06
Jul

Innenarchitektur und Licht: Schücos markantester Showroom

Den Bürotrakt trennt eine in warmem hellem Holz gehaltene Rezeption dezent von dem halböffentlichen Showroom, der eine Kombination aus Ausstellungs- und Eventfläche, Co-Working-Bereich und Espresso-Lounge darstellt. Bild: Lukas Palik

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Beim Schlendern durch Hamburgs HafenCity bleibt dem geübten Auge die Vielzahl an Elementfassaden, mit der sich die meisten blank geputzten Neubauten gegenüber dem historischen Bestand aus Backstein hervorheben, nicht verborgen. 77 Neubauprojekte wurden inzwischen vollendet und 63 Vorhaben befinden sich derzeit noch im Bau oder in der Planung. Zwei Drittel all der bislang fertiggestellten Gebäude wurden mit Schüco-Systemtechnik realisiert. So auch das neue Ensemble der Hamburger Architekten Störmer Murphy and Partners an einem wunderbaren Standort direkt an der Elbe.

In die über der Laufzone und der Espressobar installierte Streckmetalldecke wurden kleine Montagerahmen eingeschweißt, welche rahmenlose Laser Blade XS-Downlights von iGuzzini unmerklich aufnehmen. Nur deren Licht, das für die Grundbeleuchtung sorgt, wird wahrgenommen. Bild: Lukas Palik
In die über der Laufzone und der Espressobar installierte Streckmetalldecke wurden kleine Montagerahmen eingeschweißt, welche rahmenlose Laser Blade XS-Downlights von iGuzzini unmerklich aufnehmen. Nur deren Licht, das für die Grundbeleuchtung sorgt, wird wahrgenommen. Bild: Lukas Palik


Das „Intelligent Quarters“ im Elbtorquartier, einem von insgesamt 10 Quartieren der HafenCity, umfasst ein Gebäude zum Wohnen und zwei Bürotürme mit Ausblicken in den Baaken- und den Magdeburger Hafen. Verbindendes Element der drei freistehenden, völlig unterschiedlichen Baukörper ist ein gemeinsames Fassadenmaterial aus weiß glasierten Keramikelementen in vielerlei Größen, die in der Schüco-Elementfassade für die opaken Flächen zum Einsatz kommen und für ein eigenständiges, helles Erscheinungsbild sorgen.

360°-Panoramablick für Besucher und Mitarbeiter

Im Zentrum des „Intelligent Quarters“, dessen Namensgebung von der benachbarten Universität rührt, erhebt sich der Watermark Tower mit 18 Geschossen 70 Meter in die Höhe und markiert damit das höchste Gebäude in dem international bekannten Stadtentwicklungsvorhaben HafenCity. Für Schüco bot sich der Standort zur Etablierung einer neuen Niederlassung geradezu an. Denn wo sonst könnte das Bielefelder Unternehmen derart viele realisierte Anwendungen gleichsam in einer Freiraum-Ausstellung zeigen wie dort? Auch die Option, Büroräume und Ausstellungsfläche im 16. Geschoss mit 360°-Panoramablick einzurichten, war verlockend. Ende vergangenen Jahres wurde die neue und damit insgesamt siebte nationale Niederlassung des Unternehmens fertiggestellt. So einzigartig wie der Standort ist auch das Konzept, denn auf den 752 Quadratmetern Geschossfläche vereinte Architekt Ulrich Hahnefeld von SHE ARCHITEKTEN schlüssig die unterschiedlichsten Funktionen. So ist der Showroom eine Kombination aus Ausstellungs- und Eventfläche, Co-Working-Bereich und Espresso-Lounge. Den Bürotrakt mit klassischen und informellen Arbeitsplätzen, einem Besprechungs- und einem Pausenraum trennt eine in warmem hellem Holz gehaltene Rezeption dezent von dem halböffentlichen Segment.

