Anzeige AZ-A2-970x250 R7
Start Innovation Rohbau Innendämmung: Wärmeschutz für denkmalgeschützte Gebäude

Innendämmung: Wärmeschutz für denkmalgeschützte Gebäude

Cellulosefasern als Innendämmung passen aufgrund ihrer kapillaren Saugfähigkeit sehr gut zu historischen Baumaterialien beispielsweise in einem Fachwerkhaus. Foto: Climacell

Innendämmungen aus Cellulose bieten eine sehr gute Möglichkeit, thermische Verluste von Gebäuden erheblich zu minimeren, bei denen eine Außendämmung nicht möglich oder erwünscht ist. Mit dem System »climacell inside« lässt sich der Wärmeschutz nach Herstellerangaben um 50 bis 70 Prozent verbessern, zugleich senkt die kapillaraktive Dämmung die Schimmelgefahr durch ein aktives Feuchtemanagement und ein hohes Trocknungspotential.

In Bauwerken, deren Fassaden wegen Denkmalschutzes, ästhetischer Erwägungen oder anderer Gründe nicht von außen gedämmt werden können, bieten Innendämmungen in der Regel den einzig gangbaren Weg, um den Wärmeschutz des Gebäudes zu verbessern. Aufgrund ihres dampfdiffusionsoffenen Aufbaus eignen sich »climacell inside« Cellulose-Innendämmungen für traditionelle Baumaterialien wie Sandstein, Vollziegel, Bruchstein, Klinker oder Fachwerk. Häufig eingesetzt wird das Dämmsystem daher in alten Bauernhäusern und Fachwerkhäusern, denkmalgeschützten Altbauten wie Stadthäusern, Gutshöfen, Gasthäusern, Mühlen, Leuchttürmen, Kirchen, Fabriken oder sogar Schlössern.

Die Cellulose-Innendämmung »climacell inside« besteht aus Cellulose mit einem geringen Kleberanteil sowie einem Wandabschluss aus Kalk- oder Lehm- Innenputz. Ihr Aufbau besitzt einen sehr geringen Widerstand gegen Dampfdiffusion und ist kapillaraktiv. Tauwasserkondensat an der Grenzschicht zwischen Mauerwerk und Dämmstoff, aber auch die überschüssige Luftfeuchtigkeit, die im Raum anfällt, wird durch die hohe kapillare Saugfähigkeit der Cellulosefasern gut verteilt und gespeichert und wieder abgegeben. Die Gefahr von Bauschäden und Schimmelpilzbildung wird dadurch signifikant gesenkt. Durch die Erhöhung der Oberflächentemperatur der Wandinnenflächen schafft die Cellulosedämmung mehr Behaglichkeit, und die Aufheizzeiten verringern sich deutlich. Eine Kombination mit Wand-Flächenheizungen ist sehr gut möglich.

Bei Häusern, deren Fassade nicht verändert werden soll, lässt sich der Energiestandard und die Wohnbehaglichkeit mit einer Cellulose-Innendämmung verbessern. Foto: Climacell

Die Umwelteigenschaften von »climacell inside« sind durch eine Rohstoff-, Emissions-, Umwelt- und Betriebsprüfung des Instituts für Qualitätsmanagement und Umfeldhygiene (IQUH) in Weikersheim bestätigt.

Die Cellulosedämmung wird direkt auf die Innenwand-Oberfläche aufgesprüht. Bei der Verarbeitung wird den Cellulosefasern ein geringer Kleberanteil über den separat am Sprühschlauch aufgesetzten Cellfloc Cobra Sprühkopf beigemischt. Die Schichtstärke der Cellulose bei der Verarbeitung bewegt sich im Regelfall zwischen 5 und 12 Zentimeter. Wandunebenheiten lassen sich bei der Verarbeitung gleich mit ausgleichen. Nach vollständiger Austrocknung wird die Cellulose direkt mit bauhygienischen Kalk- oder Lehmputzen verputzt.

