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Dez

Vivantes Klinikum Neukölln von Heinle, Wischer und Partner

Projekte (d)

 

Fast 600.000 Menschen leben im Einzugsgebiet des Vivantes Klinikum Neukölln, dem größten kommunalen Krankenhaus Berlins. Für die medizinische Versorgung der Berliner Bevölkerung im Süden der Stadt kommen der Klinik und insbesondere auch ihrer Rettungsstelle damit eine zentrale Bedeutung zu. Um dem Krankenhaus im Höchstbetrieb Entlastung zu verschaffen, wird das Hauptgebäude zur Rudower Straße hin um einen Neubau erweitert, den sogenannten Nordkopf. Durch seine exponierte Lage wird der Nordkopf die Erscheinung des gesamten Klinikcampus Neukölln neu prägen.

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Ebenerdig bildet die größte Rettungsstelle Berlins den Sockel für das neue Krankenhaus. Die Rettungsstelle versorgt jährlich rund 80.000 Fälle und wird künftig auch verantwortlich sein für die Notfallversorgung des Großflughafens BER. Die modulare Feinstruktur der neuen Rettungsstelle ist insbesondere darauf ausgelegt, auf die unterschiedlichen Kapazitätsanforderungen der Notfallmedizin zu reagieren. Mehr als 40 Untersuchungs- und Behandlungsräume und eine hohe Anzahl an Holdingräumen, die abschnittsweise in den Funktionskreislauf zugeschaltet werden können, generieren ein elastisches System, das sowohl die Belastungsspitzen von Wochenenden auffangen kann, als auch an ruhigen Vormittagen ein effizientes Arbeiten mit kurzen Wegen ermöglicht.

Mit der Kombination der Erwachsenen- und der Kinderrettungsstelle sowie einer integrierten radiologischen Abteilung wird eine zusätzliche Kompetenzbündelung erreicht. Der Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach ermöglicht eine direkte Anbindung der Luftrettung an die Rettungsstelle und die übrigen Funktionsbereiche des Neubaus und des Bestandsgebäudes.

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Auf den übrigen vier Hauptfunktionsebenen befindet sich der neue Zentral-OP mit 16 Sälen, die Funktionsdiagnostik für Kardiologie und Endoskopie, Intensivstationen für 28 Patientinnen und Patienten sowie Pflegestationen mit insgesamt 240 Betten. Die Anbindung an die Funktionen im Hauptgebäude erfolgt auf drei Ebenen, getrennt für Besucher und Patienten, Bettenverkehr und Logistikversorgung. Die optimale Betreuung der Patienten wird durch den Einsatz von zukunftsorientierter digitaler Technik, wie z.B. Videomanagement, Materiallogistik, Robotik in der Lagerungstechnik unterstützt, die die moderne Ausstattung des Hauses unterstreicht.
Die Hybridfunktion des Gebäudes mit den unterschiedlichen Nutzungen in den einzelnen Ebenen wird in der äußeren Gestaltung des Gebäudes ablesbar. Auf dem Sockel der Rettungsstelle ruhen die unterschiedlichen Funktionsebenen, die durch horizontale Bänder gegliedert werden. Die dazwischen liegende Metallfassade wird in unterschiedlichen Rhythmen mit offenen, filternden und geschlossenen Elementen gefüllt, die den Bedürfnissen der Nutzer nach Ausblick und Licht, aber auch Privatsphäre und Schutz Rechnung tragen.

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Mit dem neuen Erweiterungsbau erhält das Vivantes Klinikum Neukölln nicht nur die dringend benötigte moderne Infrastruktur, sondern ebenso die notwendige Ausweichfläche um das von Josef P. Kleihues geplante Hauptgebäude aus dem Jahr 1986 sanieren zu können. Seit mehr als 30 Jahren im Betrieb überschreitet das Hauptgebäudes schon seit längerer Zeit seine Leistungsgrenzen. Zum Bestandgebäude setzt sich der neue Baukörper bewusst mit einer Fuge ab und entwickelt mit der neu formulierten Kubatur und Fassade eine eigene Identität.

Das Bauprojekt ist aufgrund seiner Größe, Komplexität und seines Finanzierungsumfangs ein Meilenstein für die Vivantes – Netzwerk für Gesundheit GmbH, dem kommunalen Krankhausbetreiber Berlins. Es wird ein wesentlicher Baustein in der Stärkung des Gesundheitsstandortes Berlin sein.

Projekt

Vivantes Klinikum Neukölln, Berlin, Neubau Nordkopf mit Anbindung an Bestand

Bauherr Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH, Berlin

Architekt Heinle, Wischer und Partner
Freie Architekten, Berlin
Team Edzard Schultz (verantwortlicher Partner),
Barbara Schott (Projektleitung)

Adresse Rudower Straße 48, 12351 Berlin
Nutzungsfläche NF 16.750 m²
Brutto-Grundfläche BGF 40.400 m²


Bildquelle: SWISS KRONO │ Foto: Oliver Jaist

Projekte (d)

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Gebäudetechnik

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Beleuchtung

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