Anzeige AZ-A2-728x90 R7
Start Innovation Türen/Tore Büroneubau Laces von kadawittfeldarchitektur

Büroneubau Laces von kadawittfeldarchitektur

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1208/kadawittfeldarchitektur-hoermann-tueren-1.jpg

Mit seinem Büroneubau »Laces« setzt der Sportartikelhersteller adidas auf gute Architektur, um kreative Köpfe aus aller Welt nach Herzogenaurach zu locken. Der ringartig angelegte Baukörper nimmt gestalterisch mehrfach Bezug auf die Marke mit den drei Streifen und lehnt sich in seiner Qualität eng an das anspruchsvolle Leitbild des Unternehmers Adi Dassler an.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1208/kadawittfeldarchitektur-hoermann-tueren-3.jpg

Das neue Forschungs- und Entwicklungsgebäude auf dem adidas-Campus »World of Sports« folgt in seiner architektonischen Qualität dem Leitspruch des Firmengründers Adi Dassler: »Jeder Athlet sollte den für ihn und seine Disziplin optimal angepassten Schuh erhalten.« Demgemäß en twickelte kadawittfeldarchitektur einen Baukörper, der den Bedürfnissen der Mitarbeiter auf den Leib geschneidert ist und dessen Architektur und Raumatmosphäre das markenimmanente Qualitätsbewusstsein des weltbekannten Sportartikelherstellers widerspiegeln.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1208/kadawittfeldarchitektur-hoermann-tueren-2.jpg

Dabei ist es den Architekten auf gelungen, ihren Entwurf mit einer gestaltprägenden Hommage an die Basis des Erfolges von adidas zu krönen, die zugleich namensgebend für die ringartige Gebäudestruktur ist: Filigrane Verbindungsstege, sogenannte Laces (englisch für »Schnürsenkel«), scheinen den Baukörper regelrecht zusammenzuschnüren, genau so als würde man einen Schuh binden. Diese »Laces« erinnern an die 1924 von den Gebrüdern Dassler in Herzogenaurach gegründete Schuhfabrik, der Geburtsstätte des ersten reinen Fußballschuhs, der Stollen und vieler weiterer Erfindungen, die wegweisend für die Schuh- und Bekleidungsindustrie der Sportbranche waren.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1208/kadawittfeldarchitektur-hoermann-tueren-4.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1208/kadawittfeldarchitektur-hoermann-tueren-5.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1208/kadawittfeldarchitektur-hoermann-tueren-6.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1208/kadawittfeldarchitektur-hoermann-tueren-7.jpg

Einen weiteren Hinweis auf das unverwechselbare Erscheinungsbild der Marke adidas geben die weiß emaillierten Brüstungsbänder an den glatten und scharfkantigen Fassaden, die an die fast schon legendären Streifen erinnern, die sich sowohl im Firmenemblem als auch auf den Schuhen und Trikots finden. Diese identitätsstiftenden Metaphern tragen mit dem ringartig angelegten Grundriss, der sich um das helle Atrium schlängelt und über die kreuzenden »Laces« strategisch geschickt verbunden ist, entscheidend dazu bei, den vornehmlich jungen Mitarbeitern aus der ganzen Welt einen unverwechselbaren Ort zu präsentieren, der den kreativen Arbeitsprozess jedes Einzelnen beflügelt, weil er Bewegung und Dynamik vermittelt.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1208/kadawittfeldarchitektur-hoermann-tueren-8.jpg

Wenngleich die Bürozonen räumlich und flächenmäßig den größten Bereich einnehmen, entspricht das Laces keineswegs dem Bild eines typischen Bürogebäudes. Die weiße und hellgraue Farbgebung der sogenannten Office Module schafft eine atelierartige Atmosphöre für die kreative Arbeit an Textilien, Schuhen, Bällen und Accessoires wie Taschen oder Mützen. Niemand muss in abschotteten Think Tanks einsam an Ideen brüten, vielmehr kann jeder seinen nachdenklichen Blick entweder über die fränkische Landschaft schweifen lassen oder sein Auge auf das Treiben im hellen Atrium richten, um seinen Synapsen zu neuen Impulsen zu verhelfen. Wem nach Ablenkung oder fachlichem Austausch ist, der findet überall dort, wo die Verbindungsstege aus dem Atrium in den Gebäuderiegel münden, informelle Kommunikationsbereiche mit Teeküchen und Pausenbalkonen. Die durch Glaswände abgetrennten Lounges tragen die Namen bekannter adidas-Produkte wie Bounce, Freestyle, Teamgeist oder World Cup.