»climacell inside« wird als Sackware geliefert und über spezielle Einblas- und Sprühgeräte fugenlos verarbeitet. Im Unterschied zu Plattenmaterial fällt daher kein Verschnitt an, welcher oftmals teuer entsorgt werden muss, und es können keine Wärmebrücken durch Ritzen etwa an Decken- und Innenwandanschlüssen entstehen. Nicht verbrauchte Sackware kann einfach zurückgegeben oder anderweitig verarbeitet werden.

CWA Cellulosewerk Angelbachtal GmbH, www.climacell.de

Mit einem geringen Kleberanteil werden die schadstoffgeprüften Cellulosedämmungen mittels Spezialmaschinen im Sprühverfahren auf die Innenwand aufgebracht. Foto: Climacell 

Eine Fassade aus Null und Eins am King Abdulaziz Center von Snøhetta

Eine Fassade aus Null und Eins am King Abdulaziz Center von Snøhetta

Für das außergewöhnliche Projekt King Abdulaziz Center for World Culture im Herzen der saudi-arabischen Ölfelder setzte der Glasfassadenspezialist seele den Entwurf des Architekturbüros Snøhetta in eine Fassade komplett aus Edelstahlrohren um. Nur durch die Verzahnung von modernsten Informationstech...

Schweizer Botschaft in Nairobi von ro.ma. Architekten

Schweizer Botschaft in Nairobi von ro.ma. Architekten

Die neue Schweizer Botschaft in der Hauptstadt Kenias bettet sich sanft in die Terrainlandschaft ein. Umfassungsmauer und Baukörper verschmelzen zu einem einheitlichen architektonischen Gebilde, das über hohe räumliche, funktionale und nachhaltige Qualitäten, über repräsentativ und zurückhaltend ges...

Hotel Domizil von DIA – Dittel Architekten

Hotel Domizil von DIA – Dittel Architekten

Das Tübinger Hotel Domizil wird von DIA – Dittel Architekten neu gestaltet und saniert. Im Fokus steht eine authentische, moderne Designsprache sowie die Neustrukturierung des Eingangs- und Restaurantbereichs.

Weitere Artikel:

Trinkwasserhygiene bei überdimensionierter Installation

Trinkwasserhygiene bei überdimensionierter Installation

Das Bezirksamt Berlin-Neukölln hat die Gefahr in der rund 22 Jahre alten Dreifeldsporthalle im Werner-Seelenbinder-Sportpark rechtzeitig erkannt: Durch lange und groß dimensionierte  Rohrleitungen und veränderte Nutzungsgewohnheiten in den Sanitärbereichen besteht erhöhte Verkeimungsgefahr für ...

Alles andere als oberflächlich!

Alles andere als oberflächlich!

Lange Zeit galt Putz als altmodisch und wurde häufig nur als B-Variante der möglichen Gestaltungsoptionen gesehen. Innovative Gebäudeinterpretationen plante man vorwiegend in anderen Werkstoffen. Warum? Vermutlich werden Putzfassaden allgemein als etwas Tradiertes und Solides wahrgenommen und stehen...

Asymmetrische Ziegel-Architektur

Asymmetrische Ziegel-Architektur

Baukörper, bei denen fast jede Ecke anders ist, sind eine Seltenheit. Eine davon findet sich mit dem Neubau des Forschungszentrums für Systembiologie der Otto-von-Guericke-Universität seit Oktober 2016 in Magdeburg. In dem viergeschossigen Gebäude arbeiten rund 180 Mitarbeiter und Wissenschaftler au...

Weitere Artikel:
Anzeige AZ-C1-300x250 R7

AZ Newsletter


Ihre E-Mail
 
   

Senden Sie mir die kostenlosen Nachrichten der AZ/Architekturzeitung per E-Mail zu. Meine Anmeldung erfolgt, nachdem ich die Datenschutzhinweise gelesen haben. Die Nachrichten können Werbung von Dritten enthalten. Mein Einverständnis zum Empfang der Nachrichten kann ich jederzeit widerrufen.

