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warm edges: Optimierter Randverbund bei Isolierglas

 
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Mit der am 01. Oktober 2009 in Kraft getretenen novellierten EnEV ist der Randverbund als letzte Schwachstelle moderner Isolierglasfenster ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Die Defizite herkömmlicher Abstandhalter zeigen sich meist durch Tauwasserausfall im Randbereich von Isolierverglasungen. So genannte »warm edges« sollen dieses Phänomen verhindern – aber hier gibt es große Unterschiede. Das optimierte Randverbundsystem »ACSplus« weist laut Glas Trösch sehr gute Eigenschaften auf. Das flexible Silikonschaumprodukt mit mehrschichtiger Dampfsperre bietet eine optimierte Randverbundisolation.

Moderne Isoliergläser sind dank hocheffektiver »Low-E«-Wärmedämmbeschichtungen wie »SILVERSTAR« von Glas Trösch energetisch bis zur Grenze des technisch Machbaren optimiert. Die letzte Schwachstelle ist häufig der Randverbund. Herkömmliche Abstandhalter aus Aluminium besitzen eine hohe Wärmeleitfähigkeit und bilden so eine linienförmige Wärmebrücke – die Temperatur an der inneren Oberfläche der Verglasung sinkt zum Rahmen hin ab. Bei kalten Außentemperaturen tritt dann ein unerwünschtes physikalisches Phänomen auf: Die Luftfeuchte im Innenraum kondensiert auf den kälteren Randbereichen der Verglasung und kann langfristig Schimmelbildung am Rahmen verursachen. Schlecht isolierende Randverbundprofile vermindern außerdem die thermische Behaglichkeit und verschlechtern die Energiebilanz. Die Lösung bieten sogenannte »warm edges«, energetisch optimierte Abstandhalter, die für höhere Oberflächentemperaturen an der raumseitigen Glaskante sorgen. Sie reduzieren die Gefahr des Tauwasserausfalls auf ein Minimum. Auf diese Wirkungsweise ist der Name »ACSplus« zurückzuführen – »ACS« steht für »Anti Condensation System«.

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Das flexible Profil mit seinem dreifachen Dichtungssystem besteht aus einem thermisch fixierten Silikonstrukturschaum mit integriertem Trockenmittel zur Absorption von Feuchtigkeit. Es reduziert die Tauwasserbildung entlang der inneren Glaskante um bis zu 70 Prozent und sorgt so für ein gesundes Raumklima. Das Dichtungssystem schützt den Scheibenzwischenraum vor Feuchtigkeitseintritt oder Gasverlust. Die so erreichte Dampf- und Gasdiffusionsdichtheit sorgte bei Laborprüfungen für eine enorm erhöhte Lebensdauer von Isolierglasfenstern.

Silikonschaum zeichnet sich durch eine besonders hohe Elastizität bei gleichzeitig hervorragender Verformungsbeständigkeit aus, kann also unterschiedliche Dehnungen von Glas und Rahmenmaterialien aufnehmen ohne dauerhaft zu verformen. Starre Abstandhalter passen sich den durch UV-Strahlung, Temperaturwechsel, Windbelastung und Luftdruck verursachten natürlichen Expansions- und Kontraktionsbewegungen in Isolierglaseinheiten nicht an. Die Folge sind Spannungsrisse im Randverbund, die letztlich zu einem Dichtungsversagen führen können. Besonders positiv wirkt sich die hohe Verformungsbeständigkeit von »ACSplus« bei Dreifach-Isoliergläsern aus, da dort die natürlichen Pumpbewegungen noch stärker sind. Haltbarkeitstests unter Laborbedingungen zeigen: Der Schutz vor Spannungsrissen in Verbindung mit dem dreifachen Dichtungssystem und einer hohen Materialbeständigkeit gegen UV-Strahlung sowie Temperaturen aller Klimazonen macht mit »ACSplus« gefertigte Isolierglasfenster länger haltbar als herkömmliche Isolierglassysteme mit zweifacher Dichtungsebene. Durch die Verformbarkeit können auch fast unbegrenzt Sonderformen an Isoliergläsern hergestellt werden.

Herkömmliche Randverbundsysteme mit glänzender Oberfläche werden oft als optisch störend empfunden. »ACSplus« ist wahlweise in schwarz oder grau erhältlich und besitzt eine gleichmäßig glatte, samtig matte und reflexionsfreie Oberfläche. Eine computergesteuerte Einbau sorgt für einen geradlinigen Verlauf und exakte Eckausbildungen. Diese Gleichmäßigkeit ist besonders bei Dreifach-Isoliergläsern mit zwei parallelen Abstandhalterprofilen von großer Bedeutung. Einen optischen Vorteil bringt »ACSplus« durch seine niedrige Seitenansicht. Aufgrund der hohen Gestaltungsansprüche werden immer schmalere Profile und Rahmen entwickelt. Daher haben die meisten Kunststoff- und Holzfenster nur noch sehr niedrige Glaseinstände und Dichtungen. Hohe Standard-Abstandhalter werden dadurch schnell sichtbar. »ACSplus« ist bei variabler Profilbreite zwischen 8 und 22 Millimeter nur 7,3 Millimeter hoch - die Seitenansicht beträgt daher vom Glasrand aus nicht mehr als 10,3 Millimeter.

 Nicht zuletzt erzielt »ACSplus« gute Werte bei der thermischen Isolierung und erhöht so mit der inneren Glasoberflächentemperatur auch die Behaglichkeit im Innenraum. Mit einer thermischen Leitfähigkeit von nur 0,125 W/mK ist Silikonschaum erheblich weniger wärmeleitfähig als Aluminium. Dadurch lässt sich der Uw-Wert eines Fensters mit »ACSplus« um bis zu 0,1 W/m2K reduzieren, was eine deutliche Energie- bzw. Heizkosteneinsparung ergibt. So ermittelte das ift Rosenheim beispielsweise für ein einflügeliges, 148 Zentimeter hohes und 123 Zentimeter breites Einfachfenster mit »SANCO SILVERSTAR ENplus« Dreifach-Verglasung und einem Holzrahmenanteil von 30 Prozent eine Verbesserung des Uw-Wertes von 1,1 auf 0,99 W/m2K. Nimmt man eine Außentemperatur von -10°C und eine Innentemperatur von +20°C an, so steigt die Oberflächentemperatur im Randbereich der Glasinnenseite durch den Einsatz von »ACSplus« im Vergleich zu einem herkömmlichen Abstandhalter aus Aluminium um 4,1°C. Zur genauen Beurteilung der Tauwassergefahr ermittelte das ift auch die kritische Außenlufttemperatur, die bei einer Innenraumtemperatur von 20° und einer relativen Raumluftfeuchte von 50% im inneren Glasrandbereich des Fensters zur errechneten Taupunkttemperatur von 9,3°C führen würde. Mit »ACSplus« beträgt diese -17,7°C – mit Aluminium-Abstandhalter wären es nur 5,4°C.

Energetisch optimierte Abstandhalter schließen die die größte Schwachstelle in der Energieeffizienz von Isolierglasfenstern. »ACSplus« sorgt durch seine Verformungsbeständigkeit für eine lange Lebensdauer des Isolierglasfensters und besitzt als zusätzlichen Vorteil eine flache, edel matte Optik. Die Vorteile liegen auf der Hand und gewinnen noch an Relevanz, wenn energetisch optimierte Abstandhalter voraussichtlich mit der EnEV 2012 verbindlicher Standard werden.

Glas Trösch Beratungs GmbH, www.glastroesch.de

Oberstes Foto: Berschneider + Berschneider Architekten, Neumarkt i.d. OPf

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