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Start Innovation Rohbau Immanuel-Kirche Köln von Sauerbruch Hutton

Immanuel-Kirche Köln von Sauerbruch Hutton

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Häufig wird Kirchenbau mit Prunk und Protz gleichgesetzt. Mit der Immanuel-Kirche zeigt die evangelische Brückenschlaggemeinde Köln-Stammheim, dass es auch anders geht. Die Gemeinde um den damaligen Pfarrer Vorländer wurde 2004 mit der Nachbargemeinde Flittard zusammengelegt. Die Errichtung des neuen Gotteshauses stellte dabei eine große Herausforderung dar: Baukosten und -zeit sollten möglichst gering gehalten werden. Gleichzeitig galt es, ein architektonisch anspruchsvolles Gebäude zu errichten. Im Rahmen eines Architekturwettbewerbs erhielt schließlich der Entwurf der Berliner Architekten Sauerbruch Hutton den Zuspruch.

Holz als Baumaterial bietet zahlreiche Vorteile. Es ist nicht nur eine ästhetische und nachhaltige, sondern auch eine effiziente Lösung. Durch seine Beschaffenheit punktet Holz als hervorragender Wärmeschutz im Winter und Sommer gleichermaßen. Außerdem ermöglicht es leichte Strukturen und ist schnell zu verbauen. Um eine effiziente Lösung zu erzielen, kamen bei der Immanuel-Kirche innovative Holzprodukte wie »Kerto«-Furnierschichthölzer zum Einsatz. Das Furnierschichtholz verfügt über eine sehr hohe Festigkeit, Stabilität und Steifigkeit. Es ist sehr formstabil und daher großen statischen Herausforderungen gewachsen. Eine präzise und sehr detaillierte Elementfertigung ermöglichte die schnelle und reibungslose Montage der Einzelteile vor Ort. Die Bauzeit konnte somit stark beschleunigt und die Kirche in weniger als einem Jahr fertiggestellt werden. Gleichzeitig wurden durch die Verwendung von Holz die Baukosten gesenkt: Mit Gesamtbaukosten von 3,7 Millionen Euro blieb das Projekt genau in dem vorgesehenen Budgetrahmen.

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Die neue Immanuel-Kirche von Sauerbruch Hutton interpretiert den Bautypus der Basilika neu. Das Gebäude ist klar strukturiert, der Kirchenraum hell, ruhig und warm. Die Gestaltung ergibt sich allein aus dem einfachen, unmittelbar raumbildenden Tragsystem, das aus einer Rippenkonstruktion aus Furnierschichtholzbalken besteht. Holz, wohin man schaut.

Die vorgefertigten Furnierschichtholzelemente sind weiß gewachst. Einen sinnlichen Kontrapunkt hierzu bildet die Stirnwand des Kirchenraumes: Hinter einer Wand aus farbigen Holzlamellen verbirgt sich die Orgel. Das elf Meter hohe Mittelschiff lässt sich je nach Bedarf erweitern, indem die Seitenflügel mit Faltwänden aus Holz geöffnet werden. Der Raum wird durch diese besondere Konstruktionsart multifunktional genutzt. Täglich finden hier vielfältige Aktivitäten und Begegnungen statt: Vorträge, Konzerte, Feste.

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Seine Helligkeit bezieht der Kirchenraum zum einen durch das Himmelsfenster, ein Oberlicht über dem Altar, und zum anderen durch die mattierte Scheibe hinter der ansteigenden Empore. Insgesamt 160 Personen finden im Kirchenraum Platz, 60 weitere Besucher können auf den Stufen der Empore sitzen. Der ebenfalls holzverkleidete Glockenturm, 17 Meter hoch, kündigt das Gotteshaus vorne an der Straße an. Eine hölzerne Andachtskapelle, die durchgängig geöffnet ist, steht auf dem Vorplatz. Durch die besondere Anordnung des Gebäudeensembles im Halbrund um eine begrünte Mitte öffnet die Kirchengemeinde ihr Grundstück für die Allgemeinheit und leistet damit einen wertvollen Beitrag für eine lebendige Stadt.

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In ihrer Schlichtheit demonstriert die Immanuel-Kirche, wie aus weniger mehr wird. Sie belegt, dass die moderne Holzbautechnologie es mit jedem Massivbau aufnehmen kann. Das Gebäude fasziniert Kirchengänger, Anwohner und Fachpublikum gleichermaßen. Aufgrund seiner innovativen und effizienten Holzbauweise erhielt das Bauwerk den Deutschen Holzpreis 2015 und den Holzbaupreis NRW 2013. Sauerbruch Hutton erhielten für die Kirche den Deutschen Architekturpreis 2015 und den Kölner Architekturpreis 2014. Auch international fand der Bau bereits Anerkennung: 2015 stand die Immanuel-Kirche auf der Shortlist für den Mies van der Rohe Award, einer renommierten Auszeichnung der Europäischen Union für zeitgenössische Baukultur. Pfarrer Vorländer ist überzeugt, dass viele – fasziniert von der besonderen Architektur – den Weg in seine Kirche gefunden haben. Wiedergekommen seien sie dann wegen der Inhalte.

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