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Architekturbüro Kantweg: Interview mit Bastian Grell

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Mit KANTWEG gründete Bastian Grell 2003 ein Unternehmen, das den »Kubus-Baustil« in Deutschland wieder aufleben ließ. Das Architekturbüro entwickelte inzwischen bis zu 200 Häuser, darunter historisierende Villen, Objekte im »Kubus-Baustil« oder die traditionelle Kaffeemühle. Bei KANTWEG laufen alle Gewerke direkt zusammen. Das Team von fünf Architekten übernimmt die Konzeptionierung bis hin zur Kosten- und Projektplanung und bietet alles aus einer Hand.

Rolf Mauer: Herr Grell, Sie sind Architekt mit Büros in Hamburg, Berlin und in der Nähe von Stade. Für wen bauen Sie, wer sind Ihre Bauherren?

Bastian Grell: Wir bauen für private Bauherren. Unsere Kunden wünschen sich ein architektonisch anspruchsvolles Haus in bester Qualität. Dies können wir durch unser hausinternes Architekturbüro und unser Qualitätsmanagement garantieren.
Das hierzu ein vollumfassendes Serviceangebot gehört ist selbstverständlich.
In der Regel sind unsere Kunden junge Familie rund um »40«, die bereits Eigentum haben und sich jetzt ein eigenes Haus für die Familienzeit bauen lassen.

Rolf Mauer: Wenn man Ihr gebautes Portfolio anschaut, kann man den Eindruck gewinnen, Sie seien ein »Villenarchitekt«.

Bastian Grell: Interessanterweise hat unser Konzept aus anspruchsvoller Architektur und professioneller Bauabwicklung ein Klientel angesprochen, welches beruflich erfolgreich ist und im Grundsatz etwas größere Häuser bauen kann. Gute Architektur ist aber nicht teurer als eine andere Art zu bauen.
Gegen den Begriff »Villenarchitekt« habe ich aber auch nichts.

Rolf Mauer: Welche Gemeinsamkeiten gibt es in der Ausstattung eines Einfamilienhauses und eines Mehrfamilienhauses? Wo liegen die Unterschiede.

Bastian Grell: Sofern es bei einem Mehrfamilienhaus um ein Anlageobjekt für die Vermietung geht, ist die Ausstattung in der Regel etwas geringer. Mehrfamilienhäuser im Einzelverkauf unterscheiden sich kaum vom Einfamilienhaus.

Rolf Mauer: Herrscht ein bestimmter Baustil vor, der von Ihren Kunden bevorzugt wird?

Bastian Grell: Wir waren vor 15 Jahren die ersten, die ein Haus im Bauhausstil, den Kubus, wieder aktiv vermarktet haben. Dieser Stil ist immer noch viel gefragt. Neuerdings ist jedoch auch die Jugendstil-Villa wieder sehr beliebt.

Rolf Mauer: In Ihrem Büro ist die klassische Trennung zwischen Architekturbüro und Bauunternehmen aufgehoben, was bedeutet das für Ihren Arbeitsalltag und für Ihre Auftraggeber.

Bastian Grell: Wir sind für alles selbst verantwortlich und übernehmen für unseren Kunden das volle Kosten- und Terminrisiko. Unser Kunde hat den Vorteil, dass er einen Festpreis erhält und die Bauzeit garantiert wird. Zudem hat er nur einen Vertragspartner, der im Gewährleistungsfall alles für ihn abwickelt. Wir übernehmen sozusagen das allgemeine Baurisiko für unseren Kunden.
Dies bedeutet im Alltag, dass es ein hohes Maß an Professionalität in Bezug auf die Projektkalkulation, die planerische Ausführung und die Bauabwicklung nebst Einkauf erfordert. Jegliches Risiko muß unsererseits im Vorwege im Interesse unseres Kunden und im eigenen Interesse minimiert werden. Wir haben hierfür entsprechende Instrumente entwickelt, die eine sehr detaillierte Vorplanung und Festlegung in Zusammenarbeit mit dem Kunden ergibt. Nur so können wir im Vorwege Bauzeit und Kosten garantieren.

Rolf Mauer: Sind Sie freier Architekt oder gewerblich tätiger Architekt?

Bastian Grell: Gewerblich tätig.

Rolf Mauer: Wie unterscheidet sich die Arbeit eines freien Architekten mit der eines gewerblich tätigen Architekten?

Bastian Grell: Wir können in der Regel an keinen öffentlichen Wettbewerben teilnehmen. Der freiberufliche Architekt ist wie ein Steuerberater Sachwalter des Vermögens seines Kunden und muss auch entsprechend agieren.
Wir sind als Unternehmen als sogenannter Generalübernehmer tätig und liefern neben der Architekturleistung auch die komplette Bauleistung. Dies ist der größte Unterschied zum freien Architekten.

www.kantweg.de


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