Start Innovation Rohbau Trennwände als runde Sache

Trennwände als runde Sache

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2014/1410/feco-trennwand-01.jpg

Mit dem Neubau eines »Innovation Centers« wollte ein Medizintechnikunternehmen aus Pforzheim nicht nur mehr Fläche schaffen, sondern darüber hinaus sollte eine effizientere Zusammenarbeit mit den Kunden ermöglicht und die Teamarbeit der technischen und wissenschaftlichen Teams optimiert werden. Die Systemtrennwände der Karlsruher feco Innenausbausysteme verleihen dem Neubau Struktur und unterstützen die Arbeitsabläufe.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2014/1410/feco-trennwand-02.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2014/1410/feco-trennwand-03.jpg

Heute ist das Medizintechnikunternehmen ADMEDES Schuessler GmbH mit über 600 Mitarbeitern Marktführer in der Herstellung hochpräziser Gefäßimplantate aus Nitinol. Zum Produktionsspektrum gehören u.a. Stents, Herzklappenhalterungen, orthopädische Implantate sowie Mikroinstrumentenbauteile. Schon fünf Jahre nach der Firmengründung baute man das erste eigene Gebäude mit 1.600 Quadratmetern Fläche. Mittlerweile umfasst der Firmenkomplex am Standort Pforzheim fünf Bauwerke. Der letzte Bauabschnitt sieht ein Flächenwachstum von 12.000 auf 28.000 Quadratmeter für Produktion, Labor- und Bürofläche vor. Insgesamt investiert der Pforzheimer Medizintechniker 30 Mio. Euro in das neue Gebäude. Spatenstich war im Herbst 2012, Fertigstellung im Sommer 2014.

Zwei gegenüberliegende, rechteckige Baukörper mit jeweils fünf Geschossen sowie einem Unter- und einem Zwischengeschoss sind durch einen zurückgesetzten als Staffelgeschosse ausgebildeten Mittelteil verbunden. In diesem befindet sich der Haupteingang mit dem Empfang sowie in den oberen Geschossen Besprechungsräume. Sowohl der Generalplaner Gewerbebau Schumacher und Partner als auch der Büroplaner stiegele büro + objekt haben dem Bauherren feco Innenausbausysteme empfohlen. Beide Unternehmen kennen den Trennwandhersteller schon von früheren Projekten.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2014/1410/feco-trennwand-04.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2014/1410/feco-trennwand-05.jpg

Im repräsentativen vierten Obergeschoss schließt die Nurglas-Konstruktion fecoplan, ausgeführt in 12 mm Einscheibensicherheitsglas, die Räume zum Loungebereich ab. Nur an Boden und Decke durch schmale Aluminiumprofile gehalten, sind die Glasscheiben in der Vertikalen rahmenlos transparent und reversibel verklebt. Anschlussprofile in einem dunklen Anthrazit mit Glimmereffekt (DB 703) korrespondieren mit den Zargen der Fenster. Mit 50 Millimeter Höhe ermöglichen sie die Aufnahme von Bautoleranzen und schaffen eine stabile Verbindung. Die bodenlaufenden Glasschiebetüren »fecoplan«, die zargenlos in die Nurglaswand integriert sind, unterstreichen den eleganten, großzügigen Eindruck der Geschäftsleitungsetage.

Um eine optimale Schallabsorption im Raum bei maximaler Schalldämmung von Raum zu Raum zu erreichen, sind die Zwischenwände als beidseitig akustisch wirksame Vollwände »fecophon« mit Eichenfurnier ausgebildet. Dabei ergibt die Akustikschlitzung mit einem Steg von 27 Millimetern und einer Fuge von 5 Millimetern ein ruhiges Bild. Trotz beidseitiger Schlitzung wird ein Schalldämmprüfwert von R w,P = 47 dB erreicht, da sich im Wandhohlraum mehrschichtige Dämmstoffe befinden. Die Verbindung zur Flurwand und zur Fensterfront erfolgt durch ein »fecoplan«-Glasschwert. Durch die Kombination der Nurglaskonstruktion fecoplan mit den Vollwänden fecophon wird Transparenz mit optimaler Schallabsorption und maximaler Schalldämmung vereint.

