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So, Mär

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ICONIC AWARDS starten Ausschreibung 2026

Termine

Mit dem Auftakt der neuen Wettbewerbsrunde gehen die ICONIC AWARDS 2026 wieder auf die Suche nach internationalen Projekten aus Architektur, Interior und Produktdesign. Bis zur Preisverleihung im Oktober 2026 soll es dabei nicht bei Einreichungen und Jurysitzungen bleiben: Parallel ist eine Reihe von Netzwerkterminen geplant, die Industrievertreter, Planer, Architekten und Projektentwickler an einen Tisch bringt – quer durch Disziplinen, Ländergrenzen und, ja, auch unterschiedliche Interessenlagen. Der Anspruch der Plattform: Innovation und gestalterische Qualität sichtbarer machen und daraus im besten Fall konkrete Projektkontakte entstehen lassen. Nach Angaben der Veranstalter lagen in den Vorjahren teils bis zu 800 Einreichungen aus mehr als 45 Nationen vor.

Mixed-Use, Transformation, Kreislauf: Was sich bei den Kategorien verschiebt

Wer sich durch Ausschreibungen arbeitet, merkt schnell: Kategorien sind nie nur Schubladen, sondern oft ein Signal, wohin eine Branche gerade schaut. Die ICONIC AWARDS arbeiten 2026 mit fünf Hauptkategorien und insgesamt 57 Unterkategorien – ein ziemlich feinmaschiges Raster, das die Bandbreite der Baubranche abbilden soll. Neu beziehungsweise stärker betont werden in der Hauptkategorie ARCHITECTURE Felder wie Mixed-Use Development, Transformation, Urban Regeneration and Development, Industrial and Logistic Development sowie Facade and Surface. In der Kategorie CONCEPT rücken Development Concept and Masterplanning und ebenfalls Transformation die strategische Seite der Projektentwicklung nach vorn.

Damit adressiert der Wettbewerb spürbar häufiger jene, die Projekte nicht nur zeichnen, sondern anschieben: Projektentwickler, Baugruppen, Bauträger sowie private und öffentliche Bauherren, also Akteure, die bei Bau- und Infrastrukturvorhaben die Richtung mitbestimmen. Dazu kommen Themen, die in vielen Büros ohnehin seit Monaten auf dem Tisch liegen: Healthcare, Circular Design sowie Office and Workplace – Kategorien, die Entwicklungen der Branche aufnehmen und Lösungen würdigen sollen, die auf aktuelle Streitfragen reagieren. Wie „zirkulär“ ein Entwurf am Ende wirklich ist, entscheidet sich bekanntlich nicht im Pressetext, sondern an Materialkreisläufen, Rückbaukonzepten und der harten Frage, ob es in der Praxis auch bezahlt wird.

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Architektur als Wertschöpfungskette: Warum Hersteller so präsent sind

Dass sich der Wettbewerb nicht nur als Preis, sondern als Bühne für die gesamte Wertschöpfungskette versteht, gehört zum Selbstbild der ICONIC AWARDS. Lutz Dietzold, Geschäftsführer des German Design Council, ordnet das so ein, dass dort eine große Vielfalt an Disziplinen zusammenkomme – vom Entwurf und den planerischen Gewerken bis zu Produkt, Material, Licht, Grafik und Marke. Nach Veranstalterangaben stammt rund ein Drittel der Teilnehmenden aus der Bau- und Einrichtungsindustrie, während Architektur- und Interior-Design-Büros mit etwa 60 Prozent den größten Anteil stellen.

Genau an dieser Mischung entzündet sich der eigentliche Reiz solcher Formate: Wo Hersteller auf Entwerfende treffen, prallen manchmal Welten aufeinander – und gerade deshalb entstehen die Gespräche, die sonst gern vertagt werden. Es geht um Forschungserkenntnisse, Produktentwicklungen, Referenzprojekte, aber auch um die Frage, was davon in der Baustellenrealität standhält. Wenn Diskussionsformate lebendig sind, liegt das selten an der Moderation allein, sondern an der Perspektivvielfalt – und daran, dass jemand den Mut hat, die unbequemen Nachfragen zu stellen.

