17
Nov

Deutsch-israelisches Team saniert Weltkulturerbe in Tel Aviv

Das Max-Liebling-Haus in Tel Aviv ist ein Beispiel für den „Internationalen Stil“, der in Details und stilistischen Elementen eine Weiterführung von eng mit dem Bauhaus verbundenen Ideen darstellt. Foto: Barak Brinker

Nachrichten

 

Das in diesem Jahr wichtigste Förderprojekt der Sto-Stiftung hat einen sowohl kulturhistorisch als auch bautechnisch und interkulturell bedeutsamen Rahmen: 100 Jahre Bauhaus. Ein in diesem Stil errichtetes Wohnhaus in Tel Aviv wird von gemischten Teams junger Handwerker aus Deutschland und Israel generalsaniert. Das Max-Liebling-Haus in Tel Aviv ist eines von rund 4.000 Wohngebäuden, die nach 1933 von deutschen Bauhaus-Architekten jüdischen Glaubens in der Stadt errichtet worden waren. Sie gehören heute zum UNESCO-Weltkulturerbe, etwa 2.000 Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Auf dieser besonderen Baustelle in der „Weißen Stadt“ von Tel Aviv legen Azubis des deutschen Stuckateur- und Malerhandwerks demnächst gemeinsam mit israelischen Handwerkern und Studenten Hand an. „Open for Renovation“ heißt das Projekt, dessen Ziel die Komplettsanierung und der Umbau des ehemaligen Max-Liebling-Wohnhauses zum künftigen White City Center ist. Am 19. September soll dieses Gebäude offiziell seiner Bestimmung als deutsch-israelisches Dokumentations-, Vermittlungs- und Kompetenzzentrum übergeben werden. Die gemeinnützige Sto-Stiftung organisiert und finanziert die aufwendige Fassadensanierung für vier deutsch-israelische Teams, die jeweils zehn Tage in der Stadt gemeinsam leben und arbeiten.

Konrad Richter, Stiftungsrat Handwerk, freut sich: „Wir ermöglichen und motivieren den Austausch junger Menschen im Rahmen solcher Projekte über Ländergrenzen hinweg. Gemeinsam arbeiten, voneinander lernen, zusammen Freizeit gestalten, das ist unser Beitrag zu einer weltoffenen Gesellschaft.“ Koordiniert wird das Teamwork von der Geschäftsstelle Weiße Stadt Tel Aviv des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI), die beim Amt für Bundesbau (ABB) in Mainz angesiedelt ist.

Die Sto-Stiftung fördert im Rahmen des bilateralen Projektes „Open for Renovation“ Workshops zur Fassadensanierung des Gebäudes, das rechtzeitig zum Bauhausjahr im Herbst 2019 als Denkmalschutz- und Architekturzentrum eröffnet werden soll. Foto: Yael Schmidt
Die Sto-Stiftung fördert im Rahmen des bilateralen Projektes „Open for Renovation“ Workshops zur Fassadensanierung des Gebäudes, das rechtzeitig zum Bauhausjahr im Herbst 2019 als Denkmalschutz- und Architekturzentrum eröffnet werden soll. Foto: Yael Schmidt

 

Facelift für Fassade des Max-Liebling-Hauses

In drei Teams arbeiten je fünf Stuckateur-Auszubildende der Berufsschule und des überbetrieblichen Ausbildungszentrums Leonberg jeweils eine Woche an der Fassade des Max-Liebling-Hauses, sanieren Risse und ertüchtigen den Putz. Den neuen Anstrich besorgen sieben Malerlehrlinge aus verschiedenen deutschen Berufsschulen. Komplettiert wird jedes Team von fünf jungen israelischen Handwerkern. So kommen Auszubildende von der „Israel Antiquities Authority“; auch eine Klasse von Architekturstudenten der Bezalel Universität in Jerusalem ist interessiert. Im Anschluss an den Workshop gewinnen die Azubis aus Deutschland in einem kulturellen Begleitprogramm erste Eindrücke von Israel. Ziele des von der Sto-Stiftung geförderten Projektes sind Bildungsaustausch, interkultureller Erfahrungsgewinn sowie handwerklicher Technik- und Wissenstransfer.

Lebendiger, deutsch-israelischer Begegnungsort

Das künftige White City Center ist Teil des Projektes „Netzwerk Weiße Stadt Tel Aviv“, das vom Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BMI) ideell und finanziell unterstützt wird. Die „Weiße Stadt“ in Tel Aviv mit ihren etwa 4.000 Gebäuden ist ein typisches Beispiel für den durch Bauhaus-Elemente geprägten „Internationalen Stil“. Als moderne Wohnstadt für Emigranten und Flüchtlinge aus Europa in den 1930er- und 1940er-Jahren errichtet, zählt sie seit 2003 zum UNESCO-Weltkulturerbe, rund die Hälfte der Gebäude steht unter Denkmalschutz. Das neue Architekturzentrum wird Best-Practice-Beispiele für die behutsame Weiterentwicklung dieses einzigartigen baukulturellen Erbes zeigen.

Weitere Informationen, Fotos und tagesaktuelle Berichte zum Projekt:

www.sto-stiftung.de
www.facebook.com/sto.stiftung
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Von außen wirkt das Gebäude mit der asymmetrischen Dachkonstruktion schlicht, natürlich und bodenständig. Foto: Alnatura, Olaf Wiechers/Troldtekt.

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Die in Doppeldeckung verlegten kleinformatigen Cedral Dach- und Fassadenplatten umschließen Doppelsatteldach und Fassaden des Bio-Passivhauses in der Fränkischen Schweiz. Foto: Herbert Bucher

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Geöffnete Nischentüren lassen sich optisch unauffällig in die Wand integrieren. Foto: Schörghuber

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Projekte (d)

Im C2C Lab wird eine gesunde und kreislauffähige Gestaltung mit positivem Fußabdruck an konkreten Beispielen wie dem System 2000 eco von Strähle erlebbar. Foto: Cradle to Cradle e.V.

Innenausbau

Dank des standardisierten, sich wiederholenden Montageprozesses waren die Öffnungen bereits nach zehn Arbeitstagen komplett geschlossen, sodass mit den Innenarbeiten begonnen werden konnte. Parallel dazu wurden die Lichtbänder bauseitig umlaufend gedämmt und zum Schluss Eindeckrahmen und Abdeckbleche montiert. Diese garantieren eine dauerhaft zuverlässige Wind- und Regendichtheit. Fotos: Velux

Dach

Fotograf: Przemysław Niecki Pion Studio

Einrichtung

EPS-Flachdach-Dämmplatte und integrierter Leckageortungsfunktion

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Quelle: ClipDealer

Planung

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Innenausbau

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