21
Mai

Neuer Studiengang schließt Lücke zwischen digitalem Entwurf und Fertigung

Nachrichten

Master – Computational Design and Construction

Architekten kennen das Problem, genauso wie Ingenieure und Produktdesigner: Häufig klafft eine Lücke zwischen digitalem Entwurf und der Fertigung. Diese will nun der neue weiterbildende Studiengang »Master – Computational Design and Construction« schließen. Er ist deutschlandweit einmalig und wird erstmals ab dem Wintersemester 2012/13 an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe angeboten. Bewerbungen sind noch bis zum 30.06.2012 möglich.

Digitale Technologien verändern unsere Umwelt. Im Entwurfsprozess von Architekten und Planern ist der Computer nicht mehr wegzudenken, und auch die Fertigung von Gebäuden, Räumen und Objekten basiert verstärkt auf computergestützten Technologien. Die Praxis zeigt jedoch, dass die Schnittstelle zwischen Entwurf, Fachplanung und Fertigung häufig nicht funktioniert – komplexe Gebäude werden am Computer geplant und visualisiert, das dabei entstehende virtuelle 3D-Modell ist aber in der Regel nicht ohne weiteres für alle Planungsbeteiligten verwendbar und für die direkte Umsetzung über computergestützte Produktionsmethoden, wie z.B. CNC gesteuerte Maschinen, geeignet. Laut Marco Hemmerling, der den Studiengang leitet, bildet man für die Schnittstelle zwischen Entwurf und Fertigung Fachkräfte aus.

Der weiterbildende Masterstudiengang »Computational Design and Construction« vermittelt praxisorientierte Kenntnisse über die gesamte digitale Prozesskette vom Entwurf über die Simulation bis hin zur computergestützten Fertigung. Der Studiengang richtet sich an
Absolventen aus den Bereichen Architektur, Innenarchitektur, (Bau)Ingenieurwesen, Maschinenbau, Produktionstechnik, Holzbau und Produktdesign sowie Informationstechnologie und verwandte Bereiche. Das Studium schließt mit dem Master of Engineering (M.Eng.) ab. Ein erster akademischer Abschluss (Bachelor, Master oder Diplom) sowie eine mindestens einjährige einschlägige Berufstätigkeit ist Voraussetzung. Das dreisemestrige Vollzeitstudium wird in Blockveranstaltungen abgehalten, so dass die Studierenden die Möglichkeit haben, weiterhin ihrem Beruf nachzugehen. «Die Auseinandersetzung mit digitalen Technologien in der Architektur erfordert eine intensive Betreuung«, so Hemmerling. Daher werde eine kleine Gruppe von 15 Teilnehmern angestrebt. Die Studiengebühr beträgt pro Semester 2300 Euro. Studienort ist Detmold, die Lehrveranstaltungen werden auf Englisch gehalten.

Weitere Informationen: www.m-cdc.de

Kontakt:
Hochschule Ostwestfalen-Lippe
Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur
Prof. Dipl.-Ing. Marco Hemmerling
Emilienstr. 45
32756 Detmold
(05231) 769-667
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