26
Okt

Neue Bücher: Barrierefreie Architektur und weitere

Fachliteratur
Neue Bücher über barrierefreies Bauen, Architekturwettbewerbe der letzten Jahre und Architekturprojekte in Russland und Kasachstan

Am 14. Oktober wird die diesjährige Buchmesse in Frankfurt eröffnet. Bis zum 18. Oktober kann man sich dort einen Überblick über den aktuellen Buchmarkt verschaffen. Natürlich präsentieren dort auch die Architekturverlage ihre Neuerscheinungen. Aus diesem Anlass möchten wir drei Fachpublikationen des Architektur- und Designverlages DOM publishers vorstellen:

Barrierefreie Architektur – Handbuch und Planungshilfe, herausgegeben von Joachim Fischer und Philipp Meuser

Kurzbeschreibung des Verlages
Barrierefrei zu bauen bedeutet mehr, als nur breite Türen und niedrige Lichtschalter einzurichten. Barrierefreiheit ermöglicht eine selbstständige und selbstbestimmte Lebensführung, fördert Mobilität und Integration im Zusammenleben aller Alters- und Personengruppen. Etwa 50 aktuelle Projektbeispiele, umfangreich in Texten, Fotos, Plänen und Zeichnungen präsentiert, vermitteln eine moderne Formensprache, mit deren Hilfe zeitgemäße Lebensräume für den Menschen geschaffen und gestaltet werden. Expertenessays sowie ein illustrierter Kommentar zur DIN 18025 runden dieses Handbuch ab.

Kommentar
Das Buch ist optisch schon sehr auffallend: In sattem Pink leuchtet es aus jedem Bücherregal und lädt zum Herausnehmen und darin Blättern ein. Auch im Inneren setzt der Verlag auf Akzente. Intensive Farben, großformatige Bilder, viele erläuternde Piktogramme und ein dickes, haptisch angenehmes Papier signalisieren, dass in diesem Buch auf eine etwas andere Art das Thema „barrierefreies Bauen“ betrachtet wird. Weg von alten Vorurteilen und abwertenden Begrifflichkeiten, hin zu einer zukunftsorientierten Architektur, die nicht nur Älteren und Behinderten den Alltag erleichtert, sondern uns allen. In thematisch sehr unterschiedlichen Essays der Autoren, ausführlichen Interviews mit Architekten und Bauherren sowie zahlreichen Projektbeispielen wird der „Abschied von der Behindertenrampe“ erläutert und neue integrierende Wohn- und Lebensformen vorgestellt. Abgerundet wird das Werk durch Planungsgrundlagen für barrierefreies Bauen, die auf Basis der DIN 18025 Teil 1 und Teil 2 die technischen Details noch einmal näher betrachten.

Joachim Fischer / Philipp Meuser (Hg.): Barrierefreie Architektur. Handbuch und Planungshilfe. 1. Aufl. (Mai 2009), ISBN 978-3-938666-46-3 (deutsche Ausgabe)
Format 225 × 280 mm, 304 Seiten, über 300 Abbildungen, Hardcover mit Gummiband, Preis 78,00 Euro




[phase eins]. Die Architektur von Wettbewerben 2006-2008, herausgegeben von Benjamin Hossbach und Christian Lehmhaus

Kurzbeschreibung des Verlages
Der zweite Band liefert, wie bereits der erste, einen umfassenden Überblick über den Prozess der Wettbewerbskultur – schwerpunktmäßig im Ausland. Im Zentrum stehen herausragende Ergebnisse einiger von [phase eins]. koordinierten Wettbewerbsverfahren u. a. in Abu Dhabi, Mekka und Tripolis, ergänzt durch Wettbewerbe in Deutschland. Mit Essays zu Fragen der Vorbereitung, Durchführung und Wirkung von Wettbewerben sowie Fachbeiträgen international renommierter Preisrichter.

Kommentar
Nach einigen einleitenden Essays über Wettbewerbsmanagement, Gedanken zum Wettbewerbswesen und Statements von Architekten über ihre Erfahrungen in internationalen Wettbewerben, stößt man auch schon auf den Kern des Buches: die Präsentation der ausgewählten Wettbewerbe und der Beiträge. Eindrucksvoll werden in vielen fotorealistischen Visualisierungen die siegreichen Beiträge der internationalen Wettbewerbe vorgestellt. Eine Fülle perfekt gerenderter Perspektiven, Grundrisse und Modellfotos. Leider fehlen dazu textliche Erläuterungen, so dass die Entscheidungen der Wettbewerbsjurys schwer nachvollziehbar werden. Nach einem kurzen Absatz über den jeweiligen Wettbewerb folgen die Bilder und Zeichnungen der Projekte. Manchmal sind die Grundrisse aber so klein, dass man ihre Logik und das Konzept kaum nachvollziehen kann. Nichtsdestotrotz blättert man gerne durch das Buch, um sich die zahlreichen ansprechend gestalteten Wettbewerbspläne anzuschauen. Daher sollte dieses Werk in keiner Hochschulbibliothek fehlen, gibt es doch Studierenden einen guten (optischen) Überblick über das aktuelle Wettbewerbsgeschehen. Da aber auf Informationen zu den einzelnen Projektkonzepten, Besonderheiten bei den gestellten Planungsaufgaben oder detailliertere Kommentare zu den einzelnen Wettbewerben verzichtet wurde, ist es doch eher als großes Bilderbuch zu bewerten.

Benjamin Hossbach / Christian Lehmhaus (Hg.): [phase eins]. Die Architektur von Wettbewerben 2006-2008. 1. Auflage (Mai 2009), ISBN 978-3-938666-59-3 (deutsche Ausgabe)
Format 225 × 280 mm, 560 Seiten, mehr als 600 Abbildungen, Hardcover mit Schutzumschlag, Preis 78,00 Euro



Contemporary Architecture in Eurasia – Bauten und Projekte in Russland und Kasachstan von Simone Voigt


Kurzbeschreibung des Verlages
Seit den frühen Neunzigerjahren hat sich die russische Baubranche im Zuge des ansteigenden Wirtschaftswachstums derart vergrößert, dass heutzutage nicht mehr nur in Metropolen wie Moskau und Sankt Petersburg von einem Bauboom gesprochen wird. Auch im Ausland werden die rasanten baulichen Entwicklungen in Russlands Städten mittlerweile mit steigendem Interesse verfolgt. Die Publikation enthält 50 Projekte deutscher Architekturbüros, die erfolgreich den Schritt in Richtung Osten gewagt haben. Mit umfangreichen Essays zur zeitgenössischen Architektur in Russland und Kasachstan sowie ergänzt durch Rahmenbedingungen für die Architektentätigkeit und einen Erfahrungsbericht zum Architekturexport.

Kommentar
Das Buch richtet sich vornehmlich an Architekten, die Lust haben, den Blick über den Tellerrand zu wagen, die sich eine erfolgreiche berufliche Zukunft im Ausland vorstellen können. Das architektonisch und städtebaulich ehrgeizige Russland und das sich entwickelnde Kasachstan werden hierfür beispielhaft von der Autorin ausführlich vorgestellt. Sie leitet ein mit Hintergrundinformationen zur langen Geschichte deutscher und deutschstämmiger Baumeister in Russland, um damit auch den derzeitigen russischen Bau- und Planungsboom zu erklären. Die Publikation präsentiert anhand vielfältiger Projektbeispiele einen aktuellen Überblick über Aktivitäten deutscher Architekturbüros in Russland und in anderen zentralasiatischen Ländern. Sie zeigt Erfolge und Probleme deutscher Architekten, untersucht Trends und Tendenzen in der Entwicklung des russischen Marktes, gibt Hinweise, wie man als deutscher Architekt an Aufträge in Russland kommen kann, informiert über mögliche Rechtsformen, Versicherungsfragen, Netzwerk- und Kontaktmöglichkeiten und welche Fähigkeiten und Ziele ein deutscher Architekt in Russland haben sollte. Das Buch gibt hilfreiche Tipps und liefert viele Hintergrundinformationen, ist aber hauptsächlich für Architekten und Architekturinteressierte zu empfehlen, die sich sehr intensiv mit Russland und Zentralasien auseinandersetzen möchten.

Simone Voigt: Contemporary Architecture in Eurasia – Bauten und Projekte in Russland und Kasachstan. 1. Auflage (Mai 2009), ISBN 978-3-938666-35-7
Format 225 × 280 mm, 416 Seiten, über 500 Abbildungen, Texte in deutsch, englisch und russisch, Hardcover mit Schutzumschlag, Preis 78,00 Euro


Die drei genannten Publikationen sind über DOM publishers erhältlich, www.dom-publishers.com 

Ein helles und freundliches Ambiente empfängt Mitarbeiter wie Besucher im neuen Headquarter der HeidelbergCement AG. Gerade im Foyer zeigt sich eine große Vielfalt an Anwendungen des Werkstoffs Beton: an den Decken, Wänden und Böden ebenso wie an verschiedenen filigranen Bauteilen. Foto / Copyright: Thilo Ross, Heidelberg

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Die umgangssprachlich bezeichnete floating white concrete box liegt in direkter Nachbarschaft zum Hauptgebäude der ältesten Universität Australiens. Bildquelle: Fretwell Photography

Fassade

Das neue SitaDrain Terra Drainagemodul hat vier feinjustierbare Gummimetallpufferfüße.

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In den Aufprallzonen des Abwassers helfen zusätzliche Schallschutzrippen, die Geräuschentwicklung zu reduzieren. Bildquelle: Geberit

Fachartikel

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