Anzeige AZ-A2-728x90 R7
Start Innovation Sanitärtechnik Neustrukturierung der Alfons-Kern-Schule in Pforzheim

Neustrukturierung der Alfons-Kern-Schule in Pforzheim

http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1004/Alfons-Kern-Schule_Bild-1B.jpg


http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1004/Alfons-Kern-Schule_Bild-1A.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1004/Alfons-Kern-Schule_Bild-2B.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1004/Alfons-Kern-Schule_Bild-3A.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1004/Alfons-Kern-Schule_Bild-3B.jpg
Mehr Platz für Bildung hat die Stadt Pforzheim im Zuge der Neustrukturierung der gewerblichen Alfons-Kern-Schule geschaffen. Die Schule wurde nach dem Pforzheimer Architekten und Historiker Alfons Kern benannt, der als Stadtbaumeister im schwäbischen Pforzheim zuständig war.

Zum Schuljahresbeginn im September 2009 wurden auf dem ehemaligen Parkhaus-Areal »Deimlingstraße« vier Teilneubauten der gewerblichen Berufsschule eröffnet. Das Projekt wurde im Rahmen eines Public-Private-Partnership-Models (PPP) realisiert – auch als Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP) bezeichnet – und erhielt schon kurz nach seiner Fertigstellung als erstes Schulprojekt in Baden-Württemberg den »Innovationspreis PPP 2009«. 

Der Entwurf stammt von den Generalplanern agn Niederberghaus & Partner, das Generalunternehmen BAM Deutschland AG realisierte das PPP-Projekt innerhalb von 18 Monaten. In der Gemeinschaft mit Müller-Altvater Gebäudemanagement und Babcock & Brown übernahm die BAM die Ausführungsplanung, den Bau und die Gebäudebewirtschaftung auf 30 Jahre. Über diesen Zeitraum hinweg mietet die Stadt Pforzheim das Schulgebäude sowie den Schulbetrieb, bleibt aber Grundstückseigentümer. Nach Ablauf der Vertragslaufzeit erfolgt der Besitzübergang der Schulgebäude an die Stadt.

In Pforzheim gelang eine sensible städtebauliche Einbindung der neuen Baukörper auf dem dreieckigen Grundstück mit einem zentral angelegten Schulhof als identitätsbildende Mitte.

Bei der Planung der technischen Gebäudeausstattung setzen die Verantwortlichen auf die Nutzung natürlicher Ressourcen und Umweltenergien. Sie entwickelten ein innovatives Heiz- und Klimakonzept, das die Energie-, Wasser-, Wartungs- und Instandhaltungskosten auf Dauer erheblich reduziert. Der SHK-Fachbetrieb Essenpreis Haustechnik aus Östringen war maßgeblich an der Umsetzung beteiligt. Beheizt werden die Gebäude durch thermische Bauteilaktivierung (BTA) mit Luft als Heiz- bzw. Kühlmedium. Sie zirkuliert in den Rohrleitungen der massiven Geschossdecken. Die für das Komfort-Empfinden und für die Leistungsfähigkeit der Schüler wichtige Frischluft-Versorgung erfolgt über eine kontrollierte Be- und Entlüftung der Räume, die den Heizwärmebedarf aufgrund der Wärmerückgewinnung im Vergleich zur konventionellen Fensterlüftung erheblich senkt. Zur Effizienzsteigerung der Lüftungsgeräte wurde das Abluftsystem an Sole-Erdwärmetauscher gekoppelt. Sie verwenden die übertragene Temperatur des Erdreichs im Winter zur Vorwärmung. Im Sommer lässt sich die Raumlufttemperatur durch die Zulufttemperatur des Wärmetauschers somit kostensparend senken. 

http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1004/Alfons-Kern-Schule_Bild-5A.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1004/Alfons-Kern-Schule_Bild-5B.jpg


Die Sanitärbereiche sind zurückhaltend und einfach konzipiert, unter technischen Gesichtspunkten betrachtet jedoch hochwertig ausgestattet. Vom Armaturenhersteller Schell wählten die Planer und der Betreiber gemäß der ausschlaggebenden Kriterien Hygiene, Optik, Funktionssicherheit, Wassereinsparung, Wirtschaftlichkeit und Beständigkeit die robusten Dusch-Armaturen »Linus SC« mit Selbstschluss-Funktion sowie elektronische Schell Waschtisch-Armaturen »Puris E« mit 230V Netzanschluss. Beide Armaturen-Typen ermöglichen die für den Schulbetrieb wichtige thermische Desinfektion, die in allen Sanitärbereichen in regelmäßigen Abständen durchgeführt wird und Schülern und Lehrern dauerhafte Sicherheit vor Keimen und Bakterien – insbesondere Legionellen – garantiert. In den Schulferien wird diese vorbeugende Desinfektionsmaßnahme jeweils am letzten Wochentag vor Schulbeginn durchgeführt.

Die Waschtisch-Armaturen »Puris E« gewährleisten aufgrund der berührungslosen Nutzung ein sehr hohes Maß an Hygiene. Dies ist deshalb wichtig, weil neben Auszubildenden in Berufen der Kraftfahrzeug-, Installations- und Metallbautechnik auch Schüler in Kör-perpflegeberufen und der Nahrungsmitteltechnik unterrichtet werden. Bäcker und Fleischer lernen hier ihr Handwerk – in Theorie und Praxis. Die berührungslose Anwendung von »Puris E« dient den Schülern somit als anschauliches Beispiel, wie vorbildliche Hygiene funktioniert. Um mögliche Keimbildung an selten genutzten Waschplätzen während des Schulbetriebs sowie auch in Ferienzeiten zu unterbinden, verfügt die Schell-Armatur zusätzlich über ein automatisches Hygienespülprogramm, das 20 Sekunden anhält und sich stets 24 Stunden nach der letzten Spülung oder Benutzung wiederholt. 

http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1004/Alfons-Kern-Schule_Bild-6A.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1004/Alfons-Kern-Schule_Bild-6B.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1004/Alfons-Kern-Schule_Bild-7.jpg

Bei der Dusch-Armatur »Linus SC« wurde die Betätigungsplatte in der vandalensicheren Edelstahlausführung gewählt. Alle technischen Bestandteile dieser Armatur sind sicher in der Wand installiert. Die Bedienelemente sind aus verchromtem Messing. »Linus SC« verfügt über eine Kartuschentechnik, hat einen sehr kurzen Auslöseweg und ein angenehm leichtes Drehverhalten beim Thermostatregler. Ein fester Anschlag im Regler sichert zum Schutz vor Verbrühung die in Schulen erlaubte Maximaltemperatur. Sie darf laut Arbeitsstätten-Richtlinie (ASR) die Auslauftemperatur von 45°C nicht überschreiten. Aufgrund der stufenlos variablen Laufzeiteinstellung zwischen 10 und 30 Sekunden lassen sich bei der »Linus SC« persönliche Komfortwünsche mit sparsamem Haushalten beliebig kombinieren.

In puncto Energieeffizienz und Trinkwassereinsparung gingen die Planer der Alfons-Kern-Schule über die gesetzlichen Anforderungen hinaus: Das warme Wasser für Duschen und Waschtische erzeugt eine solarthermische Anlage, hochentwickelte Armaturentechnik – unter anderem von Schell – reduziert dabei den Gesamtverbrauch. Oberflächenwasser aus Regenergüssen und Schneeschmelze wird in unterirdischen Behältern bevorratet und als so genanntes Grauwasser überall dort verwendet, wo keine Trinkwasserqualität erforderlich ist – für WC- und Urinalspülungen. 


Schell GmbH & Co. KG Armaturentechnologie, www.schell.eu

BAM Deutschland AG, www.bam-deutschland.de

 

Mayfair Residential Tower in Melbourne von Zaha Hadid Architects

Mayfair Residential Tower in Melbourne von Zaha Hadid Architects

Der Mayfair Residential Tower von Zaha Hadid Architects entsteht an der St. Kilda Road in Melbourne, einem Bezirk weit ausserhalb der Innenstadt von Melbourne. Die Formen der Fassade ermöglichen große Balkone für jede Wohnung und spektakuläre Ausblicke auf den Royal Botanic Garden, Port Phillip Bay,...

Sansibar by Breuninger von DIA – Dittel Architekten

Sansibar by Breuninger von DIA – Dittel Architekten

DIA – Dittel Architekten verantwortet die Gestaltung und architektonische Umsetzung der Sansibar by Breuninger im neuen Dorotheen Quartier in Stuttgart. Das Restaurant ist eine Kooperation des Mode- und Lifestyle-Unternehmens Breuninger mit Herbert Secklers Kultrestaurant auf Sylt. Ziel des Designko...

Hunke Juwelier und Optik von der Ippolito Fleitz Group

Hunke Juwelier und Optik von der Ippolito Fleitz Group

Familie Hunke führt seit vielen Jahren erfolgreich Juwelier und Optikergeschäfte in zentraler innerstädtischer Lage in Ludwigsburg, unweit von Stuttgart. Um die führende Position in der Region halten und auf ein solides Fundament für die nächsten Generationen bauen zu können, sollten Schmuck, Uhren ...

Weitere Artikel:

Kita in Weißenfeld von Grund Architekten

Kita in Weißenfeld von Grund Architekten

Über hundert Jahre wurde in der Schnapsbrennerei in Weißenfeld hochprozentiger Alkohol aus Kartoffeln für medizinische Zwecke hergestellt. Um das Gebäude zu erhalten und weiterhin sinnvoll zu nutzen, wählten die Betreiber einen recht ungewöhnlichen Weg: die Umwandlung der Brennerei Weißenfeld in ein...

Aussichtsplattform Wolkenhain: Landmarke der IGA

Aussichtsplattform Wolkenhain: Landmarke der IGA

Bis Oktober ist Berlins östlichster Stadtbezirk Standort für die Internationale Gartenausstellung (IGA), zu der rund zwei Millionen Gäste aus Europa erwartet werden. Die neue Parklandschaft, welche die Grün Berlin GmbH im Auftrag des Bezirksamts Marzahn-Hellersdorf realisierte, breitet sich in einem...

Holz-Hybridbau mit Keramikfassade

Holz-Hybridbau mit Keramikfassade

H7, das Bürohaus von Andreas Heupel Architekten im alten Stadthafen von Münster, ist ein siebengeschossiger Holz-Hybridbau, der neue Maßstäbe im Hinblick auf Ökologie und Wirtschaftlichkeit setzt: Holz und Stahlbeton sind hier in Verbund gefasst.

Weitere Artikel:
Anzeige AZ-C1-300x250 GDC

AZ Newsletter

Ihre E-Mail
 Anmelden  Abmelden

Der Newsletter der AZ/Architekturzeitung ist kostenlos und kann jederzeit unkompliziert abbestellt werden.

Fachwissen | Architekten + Planer

Kita in Weißenfeld von Grund Architekten

Kita in Weißenfeld von Grund Architekten

Über hundert Jahre wurde in der Schnapsbrennerei in Weißenfeld hochprozentiger Alkohol aus Kartoffeln für medizinische Zwecke hergestellt. Um das Gebäude zu erhalten und ...

Aussichtsplattform Wolkenhain: Landmarke der IGA

Aussichtsplattform Wolkenhain: Landmarke der IGA

Bis Oktober ist Berlins östlichster Stadtbezirk Standort für die Internationale Gartenausstellung (IGA), zu der rund zwei Millionen Gäste aus Europa erwartet werden. Die ...

Holz-Hybridbau mit Keramikfassade

Holz-Hybridbau mit Keramikfassade

H7, das Bürohaus von Andreas Heupel Architekten im alten Stadthafen von Münster, ist ein siebengeschossiger Holz-Hybridbau, der neue Maßstäbe im Hinblick auf Ökologie und...

Schiebefenster mit großer Öffnungsbreite und Insektenschutz

Schiebefenster mit großer Öffnungsbreite und Insektenschutz

Die Profile des Fensters »cero« messen trotz der möglichen 15 Quadratmeter großen Scheibenelemente gerade einmal 34 Millimeter. Für die jeweiligen Anforderungen an Wärmed...

Zaha Hadid: das Learning and Library Center in Wien

Zaha Hadid: das Learning and Library Center in Wien

Die neue Wirtschaftsuniversität in Wien ist die größte der Europäischen Union. Bisher befand sich die alte Wirtschaftsuniversität in einem Gebäude aus den 1970er-Jahren. ...

Haus Mayer-Kuckuk von Architekt Wolfgang Döring

Haus Mayer-Kuckuk von Architekt Wolfgang Döring

Es ist ein eigenwilliges Gebäude, das 1967 nach dem Entwurf des Architekten Wolfgang Döring in nur sechs Tagen auf einem Erbpachtgrundstück der Elly-Hölterhoff-Böcking-St...

Oberflächentrends bei Innentüren

Oberflächentrends bei Innentüren

Die heutigen Sortimentsdimensionen des Bauens und Planens verlangen nach strukturierten Lösungen für Oberflächen wie beispielsweise bei Innentüren. Aufgrund des Überangeb...

Keukenhof in Lisse bei Amsterdam von Mecanoo

Keukenhof in Lisse bei Amsterdam von Mecanoo

Der Keukenhof in Lisse bei Amsterdam ist das internationale Schaufenster der niederländischen Blumenzucht. In den acht Wochen von Anfang März bis Mitte Mai wird dort geze...

Kalksandstein mit neuen technischen Möglichkeiten

Kalksandstein mit neuen technischen Möglichkeiten

Der Baustoffhersteller Heidelberger Kalksandstein hat technische Grenzen zugunsten des Designs erweitert. Das Produktionsverfahren der Kalksandsteine unterstützt nun den ...

Frischer Wind fürs Flachdach

Frischer Wind fürs Flachdach

Ist die Dampfsperre auch wirklich trocken? Der neue »SitaVent Revision« erlaubt jederzeit einen prüfenden Blick auf den Status unterhalb der Wärmedämmung. Immer wieder vo...

Weitere Artikel:


Anzeige AZ-D1-300x600 R7

Wenn Sie die AZ/Architekturzeitung lesen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Datenschutzhinweis.

Dieses Fenster entfernen.