29
Jan

Stuttgart »Rote Wand«: kister scheithauer gross erhalten einen von zwei 1. Preisen

Projekte (d)

Gegenstand des städtebaulichen Wettbewerbs war die Ausarbeitung von Entwurfsvorschlägen für den Bereich »Rote Wand«, einem ehemaligen Parkplatz der auf die Filderebene verlagerten Stuttgarter Messe Killesberg. Das ca. 1 ha große Areal soll einer Wohnnutzung zugeführt werden. Die Ausloberin erhoffte sich ein realisierungsfähiges Entwurfskonzept als Grundlage für einen neu aufzustellenden Bebauungsplan für die Rote Wand. Das Gebiet soll als ein Quartier mit eigenständigem Charakter in die Gesamtstrukturen des Stadtgebiets eingefügt werden. kister scheithauer gross in Zusammenarbeit mit stern landschaften erhielten mit einer Gegenüberstellung zweier Typologien, »minimal houses« und »Wolkenhäuser«, einen von zwei 1. Preisen.

Das Entwurfskonzept von ksg ist aus zwei »antipodischen Typologien« aufgebaut. Die an der Straße liegenden minimal houses bieten auf kleiner Fläche über zwei Geschosse und mit einer darüber befindlichen Dachterrasse die Möglichkeit in einer Realteilung ein eigenes Haus zu erwerben. Dieses Angebot kann vielfältig genutzt werden: als Einfamilienhaus, als studentische Wohnanlage über mehrere Parzellen, als Atelier, als Wohnraumerweiterung für die Mietwohnungen der Wolkenhäuser oder als temporäre Anmietung. Die viergeschossigen Wolkenhäuser stehen den minimal houses in lockerer Folge gegenüber. Sie können einzeln realisiert und mit der Erweiterung der darunterliegenden Tiefgarage als einzelne Bausteine für Baugemeinschaften etc. verbunden und vermarktet werden. Alle Wolkenhäuser folgen trotz ihrer Varianz in der Kontur dem gleichen Prinzip eines konzentrischen Grundrisstypus mit Schichten von innen nach außen: einem innenliegenden Treppenhaus mit Überdruck-Belüftungsanlage, einem umlaufenden Erschließungsgang zu den Wohnungen, Funktionsbereichen (Bäder, etc) innerhalb der Wohnungen und als letzte Schicht die außenliegenden neutralen Räume gleicher Größe sowie Außenbereiche als Balkone und Loggien.

»Der Entwurf stellt einen innovativen Beitrag zum Umgang mit Wohnungsbautypologien im urbanen Kontext dar. Die amorphen Gebäude mit variablen Holzelementen in den Fassaden ermöglichen flexible Aufteilungen und verschiedenste Wohnungsgrößen. Sie erscheinen insbesondere für Baugemeinschaften geeignet«, so die Preisgerichtsjury unter dem Vorsitz von Prof. Peter Cheret. »Der Entwurf besticht durch seine starke Konzeption und gestalterische Haltung.«

Die beiden ersten Preise werden überarbeitet und im September erneut präsentiert.

Wettbewerb: nichtoffener Planungswettbewerb gemäß § 3 (3) RPW 2013 mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren
Ausloberin: Landeshauptstadt Stuttgart
Entwurf: kister scheithauer gross architekten und stadtplaner GmbH (Köln/Leipzig)
Projektpartner: Prof. Susanne Gross
Mitarbeiter: Wjatscheslaw Brum, Daniel Vetter, Marcia Elena Fornol

Fachplaner: stern landschaften, Köln; IDK Kleinjohann GmbH & Co. KG, Köln; Ingenieurgemeinschaft TEN, Aachen; Ingenieurbüro Heinrichs, Hürth-Efferen; Dr. Brenner Ingenieurgesellschaft mbH, Köln; 1plus Consult GmbH, Köln; BFT Cognos GmbH, Aachen


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Fest im Standardsortiment der Velux Lichtlösungen: das Studio-Fenster „3 in 1“. Foto: Velux Deutschland GmbH

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55 Jahre an der New York Stock Exchange gelistet: Der neue CEO der Quanex Building Products Corporation, George Wilson, läutet die Eröffnungsglocke an der New Yorker Börse.

Unternehmen

Fließende Übergänge prägen nicht nur den Haupteingang, sondern das gesamte Sportbad Friedrichshafen. Bildquelle: Agrob Buchtal Gmbh / David Matthiessen, Stuttgart

Projekte (d)

Direkten Zugang vom inneren Wohn-/Essbereich zu Pool und Terrasse ermöglicht ein raumhohes Schiebesystem von ca. 9,00 m Breite und 2,90 m Höhe (Schüco ASS 50). Bild: Schüco International KG // Konstantinos Thomopoulos

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Bilder: Solarlux GmbH

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Meitan-Shiqian Expressway in der Guizhou Provinz. Bild mit freundlicher Genehmigung von Chongqing Traffic Planning, Survey and Design Institute

Planung

Bei Shiftline Matrix ist der Name Programm: Die Profile lassen sich nicht nur linear, sondern zu unterschiedlichsten strukturgebenden Winkelkombinationen koppeln.

Beleuchtung

Dem Wohnraum schließen sich links das Esszimmer mit intergrierter Küche und ein Fitnessbereich an. Über die gesamte Längsachse beleuchten vom Bauherrn programmierte iN 30-Linearleuchten und Laser Blade-Downlights die ineinander fließenden Bereiche. Foto: David Franck, Stuttgart

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Über drei verflieste Stufen erreichen die Bewohner des umgebauten Hauses in Leverkusen-Hitdorf bequem die neue Dachterrasse, um den wunderschönen Ausblick auf den Rhein zu genießen. Foto: LiDEKO, Daniel Lüdeke

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Die Fertigteile für die Balkone wurden mit selbstverdichtendem Beton produziert. Foto: egbertdeboer.com

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