fluren wurden 30 Watt starke LED-Downlights installiert, die 2x26 Watt Kompaktleuchtstoff ersetzen und somit pro Leuchte eine Energieersparnis von 22 Watt bringen. Eine besondere Beleuchtung findet sich in den Büros, die homogen und blendfrei mit in der Rasterdecke integrierten, neutral-weißen LED Panels beleuchtet werden. Bei einem Verbrauch von 46,5 Watt sorgen 342 LED Einzelchips pro Panel für die Helligkeit, die bei der Büroarbeit benötigt wird. Bei konventioneller Beleuchtung wären dazu 4 x 18 Watt T8 Leuchtmittel erforderlich.

Statt der geplanten Kompaktleuchtstoffröhren wurden für die Tiefgaragenbeleuchtung LED-Röhren eingesetzt. Die Garage ist damit taghell.

Allein über die LED Beleuchtung wird eine jährliche Reduzierung der CO² Emission von 114 Tonnen erreicht. Auf die gesamte Lebensdauer der LED-Lampe gesehen liegt die Reduktion sogar bei 830 Tonnen. Eine sehr konservatie Schätzung, denn mit 35.000 Stunden wurde nur die minimale Lebensdauer des Leuchtmittels zugrunde gelegt, das in der Regel 50.000 Stunden erreicht.

Besonders umweltfreundlich erfolgt auch die Wärme- und Kälteversorgung mittels Geothermie. Damit die Anlage, die eine Heizleistung von 380 Kilowatt und eine Kühlleistung von 340 Kilowatt hat, den Neubau über das ganze Jahr mit angenehm temperierter Luft versorgen kann, wurden in einer Tiefe von jeweils 130 Metern unterhalb des Gebäudes 37 Erdsonden installiert. Der Bauherr hat in dieses Gebäude überdurchschnittlich investiert, damit es zukunftsfähig bleibt. Es soll, so der Wunsch, auch in fünf Jahren noch zeitgemäß sein und den dann geltenden Vorschriften entsprechen.

Projektdaten:
Neubau Gebäude 577, CargoCity Süd, Flughafen Frankfurt am Main
Büro- und Verwaltungsgebäude mit anschließender Logistik-Frachthalle, UG-Parkdeck mit 120 Stellplätzen

Bauherr: IDV Projektmanagement GmbH
Entwurfsverfasser: Baumann Gesamtplanungs GmbH Stuttgart
Ausführende Baufirma: Wolff & Müller GmbH & Co.KG Niederlassung Karlsruhe
Baukosten netto: 13,25 Millionen Euro
Ausführungszeitraum: Baubeginn 09/2009 – Fertigstellung 06/2010
Bruttogeschossfläche Büro: 4350 Quadratmeter
Bruttogeschossfläche Halle und Parkdeck: 8550 Quadratmeter

LED Beleuchtung: LOBS.LED GmbH, www.lobsled.de

Investition: 264.433 Euro

Reduzierung des Stromverbrauchs im Vergleich zu konventioneller Beleuchtung: 57 Prozent

Einsparung über die Lebensdauer der LED: 327.246 Euro

Reduzierung CO2 Emission über die Lebensdauer der LED: 830 Tonnen

Mittlere Lebensdauer der LED-Anlage 7,5 Jahre

ROI: 3,78 Jahre

Fotos: H.G. Esch für LOBS.LED

Eduard’s – Lifestyle-Bar von DIA – Dittel Architekten

Eduard’s – Lifestyle-Bar von DIA – Dittel Architekten

DIA – Dittel Architekten entwickelt das Gastronomie-Design sowie Name und Corporate Design der Bar Eduard’s und verantwortet die Ausführung im Dorotheen Quartier in Stuttgart. Benannt nach dem Breuninger-Gründer setzt die neue Lifestyle-Bar ein klares Statement im neuen Viertel.

Enso Sushi & Grill von DIA – Dittel Architekten

Enso Sushi & Grill von DIA – Dittel Architekten

DIA – Dittel Architekten gestaltet und realisiert die Gastronomie Enso Sushi & Grill in exponierter Lage im Dorotheen Quartier in Stuttgart. Das moderne Design ist anspruchsvoll und kreativ wie die asiatisch-europäische Fusion-Küche. Die Neuinterpretation traditioneller Architekturelemente Asien...

Wohnflächen statt Büroflächen

Wohnflächen statt Büroflächen

Um an Standorten, die scheinbar nur für Büroflächen geeignet sind, attraktiven Wohnraum zu schaffen, bedarf es besonderer Konzepte. Ein solches hat das Stuttgarter Architekturbüro Frank Ludwig für die Stuttgarter Olgastraße 87 entworfen: An der belebten innerstädtischen Straße im Zentrum der Schwabe...

Weitere Artikel:

Wohlfühlen mit Wärmepumpe

Wohlfühlen mit Wärmepumpe

Das zweigeschossige Haus von Melanie und Maik Westphal fügt sich ausgesprochen harmonisch in das 823 Quadratmeter große Hanggrundstück ein. Vorab hatten sie das mit zahlreichen Bäumen bestandene Areal roden müssen, was weitgehend in Eigenleistung geschah. Schon zu Beginn ihres Projektes legte d...

Kalksandstein mit neuen technischen Möglichkeiten

Kalksandstein mit neuen technischen Möglichkeiten

Der Baustoffhersteller Heidelberger Kalksandstein hat technische Grenzen zugunsten des Designs erweitert. Das Produktionsverfahren der Kalksandsteine unterstützt nun den direkten Eingriff durch Architekten und Planer. Dies eröffnet Gestaltern völlig neue Möglichkeiten.

PolygonGarden von HKA Hastrich Keuthage Architekten

PolygonGarden von HKA Hastrich Keuthage Architekten

HKA Hastrich Keuthage Architekten entwickelten für das Projekt »PolygonGarden« eine lange Glasfassade, deren Faltung eine interessant belebte Straßensilhouette erzeugt. Die geschosshohe Verglasung bietet den Bewohnern großzügige Erker und jeweils voneinander getrennte Balkone, mit teilweise verschie...

Weitere Artikel:
Anzeige AZ-C1-300x250 GDC

AZ Newsletter

Ihre E-Mail
 Anmelden  Abmelden

Der Newsletter der AZ/Architekturzeitung ist kostenlos und kann jederzeit unkompliziert abbestellt werden.

Fachwissen | Architekten + Planer

  • Problemzone Wärmebrücke
    Problemzone Wärmebrücke Mit den steigenden Anforderungen an die energetische Qualität von Gebäuden gewinnen Details und damit auch kleine Problemzonen immer mehr an…

Wohlfühlen mit Wärmepumpe

Wohlfühlen mit Wärmepumpe

Das zweigeschossige Haus von Melanie und Maik Westphal fügt sich ausgesprochen harmonisch in das 823 Quadratmeter große Hanggrundstück ein. Vorab hatten sie das mit zahlr...

Kalksandstein mit neuen technischen Möglichkeiten

Kalksandstein mit neuen technischen Möglichkeiten

Der Baustoffhersteller Heidelberger Kalksandstein hat technische Grenzen zugunsten des Designs erweitert. Das Produktionsverfahren der Kalksandsteine unterstützt nun den ...

PolygonGarden von HKA Hastrich Keuthage Architekten

PolygonGarden von HKA Hastrich Keuthage Architekten

HKA Hastrich Keuthage Architekten entwickelten für das Projekt »PolygonGarden« eine lange Glasfassade, deren Faltung eine interessant belebte Straßensilhouette erzeugt. D...

Keukenhof in Lisse bei Amsterdam von Mecanoo

Keukenhof in Lisse bei Amsterdam von Mecanoo

Der Keukenhof in Lisse bei Amsterdam ist das internationale Schaufenster der niederländischen Blumenzucht. In den acht Wochen von Anfang März bis Mitte Mai wird dort geze...

Port House in Antwerpen von Zaha Hadid

Port House in Antwerpen von Zaha Hadid

Mit seinem skulpturellen Design und seiner Höhe von 46 m schon von weitem sichtbar, wurde das Port House im Hafenviertel zu einer neuen Landmark in Antwerpen. Der spektak...

Design- und Funktionsvielfalt an der Tür

Design- und Funktionsvielfalt an der Tür

Der erste Eindruck ist bekanntlich der wichtigste und das neue Türkommunikations-System von Gira hat uns in der Redaktion außerordentlich gut gefallen. Das Gira »System 1...

Designklassiker in Edelstahl

Designklassiker in Edelstahl

Mit dem Schalterprogramm »E2« hat Gira einen modernen Klassiker geschaffen: ein formstrenges, reduziertes Design, das eine kompromisslos klare Aussage macht und zugleich ...

Beleuchtung in der Stadt

Beleuchtung in der Stadt

Die öffentliche Beleuchtung in der Stadt muss unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden. Sie soll Straßen und Plätze bei Dunkelheit sicherer machen sowie gleichzeiti...

Hotel aquaTurm mit Photovoltaik-Fassade

Hotel aquaTurm mit Photovoltaik-Fassade

Das weltweit erste Hochhaus, das weniger Energie verbraucht, als es selbst produziert, steht in Radolfzell. Dort hat die Familie Räffle, die zugleich Bauherr und Investor...

Kalksandstein: Das Upgrade

Kalksandstein: Das Upgrade

Mit frischem Wind durchbricht die Heidelberger Kalksandstein GmbH die Monotonie der allzu bekannten, glatt-weißgrauen Wände aus Kalksandstein. Formen treten hervor, Holz ...

Weitere Artikel:


Anzeige AZ-D1-300x600 R7

Wenn Sie die AZ/Architekturzeitung lesen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Datenschutzhinweis.

Dieses Fenster entfernen.