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Sep

Wettbewerbsgewinn für Kleihues + Kleihues

Projekte (d)

Das Bürohochhaus der CA Immo am Nordhafen Berlin tritt als städtebauliche Dominante in Erscheinung und fungiert als „Empfangsgebäude“ der Europacity. Damit eröffnet sich zugleich die Chance, in einem heterogenen Umfeld eine städtebauliche Harmonie herzustellen und einen akzentuierten Abschluss bzw. Auftakt an der Heidestraße zu bilden.

Das Entwurfskonzept basiert auf dem Gedanken, einen unverwechselbaren architektonischen Ausdruck zu entwickeln, der sowohl mit dem Ort im Speziellen aber auch mit der Berliner Bautradition im Allgemeinen verknüpft ist. Die gewählte Entwurfsstrategie zielt jedoch nicht darauf ab, Stilmerkmale historischer Gewerbebauten zu kopieren, sondern deren Grundprinzipien in eine neue Architekturform zu übertragen. Das plastische Ornament wird dabei mit dem Mittel der Abstraktion auf ein prägnantes, weil durchlaufendes Bild reduziert. Der Ausdruck des neuen Gebäudes entsteht im Wesentlichen aus der Wahl des Materials - einem hellroten Klinker – und der gewellten Gebäudeform. Der zu verwendende Klinker - der ästheische Patina ansetzen wird - hat sich aufgrund seiner hohen Widerstandsfähigkeit gegen Umwelteinflüsse als dauerhaftes Material erwiesen. Gerade die Nähe zu den unmittelbar vorbeilaufenden Bahntrassen und die damit einhergehenden höheren Feinstaubbelastung, prädestiniert den Stein als optimale Hülle für das Gebäude.

Wettbewerbsgewinn für Kleihues + Kleihues

Der Entwurf ist charakterisiert durch die in der Höhe abgestufte Form der drei schwungvoll sich sternförmig ausbreitenden Gebäudeabschnitte. Der Höhepunkt des Gebäudekomplexes richtet sich als Abschluss einer aufsteigenden Höhenentwicklung folgerichtig zur Perleberger Straße hin aus. Der südliche Gebäudeteil nimmt hingegen Höhenbezug zur geplanten Nachbarbebauung der Heidestraße auf. Der Baukörper reagiert auf die Richtungsänderung der Stadtstruktur, die durch die Hauptverkehrsachsen Heidestraße / Perleberger Straße vorgegeben wird indem er mit dem umlaufenden Plateau die Raumkanten der Straßen ganz natürlich aufnimmt. Das weiche Antlitz verleiht dem markanten Gebäude gleichzeitig Maßstäblichkeit und Eleganz. Verstärkt wird die Wirkung durch das schlanke Fassadenraster, eine vorgelagerte Ziegelstruktur, die wie ein Netz über dem Gebäude liegt und die fließende Bewegung des Baukörpers wesentlich unterstützt.

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An den Straßen entstehen, bedingt durch die geschwungene Form des Baukörpers, unterschiedliche gut dimensionierte, städtische Vorplätze, die die ca. 120 Meter lange Fassade rhythmisieren. Weitere Vorzüge der sternförmigen Volumina sind, dass es keine Rückseiten gibt - es entsteht ein Gebäude, das sich von allen Seiten zeigen kann und unterschiedliche Vorplätze ausbildet, die den Eingang markieren und eine klare Adressbildung erlauben. Das neue Hochhaus am Nordhafen bildet langfristig einen robusten Rahmen, der optimale Bedingungen für die individuelle Entfaltung von Unternehmen bietet, ohne in einen gestalterischen Wettstreit mit kurzlebigen Trends und Moden zu treten.

Auf der „Stadtseite“ (zur Heidestraße) liegt der überdachte Haupteingang, während an der „Gartenseite“ die ruhige Taxivorfahrt vorgesehen ist. Eine großzügige durchgesteckte Lobby, die zu beiden Seiten verglast ist, lässt einen fließenden Raum entstehen, der teilweise über doppelgeschossige Bereiche mit Galerie verfügt. Auch die Taxivorfahrt bedient diesen Bereich, der über die offene Lobby hinaus auch über die pre-function-area auf der Galerie und die direkten Zugänge zu den Büros, Konferenzräumen, Café und Restaurant verfügt. Der Konferenzbereich mit vorgelagerter „Relax Area“ mit Ausrichtung zum Nordhafenbecken bereichert das Raumangebot zusätzlich wie auch das Fahrradcafé. In der obersten Etage liegen zusätzlich zweigeschossige Räume, die als Besprechungsräume oder als sky bar nutzbar sind. Das Gebäude umfasst neben dem gemeinsamen Untergeschoss/Parkhaus und Erdgeschoss je nach Gebäudeteil zwischen 5 und 15 Obergeschosse, sowie ein Technikgeschoss. Der Erdgeschossbereich hat gerade durch diese Ansiedlung von öffentlichen Nutzungen das Potenzial, den Straßenraum zu beleben und wirkt so dem Eindruck eines abgeschlossenen Sockels entgegen. Des Weiteren ermöglicht die Abstufung der Gebäudeteile die Herausbildung von großen Dachterrassen auf zwei Ebenen. Den Mitarbeitern werden so gleich mehrfach schnell erreichbare hochqualitative Aufenthaltsbereiche im Freien geboten, die Ausblicke auf Grün- und Wasserflächen bieten.

nordhafen berlin kleihues kleihues 04

Durch den Entwurf nur eines Baukörpers können maximale zusammenhängende Flächen von 1.000 m² bis zu 2.500 m² bei nur zwei Erschließungskernen eingerichtet werden - ein kommunikatives Haus der kurzen Wege entsteht. Damit ist ein Höchstmaß an Flexibilität sowohl für die Nutzung als Multi-Tenant als auch als Single-Tenant-Gebäude gegeben. Dank dieser ‚robusten‘ Grundrisse lassen sich bis zum open space die unterschiedlichsten Bürolayouts umsetzen: Großraum, Kombibüro und klassische Zellenbüros entsprechend eines standardisierten Bürorasters.

Für den Neubau wurde ein zukunftsorientiertes, nachhaltiges und innovatives Energieversorgungskonzept entwickelt, welches den hohen Ansprüchen und als nachhaltiges Büroobjekt gerecht wird. Sämtliche lokal verfügbaren und regenerativen Energien wurden überprüft und unter anderem durch folgende Techniken mit in das Energiekonzept aufgenommen: Abwärmenutzung - Energieverschiebung, Nutzung von Umweltwärme und Umweltkälte, Photovoltaikauf auf den Dachflächen, E-Mobility-Ladeinfrastruktur.

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Wann setzt man am besten ein WDVS mit Mineralwolle ein, wann Resol-Hartschaum oder Holzweichfaser? Auch bei den Oberflächen haben Bauherren die Qual der Wahl: Glaselemente, Klinkerriemchen oder doch lieber ein Edelkratzputz? Die neue WDVS-Übersicht von Saint-Gobain Weber gibt Orientierung. Foto: Saint-Gobain Weber

Fachliteratur

Fast jede Verglasung ist ein Unikat.

Fassade

Einzigartige Architektur und große Kunstwerke strahlen jetzt noch mehr durch die neue Innenbeleuchtung im Petersdom.

Beleuchtung

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Projekte (d)

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Fassade

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Termine

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Wirkt in jedem Umfeld großzügig und komfortabel: der High table des Programms 9500/9550 von Kusch-Co. In dieser Ausführung mit der neuen, samtigen Oberfläche (FENIX®) mit Anti-Fingerprint-Eigenschaften. Foto: Kusch+Co.

Einrichtung

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Hochbau

Bildrechte: C.Konrad + St.Schneider Minidommarchiv 1991

Termine

Mit dabei in der Wienerberger Designkollektion „Urban“: Der stranggepresste „Dresden“ in Anthrazit. Der Fassade des „Auditorium Maximum“ in Krakau verleiht er eine moderne, stilsichere Optik. Für den Gebäudekomplex von 4.200 m² Fläche kamen 150.000 Klinker zum Einsatz. Bild: Wienerberger

Fachliteratur

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