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Apr

Stuttgart »Rote Wand«: kister scheithauer gross erhalten einen von zwei 1. Preisen

Projekte (d)

Gegenstand des städtebaulichen Wettbewerbs war die Ausarbeitung von Entwurfsvorschlägen für den Bereich »Rote Wand«, einem ehemaligen Parkplatz der auf die Filderebene verlagerten Stuttgarter Messe Killesberg. Das ca. 1 ha große Areal soll einer Wohnnutzung zugeführt werden. Die Ausloberin erhoffte sich ein realisierungsfähiges Entwurfskonzept als Grundlage für einen neu aufzustellenden Bebauungsplan für die Rote Wand. Das Gebiet soll als ein Quartier mit eigenständigem Charakter in die Gesamtstrukturen des Stadtgebiets eingefügt werden. kister scheithauer gross in Zusammenarbeit mit stern landschaften erhielten mit einer Gegenüberstellung zweier Typologien, »minimal houses« und »Wolkenhäuser«, einen von zwei 1. Preisen.

Das Entwurfskonzept von ksg ist aus zwei »antipodischen Typologien« aufgebaut. Die an der Straße liegenden minimal houses bieten auf kleiner Fläche über zwei Geschosse und mit einer darüber befindlichen Dachterrasse die Möglichkeit in einer Realteilung ein eigenes Haus zu erwerben. Dieses Angebot kann vielfältig genutzt werden: als Einfamilienhaus, als studentische Wohnanlage über mehrere Parzellen, als Atelier, als Wohnraumerweiterung für die Mietwohnungen der Wolkenhäuser oder als temporäre Anmietung. Die viergeschossigen Wolkenhäuser stehen den minimal houses in lockerer Folge gegenüber. Sie können einzeln realisiert und mit der Erweiterung der darunterliegenden Tiefgarage als einzelne Bausteine für Baugemeinschaften etc. verbunden und vermarktet werden. Alle Wolkenhäuser folgen trotz ihrer Varianz in der Kontur dem gleichen Prinzip eines konzentrischen Grundrisstypus mit Schichten von innen nach außen: einem innenliegenden Treppenhaus mit Überdruck-Belüftungsanlage, einem umlaufenden Erschließungsgang zu den Wohnungen, Funktionsbereichen (Bäder, etc) innerhalb der Wohnungen und als letzte Schicht die außenliegenden neutralen Räume gleicher Größe sowie Außenbereiche als Balkone und Loggien.

»Der Entwurf stellt einen innovativen Beitrag zum Umgang mit Wohnungsbautypologien im urbanen Kontext dar. Die amorphen Gebäude mit variablen Holzelementen in den Fassaden ermöglichen flexible Aufteilungen und verschiedenste Wohnungsgrößen. Sie erscheinen insbesondere für Baugemeinschaften geeignet«, so die Preisgerichtsjury unter dem Vorsitz von Prof. Peter Cheret. »Der Entwurf besticht durch seine starke Konzeption und gestalterische Haltung.«

Die beiden ersten Preise werden überarbeitet und im September erneut präsentiert.

Wettbewerb: nichtoffener Planungswettbewerb gemäß § 3 (3) RPW 2013 mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren
Ausloberin: Landeshauptstadt Stuttgart
Entwurf: kister scheithauer gross architekten und stadtplaner GmbH (Köln/Leipzig)
Projektpartner: Prof. Susanne Gross
Mitarbeiter: Wjatscheslaw Brum, Daniel Vetter, Marcia Elena Fornol

Fachplaner: stern landschaften, Köln; IDK Kleinjohann GmbH & Co. KG, Köln; Ingenieurgemeinschaft TEN, Aachen; Ingenieurbüro Heinrichs, Hürth-Efferen; Dr. Brenner Ingenieurgesellschaft mbH, Köln; 1plus Consult GmbH, Köln; BFT Cognos GmbH, Aachen


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Zwei rampenartige, überdurchschnittlich groß dimensionierte geschwungene Treppenaufgänge erschließen die drei Geschosse vom Erdgeschoss bis zur erhaben Bibliothek. Foto: Reflexion AG

Projekte (d)

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Die Fassade des Hochhauses ist über feine Lisenen vertikal gegliedert.

Projekte (d)

Ausgezeichneter Brandschutz komplett: alle Bauteile des SitaFireguards, hier z. B. für die Freispiegelentwässerung.

Unternehmen

Bild 1: In Versuchsreihen mit Glasfliesen konnte das Österreichische Forschungsinstitut in Wien nachweisen, dass unter Fliesen eingedrungenes Wasser weder in Richtung eines Gefälles abfließt, noch sich über eine zweite Entwässerungsebene entsorgen lässt. Bild: OFI

Fachartikel

Bild: Lignotrend / Foto: Foto&Design, Waldshut-Tiengen

Hochbau

Putzoberfläche an historischem Gebäude. Foto: Architekturzeitung

Wärmedämmung

Einsatz von Vakuum-Isolierglas im Neubau. Quelle: Schwarz Architekten/GlassX

Fachartikel

Die kleinen Keramikelemente sind auch aus größerer Entfernung anhand der flirrenden Spiegelungen erkennbar. Bildquelle: AGROB BUCHTAL GmbH / Jochen Stüber, Hamburg

Fassade

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