Fachwissen | Architekten + Planer

  • Betoninstandsetzung: Wer haftet wann und wie?
    Betoninstandsetzung: Wer haftet wann und wie? Die Ausführung von Betonerhaltungs-, Betonschutz- und –instandsetzungsmaßnahmen erfordert umfassende fachliche Qualifikationen. Der nachfolgende Beitrag nimmt Stellung zu Anforderungen, die sich…

Trinkwasserhygiene bei überdimensionierter Installation

Trinkwasserhygiene bei überdimensionierter Installation

Das Bezirksamt Berlin-Neukölln hat die Gefahr in der rund 22 Jahre alten Dreifeldsporthalle im Werner-Seelenbinder-Sportpark rechtzeitig erkannt: Durch lange und groß dim...

Alles andere als oberflächlich!

Alles andere als oberflächlich!

Lange Zeit galt Putz als altmodisch und wurde häufig nur als B-Variante der möglichen Gestaltungsoptionen gesehen. Innovative Gebäudeinterpretationen plante man vorwiegen...

Asymmetrische Ziegel-Architektur

Asymmetrische Ziegel-Architektur

Baukörper, bei denen fast jede Ecke anders ist, sind eine Seltenheit. Eine davon findet sich mit dem Neubau des Forschungszentrums für Systembiologie der Otto-von-Guerick...

Gebäudeschutz durch fachgerechte Gebäudedränung

Gebäudeschutz durch fachgerechte Gebäudedränung

Die Gebäudehülle ist permanent und über die gesamte Nutzungsdauer zahlreichen Belastungen ausgesetzt; im Bereich von erdberührten Bauteilen ist hier vor allem das Wasser ...

Entkalkung eines Dusch-WC

Entkalkung eines Dusch-WC

In Deutschland liegt die Wasserhärte aufgrund des erhöhten Kalkgehalts durchschnittlich im harten Bereich. Daher müssen Dusch-WCs genauso wie andere Haushaltsgeräte einer...

Siemens Konzernzentrale: Showroom für moderne Glastechnologie

Siemens Konzernzentrale: Showroom für moderne Glastechnologie

Für die Glasfassade des nachhaltigen Leuchtturmprojektes in München wurden 7.000 Quadratmeter UNIGLAS SUN Isolierglaseinheiten mit Super Spacer Abstandhalter sowie 1.000 ...

Dezentrale Lüftungsanlage im Einfamilienhaus

Dezentrale Lüftungsanlage im Einfamilienhaus

Das eigene Haus zu planen und zu bauen bringt viele Entscheidungen mit sich. Familie Lorenz hat ihr Projekt vollendet und genießt nun den Komfort ihres Eigenheims. Als Ar...

Universitätsneubau an geschichtsträchtigem Ort von Erick van Egeraat

Universitätsneubau an geschichtsträchtigem Ort von Erick van Egeraat

Am Augustusplatz in Leipzig wurde im Dezember 2017 ein architektonisch herausragender Gebäudekomplex fertiggestellt. Er setzt sich aus dem Neuen Paulinum (Aula und Univer...

Künstlerische Neugestaltung der Pfarrkirche St. Dionysius in Elsen

Künstlerische Neugestaltung der Pfarrkirche St. Dionysius in Elsen

Zeitgemäße Neuausmalung oder Konservierung des Bestands? Vor dieser Entscheidung stand die Gemeinde der römisch-katholischen Pfarrkirche St. Dionysius in Elsen, einem Sta...

Neuer Service für Architekten: Coating on Demand

Neuer Service für Architekten: Coating on Demand

Mit dem neuen Service »Coating on Demand« (CoD) ermöglicht AGC Interpane Architekten jetzt die Entwicklung einzigartiger Verglasungen, die exakt auf die Anforderungen von...

Weitere Artikel:


Anzeigen AZ-D1-300x600 R7

Wenn Sie die AZ/Architekturzeitung lesen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Datenschutzhinweis.

Dieses Fenster entfernen.