Das Büro des Firmenchefs ist durch eine zweischeibige Glastür in der Schallschutzklasse 3 vom Chefsekretariat getrennt. Diese weist einen Schalldämmprüfwert von R w,P = 42 dB auf. Damit ist sowohl Sichtkontakt als auch konzentriertes Arbeiten möglich. Die beiden Innenwände des Eckbüros sind als feco-Vollwandelemente mit beidseitiger Akustikschlitzung in Eichenfurnier ausgebildet.

In Zukunft muss das Büro für alle Arbeitsstile Orte bereithalten. Im dritten Obergeschoss, in dem ein Teil der Forschung und Entwicklung untergebracht ist, befindet sich eine Besonderheit. Hier kommt die Nurglas-Konstruktion fecoplan in einer gebogenen Ausführung sowohl bei Besprechungsräumen als auch bei vier »Telefonzellen« zum Einsatz. Die ca. einen Quadratmeter großen Telefonräume betritt der Mitarbeiter durch eine Glasdrehtür aus zehn Millimeter Einscheibensicherheitsglas. Die Aluminiumprofile sind auch hier wieder in dunklem Anthrazit gehalten und korrespondieren mit der Farbe des Teppichbodens. Zur Betonung der technischen Details ist die Schall-Ex-Bodendichtung der Glasdrehtür eloxiert und passt somit farblich zum Beschlag. Ein eichenfurniertes fecophon-Element mit einer beidseitigen Akustikbeplankung sorgt für die notwendige Schallabsorption beim Telefonieren. So sind die Kollegen, die an Teamarbeitsplätzen im offenen Raum sitzen, akustisch geschützt.

In dieser Etage sind die Räume mit Trockenbauwänden untergliedert und werden zum Flur hin durch die Nurglas-Konstruktion »fecoplan« mit integrierter Glasschiebetür abgeschlossen. Dadurch bilden sich Rückzugsmöglichkeiten, die dank der Transparenz Sichtkontakt ermöglichen. Den Farben rot und schwarz begegnet man im Gebäude oft. Kein Wunder, denn das Maskottchen von ADMEDES Schuessler ist der Marienkäfer. Er ist klein, kunstvoll und wandlungsfähig in seiner Entwicklung und hat damit vieles mit den Produkten des Unternehmens gemeinsam.

Die Besprechungsräume im ersten bis vierten Obergeschoss sind mit feco-Trennwänden ausgestattet. Ein Teil der Seitenwände besteht aus einer mit weißem Melaminharz beschichteten feco-Vorsatzschale. Auf einer Seite wurde jeweils in die Vorwandwandschale ein 70 Zoll Monitor flächenbündig integriert. Um auf die Kabel zugreifen zu können, ist die fecowand an den entsprechenden Stellen zu öffnen. Damit kein Hitzestau entsteht, ist dieser Teil hinterlüftet. Zur Schallabsorption und Schalldämmung sind die Flurwände sowie die weiteren Seitenwände als eichenfurnierte, akustische fecophon-Trennwände in einer 27 / 5 Schlitzung mit einem Schalldämmprüfwert von R w,P = 47 dB ausgebildet. Das integrierte Türelement weist einen Schalldämmprüfwert von R w,P = 37 dB auf. Die akustisch wirksame Rockphon-Faserdecke Pagos Oris ergänzt die gute Akustik in den Besprechungsräumen.

Individualität und Zukunftsorientierung sind Leitlinien von ADMEDES Schuessler. feco Innenausbausysteme hat daher über die Trennwände kundenspezifische Schreinerleistungen für ADMEDES Schuessler erbracht, wie zum Beispiel im Geschäftsleitungsbereich die Teeküche, zum Parkettboden passende furnierte Austrittsstufen zur Dachterrasse und die Empfangstheke im Erdgeschoss mit Einhausungen für Kopierer, Tresor, Verteilfächer und Garderobenschrank.

