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So, Jun

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Ausstellung Tamara Goehringer

Tamara Goehringer, Leuchtturm: Llorando se fue or Hunting High or Low. Bildquelle: 2023, Tamara Goehringer / Kunstverein Friedrichshafen. Fotograf: Dominik Dresel

Termine

Der Kunstverein Friedrichshafen zeigt bis 23. Juni 2024 unter dem Titel HEAVY WATER (floated through her summers and winters) vier Neuproduktionen von Tamara Goehringer, die speziell für die Räume des Kunstvereins Friedrichshafen konzipiert sind.

Für ihre erste Einzelausstellung erweitert die Künstlerin ihre Arbeit um den Themen- komplex Wasser als Möglichkeit für Transformationsprozesse und Selbsterkenntnis. Sie nutzt die Symbolik des Grundelements als Spiegel, der uns selbst, aber auch die Bilder, Symbole und Geschichten unserer Gesellschaft reflektiert.

Tamara Goehringer, obsesión. Bildquelle: 2023, Tamara Goehringer / Kunstverein Friedrichshafen. Fotograf: Dominik Dresel
Tamara Goehringer, obsesión. Bildquelle: 2023, Tamara Goehringer / Kunstverein Friedrichshafen. Fotograf: Dominik Dresel


Das Motiv einer Meerjungfrau fasziniert seit den Sirenen der homerschen Odyssee und wird bis heute auf widersprüchliche Art und Weise behandelt: zum einen in überspitzter Sexualisierung, als erotische Gefahr oder als zu rettender Geist. In einer sich über drei Wände erstreckenden Wandmalerei entwickelt Goehringer aus den bestehenden Geschichten und Mythen über die Wasserfrau und ihrer Tode ein zeitgenössisches Märchen. Diese Geschichte verläuft nicht linear, sondern sie wirkt wie Tropfen in einem Meer aus Bildern. Wasserkörper, die sich zwischen den Geschlechtern bewegen, erzählen von Andersartigkeit, zeigen die Möglichkeit der Existenz von etwas anderem, tief begraben im See. So verschwimmen Realität und Fiktion, Sexualität und Loslösung, Spiegelbild und Unterbewusstes, erotische Begierde versus verführerische Gefahr.

In Form von Performance, Video, Zeichnung und Skulptur hinterfragt Goehringer Zusammenhänge zwischen Sprache, Text und Form und gesellschaftlichen Mustern sowie Normen in einer alltäglichen Umgebung. In ihre theoretische Recherche fließen dafür zeitgenössische Popkulturen und antike Mythen gleichermaßen ein.

Tamara Goehringer, say my name (it’s gonna be lonely). Bildquelle: 2023, Tamara Goehringer / Kunstverein Friedrichshafen. Fotograf: Dominik Dresel
Tamara Goehringer, say my name (it’s gonna be lonely). Bildquelle: 2023, Tamara Goehringer / Kunstverein Friedrichshafen. Fotograf: Dominik Dresel


Mit der Skulptur obsesión zitiert die Künstlerin einerseits die Bronzefigur Den lille Havfrue (Kleine Meerjungfrau) des Bildhauers Edvard Eriksen in Kopenhagen. Andererseits ist sie ein Hinweis auf die allgegenwärtige und konsumorientierte Popkultur, in der Identitäten, Genderrollen und Zugehörigkeiten immer wieder wie Häute übereinander gezogen werden. Der Titel der Arbeit ist eine Anspielung auf den gleichnamigen Popsong der Bachata Band ‘Aventura’. Dieser wie auch alle anderen Titel der Arbeiten in der Ausstellung sind in Goehringers Soundarbeit im Obergeschoss wiedererkennbar.

Ein lockender Gesang durch den gesamten Ausstellungsraum scheint aus dem See zu stammen und klingt verzerrt. Die Soundarbeit say my name (it's gonna be lonely) ist ein Echo aus 41 Popsongs der letzten Jahrzehnte. Goehringer flüstert, singt und liest einzelne Textpassagen ausgewählter Lieder und verbindet diese mit ihrer theoretischen Recherche und Auseinandersetzung. Die Popsongs nähren den Mythos der verführerischen (Wasser-)Frau, die aus dem Nichts auftaucht und wieder verschwindet. Das Licht bricht sich in den tausenden Spiegeln einer Discokugel und hüllen den Raum in flimmerndes, glitzerndes Licht: underwater.

Tamara Goehringer (*1993) studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Corinne Wasmuht, Andreas Arndt und Marijke van Warmerdam, bei der sie 2021 ihren Meisterschüler erwarb. In ihrer Praxis arbeitet sie mit Stimme, Klang und Sprache. Mittels Audio, Text, Performance und Video schafft sie experimentelle Umgebungen und Installationen. Ihre Performances und Arbeiten wurden unter anderem bei Contemporary Matters in Wien, Galerie Jeune Création in Paris oder im Saasfee*Pavillon in Frankfurt am Main gezeigt. Sie lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.

www.kunstverein-friedrichshafen.de


Bislang wurden die zwei Gebäude des Mozarteums nur unzureichend miteinander verbunden. Foto: Andrew Phelp

Fassade

Erkennungsmerkmal gelber Deckel: Die neue, prämierte Kiesfang-Generation von Sita. Überraschend funktionelles Design für eine optimierte Ablaufleistung und eine schwerelose Wartung.

Gebäudetechnik

Tamara Goehringer, Leuchtturm: Llorando se fue or Hunting High or Low. Bildquelle: 2023, Tamara Goehringer / Kunstverein Friedrichshafen. Fotograf: Dominik Dresel

Termine

Im Falle des Quartiers „Buchholzer Grün“ in Hannover wurden von insgesamt 70.000 m2 gerade einmal 32.000 m2 bebaut – der Großteil der Gebäude in KS-Bauweise. Die daraus resultierende Lebensdauer der Gebäude von weit über 100 Jahren macht das Quartier nicht nur aus stadtplanerische, sondern auch aus konstruktiv-nachhaltiger Sicht zukunftsfähig. Olaf Mahlstedt / KS-Original

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Die funktionsgetrennte KS-Bauweise am Beispiel eines einschaligen Mauerwerks mit einem WDVS. Die grauen KS-Wärmedämmsteine am Wandfußpunkt sorgen für die dauerhafte Minimierung von Wärmebrücken. Bild: Thomas Popinger | KS-ORIGINAL

Fachartikel

Park Associati und Deltalight haben eine aufsehenerregende Leuchte entwickelt, die jedem Architekturprojekt bei all ihrer Einfachheit Dynamik verleiht. Nebbia vereint intuitives Design und Lichttechnologie in Spitzenqualität. Bildquelle: Delta Light

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Aufgebrochen und zusammengefügt: Die Wand- und Deckenscheiben des „Floating Wall House“ erzeugen spannungsvolle Beziehungen und schaffen ungewohnte Blickrichtungen. Bildquelle: Sto SE & Co. KGaA

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