26
Aug

Neubau Pfarrheim Herz Jesu in Ingolstadt von bodensteiner fest architekten

Projekte (d)

 

Der als offenes Haus konzipierte Neubau des Pfarrheims Herz Jesu in Ingolstadt ersetzt den in der Nachkriegszeit als Notkirche gebauten und später als Pfarrheim genutzten Vorgängerbau. Geprägt wird das klar strukturierte, von den Architekten bodensteiner ∙ fest geplante Gebäude von den Materialien Glas, Holz und Beton. Das Projekt ging aus einer Mehrfachbeauftragung hervor bei der die Münchner Architekten den ersten Platz belegten.

Die städtebauliche Komposition des Neubaus stellt der denkmalgeschützten Betonkirche mit überdachtem Umgang von 1963 einen klaren, minimalistischen Baukörper zur Seite und fügt sich als neuer Teil in das Ensemble ein. Gegenüber den umgebenden Einfamilienhäusern setzt sich der kirchliche Komplex in Materialität, Farbe, Erscheinungsbild und Dachform deutlich ab.

Sowohl die städtebauliche Setzung des Neubaus entlang der Straße als auch die Öffnung des Saals zum öffentlichen Raum signalisieren ein offenes, einladendes Haus. Während der Saalkubus im Obergeschoss komplett geschlossen bleibt, ermöglichen wandartige Träger großzügige stützenfreie Ausblicke im Erdgeschoss. Gestaltungsprinzip sind die an den Außenecken – zum Teil übereck – angeordneten Öffnungen, die die Fassade nach dem Figur-Grund Prinzip gliedern. Im kleinen Saal im Obergeschoss wiederholt sich die Übereckverglasung vertikal in Form einer Überkopfverglasung. Aktivitäten im Inneren werden im Straßenraum sichtbar, je nach Bedarf bieten Vorhänge und Sonnenschutz Sichtschutz.

Mobile Trennwände und andere Mehrfachnutzungen reduzieren den Flächenbedarf und setzen schrumpfenden Kirchengemeindezahlen ein nachhaltiges Nutzungskonzept entgegen. Der Saal ist teilbar, für die seltenen Großveranstaltungen kann der kleine Saal im Obergeschoß als Galerie zugeschaltet werden. Anstelle einer Garderobe wurden eigens für das Projekt konzipierte Garderobenklapphaken aus Schwarzstahl flächenbündig in die Betonwand des Foyers eingelassen. Die dem Saal auf ganzer Länge vorgelagerte Terrasse erweitert den Saal in einem fließenden Übergang nach außen.

Wie bei der denkmalgeschützten Kirche ist Beton der Baustoff, der den Charakter des Gebäudes bestimmt. Das minimalistische Materialkonzept kombiniert Sichtbetonwände und - decken mit Eichenparkett und silbernem Eichenholz der Türen, Verkleidungen und Einbauten. Verbunden mit einem zurückhaltenden, fein abgestimmten Farbkonzept verleiht es den Räumen eine ruhige und warme Ausstrahlung.

bodensteiner · fest architekten stadtplaner bda, www.bodensteiner-fest.de 

Fotos: Florian Holzherr, www.florian-holzherr.com 


Anzeige AZ-GC1-728x250 GAS

Mit Motivdruck lassen sich raumhohe WC-Trennwandsysteme aus Sandwichelementen individualisieren. Foto: Schäfer Trennwandsysteme

Innenausbau

Fotos: Hackl Hofmann Landschaftsarchitekten

Außenraum

Models begrüßen die Besucher der Designers‘ Open. Foto: Tom Schulze

Menschen

Der Schinkelplatz wurde 1837 von Peter Joseph Lenné entworfen und ist nach dem preußischen Baumeister Karl Friedrich Schinkel benannt. Foto: Marcus Ebener

Fassade

Licht und Akustik spielen harmonisch zusammen. Die akustisch wirksamen Pads von Rossoacoustic setzen mit Farbe und Design Akzente an der Decke und nehmen Einfluss auf die gesamte Raumwirkung. Foto: Nikolaus Grünwald, Gerlingen

Einrichtung

Anzeige AZ-C1a-300x250 R8

Anzeige AZ-C1b-300x600 R8
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen