Anzeige AZ-A2-728x90 R7
Start Innovation Türen/Tore Brandschutztüren in der Zentrale des Unilever-Konzerns

Brandschutztüren in der Zentrale des Unilever-Konzerns

http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1009/hoermann-t30-tueren-1.jpg


http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1009/hoermann-t30-tueren-3.jpg
http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1009/hoermann-t30-tueren-2.jpg
Bürohäuser für die Zukunft drücken sich nicht allein in spektakulären Konstruktionen aus. In Hamburg wurde jetzt der Neubau der Firmenzentrale Unilever für Deutschland für seinen ganzheitlichen Umgang mit Ressourcen ausgezeichnet. Das Grundstück direkt an der Elbe ist eines der Filetstücke in der HafenCity – und das darauf gebaute Bürohaus gehört zu den modernsten weltweit. Zellenbüro oder Großraum gehören der Vergangenheit an. Hier arbeitet niemand still vor sich hin. Für die Markenwelt von Unilever (Langnese, Dove, Knorr u.a.) ist der ständige Austausch unerlässlich. Die Architektur aus dem Büro des verstorbenen Günter Behnisch aus Stuttgart ist in überzeugender Weise darauf eingegangen. Keine langen, tristen Büroflure prägen das Haus, sondern eine große, viergeschossige Halle mit umlaufenden Gängen und verbindenden Brücken. Durchgänge verbinden das lichtdurchflutete Foyer mit den Bürobereichen, in denen Brandschutzabschlüsse vorgeschrieben waren. Hier kamen dem Entwurf entsprechende großflächig verglaste Aluminium-Rohrrahmentüren von Hörmann zum Einsatz, um den Rauch- und Feuerschutz zu gewährleisten.

Überall im Innenhof laden gemütliche Sitzecken unterschiedlichster Stilrichtungen, rustikale Besprechungstische aus Holz oder zierliche Barhocker zu spontanen Gesprächen ein, zum Sichzurückziehen oder einfach nur dazu, einen Kaffee zu trinken. Die Verweildauer am Schreibtisch ist dadurch auf wenige Stunden am Tag reduziert. Deshalb stört es auch nicht, wenn die Arbeitsplätze dichter als gewöhnlich stehen. Die ständige Bewegtheit deckt sich mit dem öffentlichen Marktplatz im Erdgeschoss. Eine Vorgabe der Stadt war es, Gebäude in so prominenter Lage der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Passage durch das Unileverhaus endet direkt mit den Sitzstufen am Wasser und ist auch außerhalb der Bürozeiten geöffnet.

Die Transparenz im Inneren deckt sich mit der äußeren Hülle. Hinter der unregelmäßigen Geometrie des Hauses verbirgt sich ein einfacher Stahlskelettbetonbau, der sich aus drei Büroriegeln mit jeweils einem aussteifenden Treppen- und Aufzugskern zusammensetzt, die die zentrale Halle umschließen. Die vorgesetzte Fassade besteht aus einzelnen Rahmen, die wie sich blähende Segel mit einer einlagigen Folienkonstruktion aus ETFE-Folie bespannt sind. Sie schützt den tageslichtoptimierten Sonnenschutz vor starken Winden und anderen Witterungseinflüssen. Im Gegensatz zu einer Doppelfassade aus Glas muss diese Konstruktion nicht aus Brandschutzgründen horizontal geschottet werden. Der luftdurchspülte Zwischenraum kann zur Fensterlüftung genutzt werden. Auf die üblicherweise verwendeten Kissen wurde hier verzichtet, um die spektakuläre Aussicht nicht zu sehr einzuschränken. ETFE-Folie enthält keine Weichmacher, sodass Experten von einer für Kunststoff ungewöhnlich langen Haltbarkeit von 25 bis 30 Jahren ausgehen.