Bauherr
ADMEDES Schuessler GmbH, www.admedes.com
Architekt / Generalplaner: Gewerbebau Schumacher und Partner GmbH, www.gewerbebau-schumacher.de
Trockenbauer: Kara-Trockenbau GmbH, www.kara-trockenbau.de
Bauunternehmen: Gustav Epple Bauunternehmung GmbH, gustav-epple.de
Büroplaner: stiegele büro + objekt GmbH & Co. KG, www.stiegele-bo.de
Systemtrennwände: feco Innenausbausysteme GmbH, www.feco.de
Planung, Lieferung und Montage der Trennwände: Paul Feederle GmbH, www.feederle.de
Fotograf: Nikolay Kazakov, www.kazakov.de

Industriearchitektur: Neuer Praxisraum für das Geberit Informationszentrum in Lausanne

Industriearchitektur: Neuer Praxisraum für das Geberit Informationszentrum in Lausanne

Nach zwei Jahren erfolgreicher Schulungen in den neuen Praxisräumen im Informationszentrum von Geberit in Jona, erhält jetzt auch der Schulungsraum in Lausanne ein neues Gesicht. Sanitärprofis werden so in modernen und ansprechenden Räumen für die Installation der Geberit-Systeme geschult.

Umbau Wohn- und Geschäftsgebäude D17 in Ingolstadt von Bettina Kandler Architekten

Umbau Wohn- und Geschäftsgebäude D17 in Ingolstadt von Bettina Kandler Architekten

Das  Wohn- und Geschäftsgebäude D17 liegt städtebaulich in einer funktional wichtigen Lage am südlichen Eingangsbereich zur Altstadt von Ingolstadt und in unmittelbarer Nähe zur Donau. Archivierte Pläne gehen bei dem Wohn- und Geschäftshaus auf das Jahr 1878 zurück.

Frankfurter Buchmesse: Raum für Inspiration von schneider+schumacher

Frankfurter Buchmesse: Raum für Inspiration von schneider+schumacher

480 Quadratmeter Grundfläche, 6,5 Meter Höhe und eine selbsttragende Holzkonstruktion mit lichtdurchlässiger Membran – das ist der »Frankfurt Pavilion«, das neue Wahrzeichen der Frankfurter Buchmesse. Geplant und umgesetzt von schneider+schumacher, entsteht auf der 70. Frankfurter Buchmesse ein ikon...

Weitere Artikel:

Fassade mit Sandwichpaneele

Fassade mit Sandwichpaneele

Unkonventionell, homogen und auffällig – so präsentiert sich die Gebäudehülle eines neuen Wohnhauses im Stadtteil Ofenerdiek in Oldenburg. Realisiert wurde sie mit gedämmten Wand- und Dachelementen. Außen zieht das Wohnhaus mit einer einzigartigen Fassade die Blicke der Passanten auf sich. So wurde ...

Parkhaussysteme für urbane Zentren

Parkhaussysteme für urbane Zentren

Großstädte der USA gehören mit zu den verkehrsreichsten Städten der Welt. New York und Los Angeles liegen bei den Statistiken vorn: der Ärger über Parkgebühren, Staus oder Luftqualität gehört zum Alltag. Einer der großen Stressfaktoren in den urbanen Zentren ist der Parkplatzmangel, verschärft durch...

Zeitz Museum of Contemporary African Art (MOCAA)

Zeitz Museum of Contemporary African Art (MOCAA)

In Kapstadt hat sich ein historisches Getreidesilo zum Museum für zeitgenössische afrikanische Kunst gemausert. Die Architekten des Heatherwick Studio ließen die betonierten Wandungen der Kornkammern aufsägen und schufen damit ein Atrium von beinahe kathedralenhaftem Charakter. Neuer Beton verstärkt...