Die beiden von SHE ARCHITEKTEN entworfenen mobilen Ausstellungsboxen im Auftakt-Raum werden von eleganten kleinen Palco LV-Strahlern mit Spot- und Flood-Optiken beleuchtet. Bild: Lukas Palik
Die beiden von SHE ARCHITEKTEN entworfenen mobilen Ausstellungsboxen im Auftakt-Raum werden von eleganten kleinen Palco LV-Strahlern mit Spot- und Flood-Optiken beleuchtet. Bild: Lukas Palik

Einladend, aber nicht ablenkend

Wer könnte es dem geneigten Besucher verübeln, dass sein Auge bei Betreten des Showrooms zunächst in die Weiten der Umgebung hinausschweift? Man kann gar nicht umhin, sich unmittelbar den umlaufenden fast raumhohen Fenstern zu nähern, um den überwältigenden Blick auf die nahe gelegene Elbphilharmonie und die Speicherstadt im Westen, die Binnen- und die Außenalster im Norden sowie das gesamte Hamburg-Panorama zu geniessen. Diesen Effekt, der sofort für gute Stimmung sorgt, wollten die Planer keineswegs mindern und strukturierten die Fläche entsprechend. Der multifunktional genutzte zentrale Bereich, in dem Events und Workshops stattfinden, erlaubt Sichtbezüge in den Außenraum, die weder durch hohe Möblierungsgegenstände noch durch Deckenaufbauten gestört werden. Um Raum zu sparen, wurde auf Musterpräsentationen weitgehend verzichtet. Stattdessen wurde ein großer Teil aller Produkte in Form von Innenwänden und von zwei im Auftaktbereich befindlichen mobilen Ausstellungsboxen nach einem Entwurf des Architekten verbaut. Mit seinem reduzierten Materialeinsatz und seinen zarten Farben wirkt der Show-room außergewöhnlich dezent. Der graue Anstrich der vollkommen ruhigen Decke stellt das Pendant zu dem mineralischen Industrie-Estrich-Boden. Während eine Wand aus Aluminium-Elementen die Kühle des Raums unterstreicht, wird diese von warmen Holzeinbauten in Form von maßgefertigten Einbau-Sitzbänken, welche die Fenster umlaufend begleiten, neutralisiert. So konnte ein Raum entstehen, der einladend aber nicht ablenkend ist.

In dem multifunktional genutzten zentralen Bereich finden Events und Workshops statt. Die Beleuchtung erfolgt ausschließlich aus den Randzonen. Bild: Lukas Palik
In dem multifunktional genutzten zentralen Bereich finden Events und Workshops statt. Die Beleuchtung erfolgt ausschließlich aus den Randzonen. Bild: Lukas Palik

Licht statt Leuchten

Das Beleuchtungskonzept von Schlotfeldt Licht folgt vollkommen dem innenarchitektonischen Konzept und der Devise des eigenen Planungsbüros, nicht Leuchten, sondern Licht-effekte sichtbar zu machen. Mit Laser Blade XS-Downlights von iGuzzini lässt sich solch ein Anspruch dank ihrer miniaturisierten Formgebung und ihrer nicht sichtbaren Lichtquelle hoch professionell realisieren. Nur das Licht selbst wird vom Auge in Form von Reflexionen am Boden wahrgenommen. In enger Abstimmung mit dem Deckenbauer, der in der Laufzone und über der Espressobar eine akustisch wirksame abgehängte Streckmetalldecke installiert hat, konnten die Downlights, die mit Flood- und Spot-Optiken für die Grundbeleuchtung sorgen, unmerklich in die Decke integriert werden. Dazu wurden in die Paneele kleine Montagerahmen eingeschweißt, welche die rahmenlosen Deckeneinbauleuchten flächenbündig aufnehmen. Zur Erhaltung der vollen Flexibilität der multifunktionalen Mittelzone verzichteten die Lichtplaner auf Interventionen an der Decke. Der Zentralbereich erhält sein Licht im Bedarfsfall ausschließlich aus einzeln ansteuerbaren Strahlern, die an den Stirnseiten der Streckmetalldecke und in den Fensterbereichen montiert sind.

Das modulare Profilleuchtensystem iN30 High Contrast sorgt im Besprechungsraum für eine angenehme blendungsminimierte Beleuchtung aus unsichtbarer Lichtquelle. Bild: Lukas Palik
Das modulare Profilleuchtensystem iN30 High Contrast sorgt im Besprechungsraum für eine angenehme blendungsminimierte Beleuchtung aus unsichtbarer Lichtquelle. Bild: Lukas Palik


In den Bürofluren und im Besprechungsraum setzt sich das Konzept unsichtbarer Licht-quellen fort. Während in den Gängen Laser Blade-Deckenaufbauleuchten mit Flood-Optik zum Einsatz kommen, wählten die Planer für den Raum das modulare Profilleuchtensystem iN30 High Contrast, das ebenfalls die gewünschte Wirkung hervorbringt. Zusätzlich zu der Arbeitsplatzbeleuchtung mit iPlan-Stehleuchten von iGuzzini gibt es in den zu den Fluren mit transparenten Glastrennwänden abgeschirmten Büros einen speziellen Beleuchtungseffekt. Dort werden die akustisch wirksamen Vorhänge, die bei Diskretionsbedarf Sichtschutz bieten, von flexiblen Underscore InOut-Lichtbändern hinterleuchtet. Sie folgen exakt den lateralen Radien, die Ulrich Hahnefeld für die Räume konzipiert hat. Mittels der Hinterleuchtung erhalten die Büros eine schöne atmosphärische Stimmung.

Mit Laser Blade-Deckenaufbauleuchten (Flood-Optik) setzt sich das Konzept unsichtbarer Lichtquellen in den Bürofluren fort. Flexible Underscore InOut-Lichtbänder hinterleuchten die akustisch wirksamen Vorhänge, die bei Diskretionsbedarf zugezogen werden. Bild: Lukas Palik
Mit Laser Blade-Deckenaufbauleuchten (Flood-Optik) setzt sich das Konzept unsichtbarer Lichtquellen in den Bürofluren fort. Flexible Underscore InOut-Lichtbänder hinterleuchten die akustisch wirksamen Vorhänge, die bei Diskretionsbedarf zugezogen werden. Bild: Lukas Palik


Der neue Schüco-Showroom in Hamburg ist unter seinesgleichen eine Perle. Das inspirierende, aber ablenkungsfreie Interieur und die Beleuchtung sind ineinander verwoben und die Struktur sorgt für ungestörte Blickbezüge in den Außenraum. Dort, in der HafenCity, findet sich der größere Showroom, denn in zwei Dritteln aller bislang in den Quartieren realisierten Neubauten sind Systemelemente von Schüco verbaut.

www.iguzzini.de

 


Pion gibt es in Kombinationen aus Schwarz, Weiß und goldfarben eloxiert. Foto: Delta Light

Beleuchtung

Dieses Schließsystem lässt sich nicht mit einem 3D-Drucker überlisten.

Gebäudetechnik

Foto: SDE19 / ÉMI Non profit Ltd.

Nachrichten

Büro- und Markenwelt der BSH Hausgeräte GmbH, Entwurf und Planung CSMM. Foto: BSH Hausgeräte GmbH

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Foto: Zürrer Fotografie

Fassade

Foto: sop architekten, Helge Mundt Fotografie

Projekte (d)

Den Bürotrakt trennt eine in warmem hellem Holz gehaltene Rezeption dezent von dem halböffentlichen Showroom, der eine Kombination aus Ausstellungs- und Eventfläche, Co-Working-Bereich und Espresso-Lounge darstellt. Bild: Lukas Palik

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Bildnachweis: 4a Architekten

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Im historischen Kern der badischen Stadt Lahr, idyllisch zwischen Weinbergen und Schwarzwald gelegen, befindet sich ein typisches Beispiel für Industriearchitektur des ausgehenden 19. Jahrhunderts: die vom Architekten Carl Meurer entworfene, im Jahr 1896 erbaute und heute unter Denkmalschutz stehende Tonofenfabrik. Bildquelle: Zehnder Group Deutschland GmbH, Lahr

Gebäudetechnik

Wesentlicher Teil des Energie- und Nachhaltigkeitskonzepts ist die „lebendige“ Fassade aus Glas und Aluminium. Quelle: HUECK

Fassade

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