http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1009/hoermann-t30-tueren-4.jpg


http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/2010/1009/hoermann-t30-tueren-5.jpg
Neben den vollflächig verglasten Brandschutzabschlüssen im Foyer kamen auch in vielen Bereichen Stahlblechtüren in zahlreichen Ausstattungsvarianten zum Einsatz. In der Tiefgarage etwa einflügelige T30-Türen vom H3 von Hörmann mit Radar-Sensorleisten und elektrohydraulischem Drehflügeltürantrieb. Für zahlreiche Versorgungsräume entschieden sich die Architekten für zweiflügelige T30-Türen sowie schalldämmende Mehrzwecktüren D55. Das Unileverhaus folgt den Grundsätzen einer ganzheitlichen und nachhaltigen Architektur. Das kann sicherlich auch für die Funktionstüren gelten, die aufgrund ihres hohen Stahl-Anteils nach ihrer Nutzung leicht einem Recycling zugeführt werden könnten. Ihre hohe Robust- und Haltbarkeit sorgen für eine lange Lebensdauer und wirtschaftliche Nachhaltigkeit.

Für die Architekten stand neben der Verwendung schonender Technik, das gänzliche Vermeiden von technischen Lösungen im Mittelpunkt aller Überlegungen. Deshalb erhielt es auch als eines der ersten Gebäude das Umweltzeichen der HafenCity GmbH in Gold. Dieses unabhängige Instrument der Hamburger Stadtentwicklung wurde 2007 ins Leben gerufen und nimmt in Deutschland eine Vorreiterrolle ein. Während die meisten Bewertungssysteme ihren Schwerpunkt in der Energieeinsparung sehen, ist das Ziel des Umweltsiegels, eine nachhaltige Gesamtentwicklung zu erreichen. Neben dem Energiebedarf, der Verwendung umweltschonender Baustoffe, einem kostengünstigen Gebäudebetrieb und der besonderen Berücksichtigung des Nutzers belohnt es auch die Verantwortung von Investoren und Bauherren gegenüber dem öffentlichen Raum. All diese Kriterien sind in der Firmenzentrale Unilever in beispielhafter Weise erfüllt und damit wegweisend für die Zukunft.

Hörmann KG, www.hoermann.de
Fotos: Hörmann

Eduard’s – Lifestyle-Bar von DIA – Dittel Architekten

Eduard’s – Lifestyle-Bar von DIA – Dittel Architekten

DIA – Dittel Architekten entwickelt das Gastronomie-Design sowie Name und Corporate Design der Bar Eduard’s und verantwortet die Ausführung im Dorotheen Quartier in Stuttgart. Benannt nach dem Breuninger-Gründer setzt die neue Lifestyle-Bar ein klares Statement im neuen Viertel.

Enso Sushi & Grill von DIA – Dittel Architekten

Enso Sushi & Grill von DIA – Dittel Architekten

DIA – Dittel Architekten gestaltet und realisiert die Gastronomie Enso Sushi & Grill in exponierter Lage im Dorotheen Quartier in Stuttgart. Das moderne Design ist anspruchsvoll und kreativ wie die asiatisch-europäische Fusion-Küche. Die Neuinterpretation traditioneller Architekturelemente Asien...

Wohnflächen statt Büroflächen

Wohnflächen statt Büroflächen

Um an Standorten, die scheinbar nur für Büroflächen geeignet sind, attraktiven Wohnraum zu schaffen, bedarf es besonderer Konzepte. Ein solches hat das Stuttgarter Architekturbüro Frank Ludwig für die Stuttgarter Olgastraße 87 entworfen: An der belebten innerstädtischen Straße im Zentrum der Schwabe...

Weitere Artikel:

Haus Mayer-Kuckuk von Architekt Wolfgang Döring

Haus Mayer-Kuckuk von Architekt Wolfgang Döring

Es ist ein eigenwilliges Gebäude, das 1967 nach dem Entwurf des Architekten Wolfgang Döring in nur sechs Tagen auf einem Erbpachtgrundstück der Elly-Hölterhoff-Böcking-Stiftung der Uni Bonn errichtet wurde. Bemerkenswert sind nicht nur das ungewöhnliche Äußere und die beispiellos kurze Bauzeit, in d...

Oberflächentrends bei Innentüren

Oberflächentrends bei Innentüren

Die heutigen Sortimentsdimensionen des Bauens und Planens verlangen nach strukturierten Lösungen für Oberflächen wie beispielsweise bei Innentüren. Aufgrund des Überangebots an industriellen Produkten besteht seitens vieler Architekten und Fachplaner ein zunehmend größerer Orientierungs- und Navigat...