Weitere Artikel:
Anzeige AZ-C1-300x250 R7

AZ Newsletter


Ihre E-Mail
 
   

Senden Sie mir die kostenlosen Nachrichten der AZ/Architekturzeitung per E-Mail zu. Meine Anmeldung erfolgt, nachdem ich die Datenschutzhinweise gelesen haben. Die Nachrichten können Werbung von Dritten enthalten. Mein Einverständnis zum Empfang der Nachrichten kann ich jederzeit widerrufen.

Fachwissen | Architekten + Planer

Fassade mit Sandwichpaneele

Fassade mit Sandwichpaneele

Unkonventionell, homogen und auffällig – so präsentiert sich die Gebäudehülle eines neuen Wohnhauses im Stadtteil Ofenerdiek in Oldenburg. Realisiert wurde sie mit gedämm...

Parkhaussysteme für urbane Zentren

Parkhaussysteme für urbane Zentren

Großstädte der USA gehören mit zu den verkehrsreichsten Städten der Welt. New York und Los Angeles liegen bei den Statistiken vorn: der Ärger über Parkgebühren, Staus ode...

Zeitz Museum of Contemporary African Art (MOCAA)

Zeitz Museum of Contemporary African Art (MOCAA)

In Kapstadt hat sich ein historisches Getreidesilo zum Museum für zeitgenössische afrikanische Kunst gemausert. Die Architekten des Heatherwick Studio ließen die betonier...

Gipsfaserplatten für die Elbphilharmonie in Hamburg

Gipsfaserplatten für die Elbphilharmonie in Hamburg

Die großformatigen Gipsfaserplatten bestehen aus einem Vormaterial aus Naturgips. Sie zeichnen sich durch ihre Belastbarkeit, die Brandschutzeigenschaften (A1) und ihre h...

KanyaKage mit modernen Sanitäranlagen ausgestattet

KanyaKage mit modernen Sanitäranlagen ausgestattet

In Berlin-Kreuzberg eröffnete Ende April 2018 eine einzigartige Kunst- und Veranstaltungslocation. Nach den beiden Eigentümern KanyaKage benannt, ist der neue »Artspace« ...

Vakuum-Isolierglas und Explosionsschutz-Dünnglas

Vakuum-Isolierglas und Explosionsschutz-Dünnglas

Das neue Vakuum-Isolierglas (VIG) von AGC zeichnet sich durch eine Besonderheit aus: Uneingeschränkte Sicht ohne sichtbare Evakuierungsöffnungen. Es wird wie normales Iso...

Kunst im Tageslicht betrachtet

Kunst im Tageslicht betrachtet

Die Stiftung »Das Maximum« präsentiert im bayerischen Traunreut nahe dem Chiemsee bedeutende Werke zeitgenössischer Kunst, unter anderem von Georg Baselitz und Andy Warho...

Architekturbüro mit Sichtbetonfassade

Architekturbüro mit Sichtbetonfassade

Der Neubau eines Architekturbüros ist für alle Beteiligten am Bau eine Herausforderung, denn letztlich ist das Bürogebäude die in Beton gegossene Visitenkarte des Archite...

Die höhere Mathematik der Ästhetik

Die höhere Mathematik der Ästhetik

Mehr als 20 Jahre sind vergangen, seit beim Entwurf der Titanaußenhaut für das Guggenheim-Museum in Bilbao erstmals die CAD-Software CATIA für ein renommiertes Gebäude ei...

Schaltbares Glas

Schaltbares Glas

Halio hat die Ästhetik seines intelligenten schaltbaren Glas-Systems auf das Wesentliche reduziert: völlige Farbneutralität und natürliche Transparenz wie ein herkömmlich...

Weitere Artikel:

Anzeigen AZ-D1-D2-300x600 R7

Wenn Sie die AZ/Architekturzeitung lesen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Datenschutzhinweis.

Dieses Fenster entfernen.