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So, Nov

Wohngebäude WAVE in Berlin von GRAFT

Fotos: BTTR GmbH

Projekte (d)

 

Im Spätsommer 2019 wurden zwei Wohngebäude am nördlichen Spreeufer des Berliner Osthafens zwischen den Bezirken Kreuzberg, Friedrichshain und Treptow fertiggestellt. Als konzeptionelles Leitbild des Neubaus dienten insbesondere die Qualitäten dieser besonderen Wasserlage.

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Der Entwurf für das Ensemble ermöglicht eine öffentliche Nutzung der Spree-Uferzone. „Wave“ macht dabei aber nicht nur Platz für den Uferweg, sondern öffnet die Baukörper in südlicher Richtung zum Wasser hin über große Hofgärten und yachtartige Balkonanlagen. Indem der Zugang zum Wasser gegenüber dem bekannten Wahrzeichen „Molecule Men“ offenbleibt, wird auch der Reflex hermetischer Privatheit abgewehrt. Der Uferweg wird zusammen mit Gärten und Anlegesteg zu einem kleinen Stadtplatz an der langen Spreepromenade.

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Durch das Weglassen der Uferbebauungskante und innenliegenden Seitenflügel schaffen die beiden Häuser eine kontinuierliche Baukörperfigur. Die Fassadenlängung ermöglicht jedem Apartment einen Wasserblick und Sonnenausrichtung nach Süden.

Die weichen Bewegungen der südlichen Fassadenlinien mimen eine plastisch-amorphe Erosionsgestalt, holen somit die narrativen Qualitäten der Wasserlage an Land, und gießen diese in Bewegungen einer Architekturskulptur. Das gestalterische Leitbild des Projekts und die soziale Adaption nachbarschaftlicher Bedürfnisse prägen das Projekt.

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Im Kontrast dazu steht die zur urbanen Grundstückseite ausgerichtete Nordfassade, die sich mit klaren kubistischen Geometrien in die Gründerzeitstrukturen der Stralauer Allee integriert. Nach Norden hin akzentuieren Erkerausstülpungen die Wohnungsgrundrisse und erschaffen Ausblicke zum Berliner Wahrzeichen des Fernsehturms. Durch diese geometrischen Transformationen vermitteln die Häuser zwischen der Atmosphäre an der Spree und der urbanen Szenerie an der Stralauer Allee.

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Bei den Wohnhäusern wurde Wert auf eine große Vielfalt an Wohnungstypen gelegt, um einen interessanten Wohnungsmix für eine gute soziale Mischung bieten zu können, der auf den Standort und mögliche Zielgruppen abgestimmt ist. Neben ca. 27 bis 40 Quadratmeter großen 1,5-Zimmer-Wohnungen und Single-Apartments, stehen Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen von ca. 44 bis ca. 156 Quadratmeter zur Verfügung. Im Hochparterre entstanden Wohnungen mit privaten Gärten, im Dachgeschoss werden luxuriöse Penthouses von ca. 206 bis ca. 296 Quadratmeter mit Zugängen zu privaten Dachgärten realisiert. Die meisten Wohnungen verfügen über Erker und Balkone verschiedenster Ausrichtung.

Die Dachfläche wurde als „fünfte Fassade“ aktiviert: die dort gemeinschaftlich genutzten „Schrebergärten“ samt Dachspielplätzen stehen der Hausgemeinschaft als Ort öffentlicher und privater Zusammenkünfte zur Verfügung. Durch die dem Uferweg zugeschlagenen begrünten Hofgärten im gemeinsamen Vorhof lassen die Wohngebäude ein offenes, grünes Zentrum mitten in der Stadt entstehen, dass sowohl die Bewohner als auch die Nachbarn zum Verweilen einlädt.

Planung

Architekt GRAFT Gesellschaft von Architekten mbH, www.graftlab.com
Gründungspartner: Lars Krückeberg, Wolfram Putz, Thomas Willemeit
Projektentwurf: Marvin Bratke, Arne Wegner
Projektleiterin: Annette Finke
Projektteam: Alexandra Bunescu, Evgenia Dimopoulou, Sven Fuchs, Clemens Hochreiter, Christine Huber, Javier Nieto Cano, Andrea Perle, Matthias Rümmele, Elena Suarez, Alexandra Tobescu, Maike Wienmeier, Anna Wittwer

Fotos: BTTR GmbH

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Die Zeroline function Zarge von Schörghuber ist für den Einsatz in nahezu allen Bereichen des Objektbaus geeignet. Das System hat die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für T30 Brandschutz und erfüllt daneben auch Rauch- und Schallschutz sowie Einbruchhemmung und ist feuchtraumgeeignet. Foto: Schörghuber

Design+Oberfläche

Modell des neuen Mainova-Campus mit dem revitalisierten Bestand, gerahmt von zwei Neubauten im Osten und Westen. Quelle: KÖLLING ARCHITEKTEN BDA und DGJ Architektur

Projekte (d)

Das Begegnungszentrum Westhouse in Augsburg vereint Arbeit, Freizeit und Begegnung unter einem Dach. Von außen überzeugt eine edle silbergraue Holzfassade. Bildquelle: 4Wände Management GmbH

Fassade

Bei der Bewehrung des Notgehweges im Autobahntunnel Tutting setzt die Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Südbayern auch auf Schöck Combar, die Betonbewehrung aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Foto: Schöck Bauteile GmbH

Hochbau

Als Spezialist für tragende Wärmedämmung schließt Schöck mit seiner neuen Produktfamilie Schöck Sconnex die letzte große Wärmebrücke an Gebäuden. Foto: Schöck Bauteile GmbH

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Die mit dem Red Dot Design Award ausgezeichnete neue Produktfamilie Oono von Delta Light zeigt sich extrem vielseitig. Die unterschiedlichen Leuchtentypen für innen und außen erlauben durchgängige Gestaltungskonzepte. Die Oono Wandleuchte wird grundsätzlich in der Ausführung IP54 geliefert. Bildquelle: Delta Light

Beleuchtung

Das modulare System Disc`n Dots ist in der Planung unkompliziert, kann ohne Aufwand in bestehendes Interior Design integriert werden und bringt eine individuelle Note in Innenräume. Abbildung: DesignRaum GmbH

Design+Oberfläche

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