Netzwerkformate übers Jahr: Mailand, Frankfurt – und die nächste Station

Im vergangenen Jahr waren die ICONIC AWARDS nach eigener Darstellung dort sichtbar, wo sich die Branche ohnehin begegnet. Ein Business Lunch rund um den Salone del Mobile in Mailand 2025 war so ein Termin. Außerdem gab es am Vortag der Preisverleihung 2025 eine Architekturführung und anschließend einen Netzwerkabend mit dem Medienpartner DETAIL. Für 2026 ist der Jahresauftakt mit einem Expertentreffen im März im Umfeld der Frankfurter Light + Building gesetzt. Danach folgt laut Programm ein Paneltalk mit Kaldewei zur Milan Design Week im April 2026.

Spannend ist weniger, ob man sich auf ein Glas Wasser oder einen Espresso trifft, sondern ob aus dem Kennenlernen tatsächlich Arbeitsbeziehungen werden. Teilnehmende aus dem Vorjahresprogramm schildern solche Treffen als niedrigschwelligen Einstieg in konkretes Matchmaking – das klingt plausibel, bleibt aber natürlich abhängig von Timing, Projektlage und der Bereitschaft, auch nach dem Event dran zu bleiben. Der Handschlag ist schnell gemacht; der nächste Termin oft die eigentliche Hürde.

Preisverleihung in München: Branchentreff parallel zur Expo Real

Die Preisverleihung im Oktober in München, parallel zur Messe Expo Real, ist für viele der Fixpunkt. Dort kommen regelmäßig Vertreter aus Architektur, Industrie und Immobilienwirtschaft zusammen. Neben der Awardshow sind Fachdialoge, Präsentationen und kuratierte Networking-Angebote vorgesehen, die den teilnehmenden Büros und Unternehmen mehr Sichtbarkeit geben sollen. Formate wie „Pitch & Pulse“ setzen auf kurze Präsentationen von Ideen und Projekten vor einem ausgewählten Fachpublikum – mit dem Versprechen, dass daraus unmittelbares Feedback und Anschlussgespräche entstehen.

Das kann funktionieren, gerade weil kurze Pitches den Filter schärfen: Was trägt, was ist heiße Luft, was ist ein Ansatz, den man morgen schon im Projekt prüfen möchte? Und doch bleibt ein Rest Skepsis erlaubt: Nicht jede Innovation passt in drei Minuten, und nicht jedes Publikum hört mit derselben Geduld zu. Aber vielleicht ist genau das der Realitätscheck, den manche Konzepte brauchen.

Internationale Reichweite: DACH stark, Ausland wächst

Wie groß der Bedarf an einer integrierten Plattform für Architektur, Interior und Produktlösungen im deutschsprachigen Markt ist, lässt sich nach Einschätzung der Veranstalter an der Vielzahl internationaler Teilnehmer und an der Qualität der Einreichungen aus dem DACH-Raum ablesen. Auffällig sei vor allem der Zuwachs aus dem Ausland: 2025 sollen rund 60 Prozent der Einreichungen international gewesen sein. Genannt werden unter anderem Beiträge aus China, Japan, Italien, den USA, Korea, Portugal, Spanien und Frankreich.

Das liest sich wie ein Fingerzeig: Wer heute über Baukultur spricht, landet schnell bei globalen Lieferketten, internationalen Teams und Standards, die längst nicht mehr nur national geprägt sind. Umso interessanter wird, welche Projekte in München am Ende tatsächlich auf der Bühne stehen – und welche Diskussionen danach in den Fluren weitergehen.

Ausschreibungsstart: bereits gestartet
Early Bird Frist: 27. März 2026
Anmeldeschluss: 15. Mai 2026

www.iconic-awards.com


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