09
Do, Feb

Pritzker-Preis für Peter Zumthor

Projekte (d)
Pritzker Preisträger Peter ZumthorDer Schweizer Architekt Peter Zumthor erhält den Pritzker-Preis 2009.

Als Nachfolger der Preisträger der vergangenen Jahre wie Zaha Hadid, Thom Mayne, Jean Nouvel entschied sich die Jury in diesem Jahr für einen Vertreter einer architektonischen »klaren Kante«. Zu seinen bekanntesten Bauten gehören das Kunsthaus Bregenz und die Therme Vals, beide strenge, kubische Monumente einer unaufdringlichen und unaufgeregten Architektur.

Die Jurymitglieder Lord Peter Palumbo, Alejandro Aravena,  Shigeru Ban, Rolf Fehlbaum, Carlos Jimenez, Juhani Pallasmaa, Renzo Piano, Karen Stein und Martha Thorne zeichnen einen Architekten aus, dessen Bauten auf gestalterische Sensationen verzichten. Zumthors Bauten sind der Gegenentwurf einer exaltierten, über ihre Verhältnisse lebenden Gesellschaft und ihrer hemmungslosen Zurschaustellung, die sich auch in der Architektur der vergangenen Jahre widerspiegelt.

Angesichts weltweiter wirtschaftlicher Kalamitäten und einer zutiefst verunsicherten Gesellschaft mit ihren lauten Rufen nach Mäßigung adelt die Jury mit der Auszeichnung Zumthors eine unprätenziöse und eigenwillige künstlerische Leistung. Einen Architekten der auf Renderings verzichten kann und mit handwerklicher, detailgenauer und vor allem maßvoller Arbeit überzeugt.

Seine Bauten, denen man eine sakrale Anmutung nicht absprechen kann und die immer als zeitlos galten, werden in den nächsten Jahren »moderner« denn je werden.

Die Auszeichnung wird Peter Zumthor am 29. Mai in Buenos Aires verliehen, wie die Hyatt-Foundation in Los Angeles mitteilte.

 

 


Projekt von Edwards White Architekten, Neuseeland, mit in Reihe arrangierten T3 von Gantlights und eigens angefertigtem 80-Zentimeter-Baldachin aus Stahl. Bildquelle: Simon Wilson

Beleuchtung

Die ins Auge fallende Dachkonstruktion greift das Thema der lebendigen Dachlandschaft des Bestandsgebäudes auf und setzt sie auf eine ganz eigene Weise um. Foto: Studio Jil Bentz

Projekte (d)

Solarfassade des neuen Verwaltungsgebäudes der Stadtwerke Gronau. Bildquelle: Mario Brand Werbefotografie

Fassade

In Beelen ließ sich Oliver Spiekermann unter anderem von münsterländer Höfen inspirieren, wie er im Video erzählt. Foto: Architekten Spiekermann / KS-Original

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Die 2800 m² große Fassade des Montblanc-Besucherzentrums ist mit einem geschichteten Relief ausgebildet, das hinterleuchtet ist und in den dunklen Stunden der Gebäudehülle ein noch spektakuläreres Erscheinungsbild verleiht. Bildquelle: Roland Halbe

Hochbau

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