23
Apr

Realisierungswettbewerb für das Wohn- und Gewerbegebäude Athora in München

Visualisierung: Grauwald Visualisierung, Berlin

Projekte (d)

 

Der Entwurf von Allmann Sattler Wappner für das Wohn- und Gewerbegebäude „Athora“ im Münchner Stadtviertel Altstadt Viertel-Lehel wurde beim Realisierungswettbewerb mit dem zweiten Preis ausgezeichnet. Insgesamt eine wohldurchdachte und schlüssige Arbeit, die in ihrer Bearbeitungstiefe überzeugt und als zurückhaltender Eingriff mit großer Wirklung gelesen wird, so das Urteil der Preisrichter. Auf Basis einer von den Architekten im Vorfeld des Realisierungswettbewerbs erarbeiteten Machbarkeitsstudie wird das bisher ausschließlich gewerblich genutzte Grundstück in einen Mix aus Gewerbe und Wohnen umgewandelt. Das Konzept sieht vor drei Gebäude zu erhalten und um zwei Neubauten zu ergänzen. Mit dem Erhalt des Bestandes wird die Genehmigungsfähigkeit sichergestellt.

Realisierungswettbewerb für das Wohn- und Gewerbegebäude Athora in München

Revitalisierung und Erweiterung des Bestandes

Der Charakter des Viertels Altstadt-Lehel ist durch seinen hohen Anteil an historischer Bausubstanz geprägt. Die bunten Fassaden, die hohe Dichte an kulturellen Einrichtungen sowie die Nähe zum Zentrum und zur Isar tragen dazu bei, dass es zu einem der schönsten Viertel Münchens zählt. Der Entwurf gestaltet die Bestands- und Neubauten abhängig von Kontext, Orientierung und Nutzung spezifisch in Farbe, Materialität und Kubatur. Es entstehen fünf individuelle Gebäudecharaktäre. Die Diversität des Viertels wird in der Bebauung zur Straße hin aufgenommen und um einen weiteren Rot-Ton ergänzt. Die Bebauung zum Hof wird entgegen dieser heterogenen Erscheinung in hellen und modernen Weißtönen gehalten. Sie unterscheidet sich lediglich in Struktur und Materialität. Erhalten bleiben die denkmalgeschützten Gebäude Thierschstraße 11 sowie Liebherrstraße 5 aus dem Jahre 1910. Die nach der Zerstörung im zweiten Weltkrieg verlorengegangenen Giebel werden wiederhergestellt. Das Werkstattgebäude im Hof wird ebenfalls erhalten. Sämtliche Dächer, Fassaden und Fenster sowie die technische Infrastruktur werden grundlegend saniert und die Wohnungen mit Balkonen ausgestattet.

Realisierungswettbewerb für das Wohn- und Gewerbegebäude Athora in München

Zeitgenössische Interpretation

Komplettiert wird das Ensemble mit einem neuen Gebäude im Innenhof sowie einem Neubau an der Thierschstraße. Er nimmt Sockel- und Firstlinie des bestehenden denkmalgeschützen Eckgebäudes auf. Auch die vertikale Gliederung, sowie das Motiv der runden Erker werden aufgenommen und zeitgenössisch interpretiert. Das Hofgebäude weist ein großformatiges Raster auf und bietet neben tiefen Loggien und großzügigen Fensteröffnungen attraktive Dachterrassen.

www.allmannsattlerwappner.de

„ATHORA“, MÜNCHEN - PROJEKTDATEN
Wettbewerb 2019, 2.Preis
Standort: Thierschstraße / Liebherrstraße, München
Auslober: Athora Deutschland Holding GmbH & Co. KG
Leitung Wettbewerbe: Philipp Vogeley
Team: Štepánka Úlehlová, Moritz Mayer, Pascal Feck, Lukas Conrad, Anne Sauter
Landschaftsarchitektur: LATZ+PARTNER, LandschaftsArchitektur Stadtplanung
Visualisierung: Grauwald Visualisierung, Berlin
Modellbau: Matthes Max Modellbau GmbH, München


Anzeige AZ-GC1-728x250 GAS

Zwei rampenartige, überdurchschnittlich groß dimensionierte geschwungene Treppenaufgänge erschließen die drei Geschosse vom Erdgeschoss bis zur erhaben Bibliothek. Foto: Reflexion AG

Projekte (d)

heroal Hebe-Schiebetür mit integriertem Insektenschutz

Advertorials

Die Fassade des Hochhauses ist über feine Lisenen vertikal gegliedert.

Projekte (d)

Ausgezeichneter Brandschutz komplett: alle Bauteile des SitaFireguards, hier z. B. für die Freispiegelentwässerung.

Unternehmen

Bild 1: In Versuchsreihen mit Glasfliesen konnte das Österreichische Forschungsinstitut in Wien nachweisen, dass unter Fliesen eingedrungenes Wasser weder in Richtung eines Gefälles abfließt, noch sich über eine zweite Entwässerungsebene entsorgen lässt. Bild: OFI

Fachartikel

Bild: Lignotrend / Foto: Foto&Design, Waldshut-Tiengen

Hochbau

Putzoberfläche an historischem Gebäude. Foto: Architekturzeitung

Wärmedämmung

Einsatz von Vakuum-Isolierglas im Neubau. Quelle: Schwarz Architekten/GlassX

Fachartikel

Die kleinen Keramikelemente sind auch aus größerer Entfernung anhand der flirrenden Spiegelungen erkennbar. Bildquelle: AGROB BUCHTAL GmbH / Jochen Stüber, Hamburg

Fassade

Anzeige AZ-C1a-300x250 R8

Anzeige AZ-C1b-300x600 R8
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen