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So, Feb

Barrierefreiheit: Nicht zwingend teuer

Fachliteratur

 

Barrierefreies und inklusives Bauen muss nicht unbedingt teuer sein. Das zeigt das aktuelle Heft der vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) herausgegebenen Fachzeitschrift „Informationen zur Raumentwicklung“ (IzR). Vielmehr kommt es auf eine gute Konzeption und Planung an.

barrierefrei inklusiv bauen 02Stufen, Bordsteinkanten, fehlende visuelle Kontraste oder schlecht durchdachte Leitsysteme: Im öffentlichen Raum müssen sich Menschen damit täglich auseinandersetzen. Ähnlich sieht es in den eigenen vier Wänden aus. Hierzulande sind noch nicht ausreichend Wohnungen barrierefrei. Stufen und Schwellen im Eingangsbereich, nicht barrierefreie Zugänge zu Balkonen und Terrassen, zu schmale Türen sowie nicht altersgerechte Bäder sind die häufigsten Probleme für mobilitätseingeschränkte Menschen.

Warum gibt es überhaupt immer noch so viele Barrieren? Vorschnell wird barrierefreies und inklusives Planen und Bauen als zu teuer und unwirtschaftlich verurteilt. Die Autorinnen und Autoren zeigen hingegen, dass Barrierefreiheit häufig eben keine Frage der Kosten ist. Vielmehr kommt es auf Details und eine umfassende Planung an. Die Beiträge thematisieren unterschiedliche Ansätze, die sich sowohl auf die Wohnung und das Wohnumfeld als auch auf öffentliche Freiräume und Einrichtungen beziehen. Die vorausschauende und alle einbeziehende Arbeit lohnt sich, denn Barrierefreiheit und Inklusion werden angesichts einer alternden Gesellschaft immer wichtiger. Viele Planerinnen und Planer – das zeigt das Heft ebenfalls – haben das bereits verstanden: Sie sehen Barrierefreiheit als Qualitätsstandard, der Städten und Gemeinden einen Standortvorteil bringt.

„Inklusive Gesellschaft bedeutet, dass jeder Mensch gleichberechtigt daran teilnimmt. Das gilt in der Stadt wie auf dem Land, für unsere Infrastruktur und für das Wohnen“, so der Leiter des BBSR, Markus Eltges. „Um dem Ziel einer inklusiven Gesellschaft näher zu kommen, müssen Politik und Planung weiter Barrieren abbauen.“

Das Heft mit dem Titel „Barrierefrei und inklusiv planen“ ist im Franz Steiner Verlag erschienen. Interessierte können die Print-Version oder das eJournal für 19 Euro bestellen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


Projekt von Edwards White Architekten, Neuseeland, mit in Reihe arrangierten T3 von Gantlights und eigens angefertigtem 80-Zentimeter-Baldachin aus Stahl. Bildquelle: Simon Wilson

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Die ins Auge fallende Dachkonstruktion greift das Thema der lebendigen Dachlandschaft des Bestandsgebäudes auf und setzt sie auf eine ganz eigene Weise um. Foto: Studio Jil Bentz

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In Beelen ließ sich Oliver Spiekermann unter anderem von münsterländer Höfen inspirieren, wie er im Video erzählt. Foto: Architekten Spiekermann / KS-Original

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Die 2800 m² große Fassade des Montblanc-Besucherzentrums ist mit einem geschichteten Relief ausgebildet, das hinterleuchtet ist und in den dunklen Stunden der Gebäudehülle ein noch spektakuläreres Erscheinungsbild verleiht. Bildquelle: Roland Halbe

Hochbau

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