Ein weiterer Bereich ist das Innovation Valley, das sich innerhalb des Atriums rund um einen tiefer liegenden, begrünten Innenhof konzentriert. Hier im Untergeschoss sind die Produktions- und Entwicklungsabteilungen angesiedelt, wo an neuen Produkten geforscht und getüftelt wird. Wer Glück hat, trifft im »Athlete Services«-Bereich auf Vertragsathleten, Mannschaften und VIPs, die hier für ihre individuell angefertigten Produkte Maß nehmen lassen oder sie entgegennehmen und testen.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1208/kadawittfeldarchitektur-hoermann-tueren-11.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1208/kadawittfeldarchitektur-hoermann-tueren-12.jpg

Maßgefertigt ist aber auch das Möblierungskonzept in den flexibel angelegten Office Modulen, die sehr einfach an Än-derungen in der Belegung und Organsisation angepasst werden können. Anders als heutige Standardmöbel erfüllt das eigens entwickelte Konzept »Workout« neben der üblichen adHoc-Kommunikation vor allem das Arbeiten an und mit dem Produkt. So wurde zum Beispiel ein spezielles Schrank- und Regalsystem entwickelt, das nicht nur für das Einstellen von 08/15-Ordnern gedacht ist, sondern auch Platz für Schuhe, Textilien und Accessoires bietet oder als Raumteiler fungieren kann.

So speziell und detailgenau man darauf bedacht war, die Erschließung, Funktion und Atmosphäre den jeweiligen Bedürfnissen und Nutzungen anzupassen, so harmonisch und logisch zeigt sich in der Gesamtheit das Erscheinungsbild des Gebäudes. Maßgeblich ist diese Harmonie auf das frühzeitige Ineinandergreifen aller beteiligten Fachplanungen zurückzuführen, welches problematische Schnittstellen gar nicht erst entstehen ließ, weil man sie progressiv anging und frühzeitig nach passenden und optimalen Lösungen suchte.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1208/kadawittfeldarchitektur-hoermann-tueren-13.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2012/1208/kadawittfeldarchitektur-hoermann-tueren-14.jpg

Dieses Vorgehen zahlte sich auch in Bereichen aus, die vordergründig wenig mit Gestaltung in Zusammenhang stehen, sich jedoch optisch durchaus ins Spiel bringen können. Typische Beispiele sind die Tragkonstruktion, Gebäudetechnik und Brandschutzanforderungen. Für Letzteres konnte Hörmann seine Kompetenz und Qualität speziell bei den Türen unter Beweis stellen: Mehr als 300 Feuer- und Rauchschutztüren des Typs »STS«, »H3« und »H16« in T30 und T90 gewährleisten im Laces einen sicheren Schutz vor Brandüberschlag in Durchgängen. Zudem erfüllen stumpf einschlagende Türen, Edelstahlbänder und Ausführungen mit Schattenfugen überall dort die optischen Ansprüche, wo Publikumsverkehr dies bedingt. Für größere Öffnungen lieferte Hörmann Feuer- und Rauchschutz-Schiebetore in T30/T90.

Hörmann KG Verkaufsgesellschaft, www.hoermann.de

Bauvolumen: BGF 62.000 m², BRI 356.000 m³, Büroflächen 29.000 m²

Realisierung: 2008 - 2011

Bauherr : adidas AG, Herzogenaurach

Architekten: kadawittfeldarchitektur GmbH, www.kadawittfeldarchitektur.de

Projektpartner:
Dipl.-Ing. Arch. Dirk Zweering
Stellvertretende Projektleitung
Dipl.-Ing. Arch. Christoph Helmus

Projektmanagement: DU Diedrichs, München

Bauleitung: CL-MAP GmbH, München

Freiraumplaner: Adler+Olesch, Nürnberg

Statik: Weischede, Herrmann + Partner, Stuttgart

Fassadenplanung: PBI, Wertingen

Bauphysik: Ingenieurgesellschaft für Bauphysik TOHR, Bergisch-Gladbach

Brandschutz: hhpBerlin, München

Planung und Bauleitung technische Gebäudeausrüstung:
Planungsgruppe M+M, Böblingen
in Kooperation mit Jürgensen + Baumgartner, Pliezhausen (Bauleitung)
in Kooperation mit Bartenbach Lichtlabor, Aldrans / Inns-bruck

Organisationsberatung: M.O.O.CON, Frankfurt/Main

Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination: Genesis Umwelt Consult, Schwabach

Kommunikationsdesign: büro uebele, Stuttgart

Design Büromöbel: Kinzo, Berlin

Möblierungsplanung Sonderbereiche: kadawittfeldarchitektur, Aachen

 

Eine Fassade aus Null und Eins am King Abdulaziz Center von Snøhetta

Eine Fassade aus Null und Eins am King Abdulaziz Center von Snøhetta

Für das außergewöhnliche Projekt King Abdulaziz Center for World Culture im Herzen der saudi-arabischen Ölfelder setzte der Glasfassadenspezialist seele den Entwurf des Architekturbüros Snøhetta in eine Fassade komplett aus Edelstahlrohren um. Nur durch die Verzahnung von modernsten Informationstech...

Schweizer Botschaft in Nairobi von ro.ma. Architekten

Schweizer Botschaft in Nairobi von ro.ma. Architekten

Die neue Schweizer Botschaft in der Hauptstadt Kenias bettet sich sanft in die Terrainlandschaft ein. Umfassungsmauer und Baukörper verschmelzen zu einem einheitlichen architektonischen Gebilde, das über hohe räumliche, funktionale und nachhaltige Qualitäten, über repräsentativ und zurückhaltend ges...

Hotel Domizil von DIA – Dittel Architekten

Hotel Domizil von DIA – Dittel Architekten

Das Tübinger Hotel Domizil wird von DIA – Dittel Architekten neu gestaltet und saniert. Im Fokus steht eine authentische, moderne Designsprache sowie die Neustrukturierung des Eingangs- und Restaurantbereichs.

Weitere Artikel:

Heimathafen

Heimathafen

Der Hafen in Offenbach entwickelt sich zu einem begehrten Stadtquartier. Auf der Hafeninsel bieten nun neun Punkthäuser optimale Sichtbezüge zum Wasser. Geräusche von außen oder aus benachbarten Wohnungen sind in den mit Kalksandstein »KS-QUADRO« gemauerten Häusern kein Thema.

Brandschutzwächter mit Sicherheitsring

Brandschutzwächter mit Sicherheitsring

Eine smarte Brandschutzmanschette, die im Brandfall groß heraus kommt und dem Feuer den Weg versperrt. Fest verbunden mit dem Verstärkungsblech für Stahltrapezprofildächer. Das ist die ebenso einfache wie geniale Idee, auf der die neuen »SitaFireguard« Gullys und Lüfter basieren.

Verwaltungsgebäude der SüdWestStrom von Steimle Architekten

Verwaltungsgebäude der SüdWestStrom von Steimle Architekten

Mit dem Verwaltungsgebäude der SüdWestStrom wird das Ensemble der vorhandenen Technik- und Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Tübingen komplettiert. Der Entwurf des Büros Steimle Architekten schafft gleichermaßen die Verbindung zum umliegenden Areal aber auch die kontrastierende Wirkung durch die dur...

Weitere Artikel:
Anzeige AZ-C1-300x250 R7

AZ Newsletter


Ihre E-Mail
 
   

Senden Sie mir die kostenlosen Nachrichten der AZ/Architekturzeitung per E-Mail zu. Meine Anmeldung erfolgt, nachdem ich die Datenschutzhinweise gelesen haben. Die Nachrichten können Werbung von Dritten enthalten. Mein Einverständnis zum Empfang der Nachrichten kann ich jederzeit widerrufen.

Fachwissen | Architekten + Planer

  • Problemzone Wärmebrücke
    Problemzone Wärmebrücke Mit den steigenden Anforderungen an die energetische Qualität von Gebäuden gewinnen Details und damit auch kleine Problemzonen immer mehr an…

Heimathafen

Heimathafen

Der Hafen in Offenbach entwickelt sich zu einem begehrten Stadtquartier. Auf der Hafeninsel bieten nun neun Punkthäuser optimale Sichtbezüge zum Wasser. Geräusche von auß...

Brandschutzwächter mit Sicherheitsring

Brandschutzwächter mit Sicherheitsring

Eine smarte Brandschutzmanschette, die im Brandfall groß heraus kommt und dem Feuer den Weg versperrt. Fest verbunden mit dem Verstärkungsblech für Stahltrapezprofildäche...

Verwaltungsgebäude der SüdWestStrom von Steimle Architekten

Verwaltungsgebäude der SüdWestStrom von Steimle Architekten

Mit dem Verwaltungsgebäude der SüdWestStrom wird das Ensemble der vorhandenen Technik- und Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Tübingen komplettiert. Der Entwurf des Büros ...

glasstec: Individualität in Architektur und Interieur

glasstec: Individualität in Architektur und Interieur

Zur glasstec 2018 in Düsseldorf stellt AGC Interpane viele neue und optimierte Produkte vor, die ganz im Zeichen der Individualität stehen: Sonnenschutzglas mit optimiert...

Maersk Tower von C.F. Møller Architects

Maersk Tower von C.F. Møller Architects

Der Maersk Tower von C.F. Møller Architects ist ein hochmodernes Forschungsgebäude, dessen innovative Architektur den optimierten Rahmen für erstklassige Gesundheitsforsc...

Restaurierung des alten Gerichtsgebäudes im Andreas Quartier, Düsseldorf

Restaurierung des alten Gerichtsgebäudes im Andreas Quartier, Düsseldorf

Von der ursprünglichen blauen Farbigkeit im Entree des alten Gerichtsgebäudes in Düsseldorf war nicht mehr viel zu sehen. Und auch sonst befanden sich das Gebäudeinnere u...

Innentür mit puristischem Design

Innentür mit puristischem Design

Die Nachfrage nach weißen Innentüren ist ungebrochen. Gleichzeitig steigt das Bedürfnis des Bauherrn nach einem individualisierten Produkt in seinem Zuhause. Die Innentür...

Stadtvilla in Stuttgart von Fuchs Wacker Architekten

Stadtvilla in Stuttgart von Fuchs Wacker Architekten

Die Stadtvilla mit Satteldach liegt in einer reizvollen Höhenlage. Unweit des Zentrums Stuttgarts ist dieses Gebäude eine stille Oase und privater Rückzugsort. In alle Hi...

Handaufmaß war gestern - Laserscanauswertung einer Basilika

Handaufmaß war gestern - Laserscanauswertung einer Basilika

Die in Düsseldorf stehende Pfeilerbasilika St. Margareta - ein architektonisches Meisterwerk Ihrer Zeit - wurde zwischen 1220 bis 1230 als Stiftskirche errichtet. Kunstvo...

Betonage von Betondecken

Betonage von Betondecken

Die Waldkraiburger Primo GmbH hat ein weiteres cleveres Zubehörtool für die Betonage von Betondecken entwickelt, auf den Markt gebracht und zum Patent angemeldet: Mit dem...

Weitere Artikel:


Anzeigen AZ-D1-300x600 R7

Wenn Sie die AZ/Architekturzeitung lesen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Datenschutzhinweis.

Dieses Fenster entfernen.