Das Baugebiet nahe des Zentrums im Schweizer Dorf Rothrist, auf das Alberati Architekten ihre Wohnbauten setzten, wird geprägt durch eine heterogene Neubaustruktur ohne jede städtebauliche Ordnung und durch die waldgesäumten Gewässer des Naturraumes der Pfaffneren, die bei Rothrist in die Aare fließt.
Hier platziert sich die Siedlung »Plaza Verde« in Form und Ausrichtung als markanter Punkt und wirkt identitätsstiftend für das dörfliche Quartier. Als Gelenk zwischen Siedlungsraum und Natur fungieren die Gebäudewinkel, welche einerseits klare Raumkanten definieren, andererseits jedoch mittels partieller Aufständerung den Freiraum durchfließen lassen und somit Großzügigkeit und Weite erzeugen. Die Stützen des Außenraumes erinnern durch ihre Vielzahl und scheinbar willkürliche Anordnung an die Stämme eines Waldes und stilisieren den angrenzenden Naturraum.
Die Siedlung »Plaza Verde« zeichnet sich durch eine Abfolge unterschiedlicher Freiraumqualitäten aus. Den Auftakt bildet der asphaltierte Vorplatz, welcher als Schnittstelle zwischen öffentlichem Raum und halböffentlicher Zone fungiert. Er ist multifunktional bespielbar, animiert zum Fahrradfahren, Rollschuhlaufen und dient gleichzeitig als Wendefläche für die Fahrzeuge.
Von diesem Platz wird man in den Innenhof geleitet, der neben der Erschließung auch der Kommunikation und Erholung der Bewohner dient und durch ein „Fenster zum Grünen“ mit dem Fluß Pfaffneren in den Dialog tritt. Privater Freiraum und zusätzlicher Rückzugsbereich der Mieter ist der Außensalon, eine jeder Wohnung angegliederte zimmergroße Loggia.
»Plaza Verde« besteht aus 23 Wohnungen, einer ebenerdigen Büro- und Gewerbeeinheit, einer Garage sowie diversen Serviceräumen und wurde konform zu den Schweizer Minergieanforderungen errichtet. Die Geschoss- und Maisonettewohnungen bieten durch ihre differenzierten Größen und Grundrisse einer Vielzahl unterschiedlicher Bewohnerstrukturen Platz zur Entfaltung. Großzügige Verglasungen sorgen für Licht durchflutete Räumlichkeiten und machen die Umwelt erlebbar.
Die eingezogenen Loggien generieren interessante Raumbezüge – Innen- und Außenraum verschmelzen.
Die präzise Kubatur der Gebäude, die Verwurzelung mit dem Ort wird durch die Ausformulierung in Braun lasiertem Sichtbeton noch unterstrichen. Durch diese ungewöhnliche Farbgebung wird dem doch sonst eher rauen Beton eine Eleganz verliehen, ohne seine haptischen Besonderheiten zu verstecken.
Vom innovativen Konzept zum Pitch: Zehn Teams aus Studierenden des Studiengangs Innenarchitektur der TH OWL durften ihre Arbeiten zur Lichtgestaltung im Universitätsklinikum Münster einer interdisziplinären Jury präsentieren. Foto: Universitätsklinikum Münster
Mit dem neuen Forschungsbau „Der Simulierte Mensch“ in Berlin hat Telluride Architektur ein Gebäude geschaffen, das zukunftsweisende Maßstäbe setzt. Foto: Werner Huthmacher
SPY II 39 als Pendelleuchten-Ensemble über dem Esstisch: Warme Metalltöne und Schwarz setzen im Hospitality-Interieur präzise Akzente, während zusätzliche Strahler entlang der Glasflächen den Übergang zum Außenraum betonen. Foto: Deltalight
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