Frischer Wind fürs Flachdach

Frischer Wind fürs Flachdach

Ist die Dampfsperre auch wirklich trocken? Der neue »SitaVent Revision« erlaubt jederzeit einen prüfenden Blick auf den Status unterhalb der Wärmedämmung. Immer wieder vom Markt gefordert, entwickelte Sita das neue Revisionsbauteil auf Basis des »SitaVent Kaltdachlüfters« mit PE-Rohr, Grundplatte un...

Weitere Artikel:
Anzeige AZ-C1-300x250 GDC

AZ Newsletter

Ihre E-Mail
 Anmelden  Abmelden

Der Newsletter der AZ/Architekturzeitung ist kostenlos und kann jederzeit unkompliziert abbestellt werden.

Fachwissen | Architekten + Planer

Haus Mayer-Kuckuk von Architekt Wolfgang Döring

Haus Mayer-Kuckuk von Architekt Wolfgang Döring

Es ist ein eigenwilliges Gebäude, das 1967 nach dem Entwurf des Architekten Wolfgang Döring in nur sechs Tagen auf einem Erbpachtgrundstück der Elly-Hölterhoff-Böcking-St...

Oberflächentrends bei Innentüren

Oberflächentrends bei Innentüren

Die heutigen Sortimentsdimensionen des Bauens und Planens verlangen nach strukturierten Lösungen für Oberflächen wie beispielsweise bei Innentüren. Aufgrund des Überangeb...

Keukenhof in Lisse bei Amsterdam von Mecanoo

Keukenhof in Lisse bei Amsterdam von Mecanoo

Der Keukenhof in Lisse bei Amsterdam ist das internationale Schaufenster der niederländischen Blumenzucht. In den acht Wochen von Anfang März bis Mitte Mai wird dort geze...

Kalksandstein mit neuen technischen Möglichkeiten

Kalksandstein mit neuen technischen Möglichkeiten

Der Baustoffhersteller Heidelberger Kalksandstein hat technische Grenzen zugunsten des Designs erweitert. Das Produktionsverfahren der Kalksandsteine unterstützt nun den ...

Frischer Wind fürs Flachdach

Frischer Wind fürs Flachdach

Ist die Dampfsperre auch wirklich trocken? Der neue »SitaVent Revision« erlaubt jederzeit einen prüfenden Blick auf den Status unterhalb der Wärmedämmung. Immer wieder vo...

Keramik für dünnwandige Waschtische

Keramik für dünnwandige Waschtische

TOTO verfügt über ein breit gefächertes Angebot an Sanitärkeramik und insbesondere an Waschtischen, die universell einsetzbar sind. Als herausragende Eigenschaften gelten...

Farbige Fassadenbahn

Farbige Fassadenbahn

In der völlig neu entwickelten, diffusionsoffenen, dauerhaft UV-stabile Fassadenbahn »Ampatop F Color« haben die Beschichtungsspezialisten eine Vielzahl an bauphysikalisc...

Corbusier-Farben im Hamburger Hotel Wedina

Corbusier-Farben im Hamburger Hotel Wedina

Das Hamburger Hotel Wedina hat ein umfassendes Facelift erhalten, bei dem Farbe eine zentrale Rolle spielt. Die Fassade macht in leuchtendem Rot auf sich aufmerksam und j...

Wohlfühlen mit Wärmepumpe

Wohlfühlen mit Wärmepumpe

Das zweigeschossige Haus von Melanie und Maik Westphal fügt sich ausgesprochen harmonisch in das 823 Quadratmeter große Hanggrundstück ein. Vorab hatten sie das mit zahlr...

PolygonGarden von HKA Hastrich Keuthage Architekten

PolygonGarden von HKA Hastrich Keuthage Architekten

HKA Hastrich Keuthage Architekten entwickelten für das Projekt »PolygonGarden« eine lange Glasfassade, deren Faltung eine interessant belebte Straßensilhouette erzeugt. D...

Weitere Artikel:


Anzeige AZ-D1-300x600 R7

Wenn Sie die AZ/Architekturzeitung lesen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Datenschutzhinweis.

Dieses Fenster entfernen.