21
Jan

DGNB Reports veröffentlicht: Circular Economy und Mensch im Mittelpunkt

Fachliteratur

 

Zur BAU 2019 präsentiert die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V. zwei neue Reports, die Architekten, Planern und Bauherren Impulse für mehr Nachhaltigkeit in ihren Projekten geben. Die eine Publikation widmet sich dem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und den vielfältigen Anforderungen einer Circular Economy im Kontext der Gebäudeplanung, Umsetzung und Nutzung. Der zweite neu veröffentlichte DGNB Report gibt einen Überblick darüber, wie der Mensch mit seinen Bedürfnissen nach Gesundheit und Wohlbefinden stärker in den Fokus der Planung, dem Bau und dem Betrieb von Gebäuden rücken kann. Beide Veröffentlichungen sind kostenfrei über die Website der DGNB erhältlich.

Nachhaltigkeit in all seinen Facetten hat im Planungs- und Bauwesen in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Passend dazu steht die DGNB Sonderschau auf der diesjährigen BAU, die vom 14. bis zum 19. Januar auf der Messe München stattfindet, unter dem Motto „Nachhaltig ist das neue Normal“. Gleichzeitig gibt es immer noch zahlreiche Themenfelder, in denen ein nachhaltiges Handeln nach wie vor nicht selbstverständlich ist. Dies betrifft die konsequente Wieder- und Weiterverwertung der im Bau eingebrachten Ressourcen genauso wie eine Planungskultur, die über ökonomische Motivationen hinaus den Mensch als Gebäudenutzer in den Mittelpunkt stellt.

Die jetzt veröffentlichten DGNB Reports greifen diese beiden Themen auf. Sie geben Architekten, Planern und Bauherren praktische Ansatzpunkte, wie sie die jeweiligen Aspekte bestmöglich in ihrer Planungs- und Baupraxis berücksichtigen können.

Circular Economy – Kreisläufe schließen, heißt zukunftsfähig sein

DGNB Report MenschimMittelpunktVor dem Hintergrund der zunehmenden Ressourcenverknappung und der aktuellen Klimaveränderungen ist das Konzept der Circular Economy für die Zukunftsfähigkeit des Bauwesens von besonderer Bedeutung. Dieses hat insbesondere die konsequente Wiederverwendung und Verwertung von Ressourcen im Fokus. In dem Report „Circular Economy – Kreisläufe schließen, heißt zukunftsfähig sein“ stellt die DGNB die wichtigsten Stellschrauben für die Umsetzung einer Circular Economy in der Bau- und Immobilienwirtschaft heraus. Die Publikation gibt Impulse, wie dies auf Konstruktions- und Materialebene praktisch erfolgen kann und hebt Projekte hervor, die zeigen, was heute schon möglich ist.

Kern der Publikation ist eine Toolbox, mit der eine umbau- und rückbaufreundliche Planung anwendbar gemacht wird. Dabei werden wesentliche Handlungsfelder mit den dazugehörigen Herausforderungen, Aufgaben und notwendigen Schritten für verschiedene Entscheidungsträger konkret benannt. Beispiele für solche Handlungsfelder sind die Optimierung der Rückbaupraxis, die Steigerung der Nachfrage von Recyclinganteilen sowie die Vermeidung von Schad- und Gefahrenstoffen. Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt des Reports liegt auf der Mehrfachnutzung von Flächen. Auch hierzu werden strategische Handlungsfelder vorgestellt und mögliche planerische Ansätze zur Umsetzung aufgezeigt.

Lebenswert und Zukunftsfähig – Der Mensch im Mittelpunkt des nachhaltigen Bauens

DGNB Report CircularEconomyFür Gebäude ein neues Qualitätsverständnis zu entwickeln und sie als Zeichen der Wertschätzung von Menschen zu verstehen, ist ein Anliegen, das die DGNB in ihrem neuen Report „Lebenswert und Zukunftsfähig – Der Mensch im Mittelpunkt des nachhaltigen Bauens“ verfolgt. Demnach sollen die Planung, die Ausführung und der Betrieb eines Gebäudes das menschliche Wohlbefinden fördern und individuelle Bedürfnisse berücksichtigen. Als integrale Aspekte der Nachhaltigkeit hat die DGNB dies über unterschiedlichste Kriterien schon immer in ihrem Zertifizierungssystem adressiert. Der jetzt veröffentlichte Report stellt diese Punkte gebündelt zusammen und arbeitet heraus, warum diese für die Zukunftsfähigkeit der gebauten Umwelt von großer Bedeutung sind.

Dabei stellt der DGNB Report die Rolle des Menschen im Kontext der gebauten Umwelt heraus, indem die verschiedenen Einflussfaktoren auf Gesundheit und Wohlbefinden herausgearbeitet sowie Strategien und Ansatzpunkte für Bauherren, Architekten und Planer benannt werden. Unterschieden wird dabei in Empfehlungen für eine positive Reizsetzung und zur Vermeidung von Störfaktoren. Komplettiert wird die Publikation durch Praxisbeispiele und eine Checkliste, die in 13 Punkten zeigt, wie der Mensch auch mit wenig Aufwand in den Mittelpunkt der Planung rücken kann.

Vorstellung im Rahmen der BAU 2019 in München

Beide Reports können kostenlos unter www.dgnb.de/reports heruntergeladen werden. Für Besucher der BAU gibt es die Möglichkeit, Exemplare in gedruckter Form zu bekommen. Erhältlich sind diese auf der DGNB Sonderschau in Halle C2 an Stand 303, die selbst unter den vielfältigen Aspekten der Circular Economy konzipiert wurde.

Zum Thema „Circular Economy“ findet auf der DGNB Sonderschau am ersten Messetag (14. Januar) ab 14 Uhr eine Runder-Tisch-Veranstaltung statt, zu der Interessierte eingeladen sind. Passend zum „Mensch im Mittelpunkt“-Report gibt es am 17. Januar ebenfalls ab 14 Uhr eine Veranstaltung zum Thema „Gesundes Bauen“.

Das komplette BAU-Angebot der DGNB ist online unter www.dgnb.de/BAU2019 zu finden.


Anzeige AZ-GC1-728x250 GAS

Plug & Go ist die vorkonfektionierte Lösung für die einfache, schnelle und saubere Installation in Möbel oder Hohlwandsysteme.

Gebäudetechnik

Das Einfamilienhaus "Woodiy" kann mit dem Bausystem SimpliciDIY größtenteils in Eigenleistung gebaut werden. Grafik: Michael Lautwein und Max Salzberger/TH Köln

Projekte (d)

Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Fachartikel

Um bei der Umstrukturierung von fossilen auf regenerative Energien ein dauerhaft stabiles Netz zu gewährleisten, muss auch in effiziente Speicher investiert werden. Das Bauwerk von eins und THEE in Chemnitz gilt daher als bedeutender Baustein für die Energiewende. Foto: Simon Wegener

Fassade

An allen vier Seiten der Säulen sind Uplights mit einer von Studio DL entwickelten Spezialabdeckung montiert. Sie sorgt für Blendungsminimierung und lässt etwa 50 Prozent Direktlicht bis weit in das Gewölbe strahlen. Der Rest des Lichts ist diffus. Foto: Dirk-Andre Betz, Kaffee, Milch & Zucker

Beleuchtung

Selbstreinigend und besonders hell – Planibel Easy Clear. Foto: AGC Interpane

Fassade

Alle wesentlichen technischen Komponenten sind bei Geberit Quattro zu einem geprüften Komplettsystem für Installationsschächte und -wände zusammengeführt. Die komplette Sanitäreinheit wird industriell vorgefertigt just-in-time auf die Baustelle geliefert. Bild: Geberit

Gebäudetechnik

Mit seinem neuen Planer-Chat reagiert Geberit auf veränderte Suchgewohnheiten von Bauingenieuren und Architekten. Hinter dem Chat-Angebot steht u.a. Jürgen Greiner (nicht im Bild), der als Experte aus dem Bereich Sanitärtechnik anstehende Fragen von Planern beantwortet. Foto: Geberit

Fachartikel

Anzeige AZ-C1a-300x250 R8

Anzeige AZ-C1b-300x600 R8
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen