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Internationales Symposium zum Solar-Fassaden-Kraftwerk stellt Ergebnisse vor

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Symposium zum Solar-Fassaden-Kraftwerk

Um die 350 Experten folgten im Juni 2012 der Einladung der international agierenden Beratungsbüros Priedemann Fassadenberatung zu einem Fachsymposium in das sogenannte »Facade-Lab« bei Berlin. Im Mittelpunkt stand die Entwicklung intelligenter Fassaden, die natürliche Ressourcen verwertbar machen sollen. Dazu referierten Vertreter bekannter Hersteller und renommierte Planer. Eine umfassende Ausstellung von Produkten und Muster ergänzte das Programm des Symposiums.

Ob Mittlerer Osten, Indien oder China – der Bauboom in Regionen mit extremen Klimaverhältnissen verlangt nach durchdachten Lösungen für ressourcensparende Gebäude. Experten sind sich einig: Einen wichtigen Beitrag liefern in Zukunft Fassaden, die solare Energie nutzen. In seiner Einleitung betonte der geschäftsführende Gesellschafter des Facade-Lab, Wolfgang Priedemann, dass für eine zügige Umsetzung aktueller Technologien vor allem Lösungen für das Speichern der gesammelten Energie benötigt werden. Denn nur so sei die Solar-Energie auch effizient und individuell nutzbar. Und Lars Anders, der mit Wolfgang Feuerlein die Geschäftsleitung des Facade-Lab komplettiert, verwies darauf, dass zusätzliche Herstellungskosten im Rahmen eines »Lifecycle-Engineerings« zu bewerten seien. Eine Solar-Fassade ermögliche eine Wertschöpfung, die bei entsprechender Betrachtungsweise auch zur Wirtschaftlichkeit der Gesamtinvestition führe, so Anders. In den anschließenden Vorträgen der Mitveranstalter standen dann Innovationen rund um das Thema Fassade im Vordergrund.

Vorgestellt: Konkrete Lösungen
Mit dem »Energy³ Building« präsentierte Schüco ein Konzept für energetisch autarke Gebäude. Dabei handelt es sich um abgestimmte Systeme von Fenstern, Türen und Fassaden, die Energie sparen, und Solarlösungen, die Energie gewinnen. Den erzeugten Energieüberschuss macht der »Schüco Energiemanager« nutzbar: Er ermöglicht nicht nur das Steuern und Speichern von Energie, sondern regelt durch das Vernetzen aller Komponenten auch den Eigenverbrauch sowie den Ein- oder Zukauf von Energie.

Wicona stellte als Ergebnis eines Forschungsprojektes – koordiniert durch das Institut für Baukonstruktion der Universität Stuttgart – eine Elementfassade mit integrierter Solarthermie vor. Dabei wurde ein Vakuumröhrenkollektor konstruktiv in ein Fassadensystem integriert. Der Kollektor erwärmt Brauchwasser, das der Beheizung oder der solaren Kühlung dient. Zugleich schützen Reflektoren vor direkter Sonneneinstrahlung und sorgen für eine blendarme Belichtung der Innenräume.

Ein eigens entwickeltes System zum »Solar Cooling« präsentierte die deutsche Ingenieurgesellschaft aeteba. Auch bei diesem Verfahren wird über Solarkollektoren heißes Wasser erzeugt, das in einer Absorptions-Kältemaschine einen thermodynamischen Prozess zur Erzeugung von kaltem Wasser zur Gebäudekühlung antreibt. Als Komplettanbieter steht aeteba für ein »Plug & Play-System«, das einfach in die Haustechnik integriert werden kann.

Symposium zum Solar-Fassaden-Kraftwerk

Einen Exkurs in das Thema Medienfassade bot die Firma Onlyglass aus Verden. Gezeigt wurde ein Display, das im Gegensatz zu herkömmlichen Medienwänden nicht vor die Fassade montiert ist, sondern mittels LED-Strings in Isoliergläser integriert wird. Neben den gestalterischen Vorteilen bietet das System sehr viel Transparenz, so dass die Räume hinter der Medienfassade uneingeschränkt nutzbar sind.

Ganz im Zeichen des Themas »Die sichere Anbindung« beispielsweise von Solar-Paneelen stand der anschließende Beitrag von Hilti. Neben der Vorstellung von Produkten wie dem »Low-Balast-System« ging es um die branchenübergreifende Zusammenarbeit zwischen allen am Bau beteiligten Parteien.

Wie neue technologische Entwicklungen und energieeffiziente Lösungen angemessen beim »Energie-Contracting« berücksichtigt werden können, erläuterte das Berliner Versorgungsunternehmen GASAG WärmeService.

Abschließend präsentierte Jan Felix Clostermann, Partner des Architekturbüros Spark mit Hauptsitz in Peking, Beispiele für »Sustainable Landmarks in China«.

Ausgestellt: Produkte aus und für die Praxis
In Ergänzung zu den Vorträgen bot das Facade-Lab den Besuchern eine Ausstellung verschiedeneer neuer Produkte und Modelle rund um das Thema Fassade und Solarthermie. Zu den Ausstellern zählten neben den oben genannten Firmen auch isophon Glas, Lindner Fassaden, Guardian Flachglas sowie die New Energy Force (N.E.F.), eine auf die solarthermische Direktstromerzeugung spezialisierte Planungs- und Beratungsgesellschaft für Fassadentechnologie.


Fotografie: Bernhard Tränkle, ArchitekturImBild

Projekte (d)

Weissenhof-Siedlung. Bildquelle: Architekturzeitung

Termine

Rockfon Eclipse Deckensegel im farbgleichen Money Room. Foto: Rockfon

Innenausbau

Wichtiger Bestandteil von groupCONTROL ist der Multi Master Controller, welcher das erste Steuergerät auf dem Markt ist, das nach Zhaga D4i zertifiziert wurde. Bildquelle: Tridonic

Außenraum

Das Nürnberger Rathaus wurde zwischen 1616 und 1622 errichtet. Allerdings erlitt es während des Zweiten Weltkriegs starke Beschädigungen. Heute beherbergt es eine Touristenattraktion. Bildquelle: Hoba

Türen+Tore

Foto: Martina Carantani - Francesca Brambilla Comunicazione / KEIMFARBEN

Unternehmen

Mit schlanken Pfahlkonstruktionen löst RPBW die gigantischen Volumina des Hotels Andaz und der Wohntürme, die sich bis zu 65 Meter oberhalb der Piloti erheben, optisch auf. Die mit iGuzzini realisierte Außenbeleuchtung von podpod design unterstützt diesen Effekt. Bildquelle: Friedrich Michael Jansenberger

Außenraum

Das einzige Isolierglas, das es schusshemmend und gebogen gibt, ist sedak isosecure. Bild: sedak

Fassade

SWISS KRONO OSB/3 sensitiv EN300 für besonders sensible Bereiche wie Kitas oder Schulen. Bildnachweis: SWISS KRONO | Foto: Jan Meier

Hochbau

In den österreichischen L’Osteria-Restaurants spielt die Allgemeinbeleuchtung eine große Rolle, denn sie soll die Wohlfühlatmosphäre unterstützen. Für seine Spy-Stromschienenstrahler hat Delta Light daher eine Softdim-Variante entwickelt, die auf 1.800 K gedimmt werden kann. Bildquelle: L’Osteria Österreich

Design+Oberfläche

Die Hybrid-Leuchte Zoover von Delta Light, die auch für gute Raumakustik sorgt, erscheint aus verändertem Blickwinkel in einem anderen Licht. Je niedriger die Augenhöhe, umso mehr wird die diffuse Lichtscheibe zunächst als Sichel und schließlich in ihrer ganzen Form wahrgenommen. Bildquelle: Delta Light

Beleuchtung

Mit großer Sonnenterrasse aus Cedral Dielen lädt das Eventboot ‘Herz Ahoi‘ zu privaten Feiern und Firmenmeetings auf dem Wannsee ein. Foto: HGEsch Photography

Außenraum

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