26
Mär

Dittel Architekten: Pop Up Verkauf trifft auf innovatives Raumkonzept

Projekte (d)

Dittel Architekten 

Das Architekturbüro DITTEL | ARCHITEKTEN hat ein neuartiges mobiles Raumkonzept entwickelt. Die Pop Up Box greift die Idee des temporären Verkaufes auf und bietet Händlern und Ausstellern eine wandelbare Präsentationsfläche. Die in Form eines Kubus realisierte Box ist ein in sich geschlossenes multifunktionales System. Zu sehen sind zwei der Pop Up Boxen in dem Stuttgarter Einkaufszentrum Gerber. Weitere Anfragen bezüglich individuell gestalteten Pop Up Boxen sind bereits eingetroffen.

Die Idee der mobilen Verkaufsflächen entwickelte sich aus den Wünschen des Auftraggebers. Gefragt war ein Konzept, das die Ladenstraße des Einkaufzentrums belebt und sich sinnhaft in das Erscheinungsbild einfügt. Der temporäre Bezug von städtischen Leerflächen durch internationale Marken oder lokale Betreiber ist aktuell ein großes Thema im Einzelhandel. Das Ziel der Pop Up Box ist es, jeder Marke einen hochwertigen und wandelbaren Verkaufsrahmen zu bieten. Das Prinzip funktioniert in jedem Umfeld. In einem Einkaufszentrum entsteht eine spannende Raum-in-Raum-Situation, ein Zusammenspiel von bestehenden Shops und der sich ständig wandelnden Bespielung der Pop Up Box. Auf Ebene der Gestaltung waren zwei Aspekte wichtig. Zum einen nimmt das Design Bezug auf die Architektursprache des übergeordneten Raumes. Gleichzeitig wird die Gestaltung einer Vielfalt an Präsentationsinhalten gerecht.

Das Kernmerkmal der Pop Up Box ist ihre Variabilität und Flexibilität hinsichtlich Raum, Zeit und Nutzung. Besonders wichtig war den Architekten, dass die Box in sich selbst funktioniert. Sie besteht aus vier Einzelelementen, die in geschlossener Form auf einer Fläche von neun Quadratmetern zusammenkommen. Bei Ladenschluss werden die Inhalte in diesem kompakten Zustand geschützt. Mit Lochblech ausgestattete Zwischenräume gewähren ausschnitthafte Einblicke in den Innenraum. In offenem Zustand hat der jeweilige Betreiber der Box Gestaltungsfreiheit. Dank integriertem Hubsystem kann er die Einzelelemente frei bewegen und die Größe der Verkaufsfläche bestimmen. Das flexible Ladenbausystem auf der Innenseite der Elemente ermöglicht die individuelle Anbringung von Warenträgern. Für die digitale Präsentation stehen zwei Monitore an den Außenwänden zur Verfügung. Am Deckenkranz der Box können mit einem Klicksystem Scheinwerfer angebracht werden. Die Stromzufuhr erfolgt über Bodentanks, integrierte Akkus werden über Nacht geladen. Der autonome Charakter der Box wird konsequent umgesetzt.

Die Materialität und Farbwahl spielt mit Verbundenheit und Gegensatz. Edles Nussbaumholz in der Boxverkleidung spricht für Wertigkeit und Natürlichkeit. Der dunkle Braunton kontrastiert mit den hellen Natursteinfliesen des Gerbers und den Innenflächen der Box. Der helle Beton dieser Flächen steht für sich, ist modern und gleichzeitig zurückhaltend genug um den Produkten einen neutralen Präsentationshintergrund zu bieten. Das Muster der schwarzen Lochblech-Einsätze greift das Gerber-Logo auf und nimmt damit Bezug auf das Einkaufszentrum.

Im Rahmen ihres übergeordneten Innenraumkonzeptes entwickelten DITTEL | ARCHITEKTEN neben den Pop Up Boxen ein Möblierungs- und Grünpflanzenkonzept, das ebenfalls zum einjährigen Jubiläum des Gerbers realisiert wird. Zwei lange Tafeln mit individueller Bestuhlung bilden einen Food Corner und unterstützen das gemeinsame Essen und Verweilen. Das Pflanzenkonzept schafft Atmosphäre. In der Material- und Farbauswahl findet sich der Bezug zur Pop Up Box: Nussbaumholz und schwarzes Blech. Ebenso aus der Feder von DITTEL | ARCHITEKTEN stammt die Innenraumgestaltung des Stuttgarter Concept Stores Hook & Eye. Das Start-Up bietet eigene Möbel und ausgewählte Marken für designaffine Kunden an und hat seinen zweiten Laden im Gerber eröffnet.

DITTEL | ARCHITEKTEN, www.d-arch.de

Foto: DITTEL | ARCHITEKTEN


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