21
Mai

LED-Technologie im öffentlichen Raum

Fachartikel

 

Im Jahr 2030 werden 60 Prozent der Menschheit in Städten leben. Diese Konzentration in städtischen Ballungszentren schafft große Herausforderungen, denn sie erzeugt nicht zuletzt einen erhöhten Energiebedarf auf engem Raum. In den Städten der Zukunft, gerne als »Smart Cities« bezeichnet, muss diesem Problem durch technische Lösungen begegnt werden, die ihrerseits auf Energieeffizienz und ökologischeren Verbrauch setzen. Allein für Beleuchtung unsers Lebensraumes werden weltweit knapp unter 20 Prozent des Stromverbrauchs aufgewendet. Diese Zahl verdeutlicht, wie bedeutsam Einsparungen in diesem Bereich sein können. Die neuste Generation von LEDs erlaubt Energieeinsparungen von 50 bis 70 Prozent gegenüber herkömmlichen Lichtquellen. Gekoppelt mit moderner Steuerungstechnologie kann diese Zahl auf bis zu 90 Prozent ansteigen.

Dow Corning, nach eigenen Angaben der Weltmarktführer für Silikone und siliziumbasierte Technologien, hat eine LED auf Silikonbasis entwickelt, die den anspruchsvolleren Leistungsanforderungen etwa im Bereich Straßenbeleuchtung, Bürobeleuchtung oder von in der Architektur integrierten Leuchtelementen gerecht wird.

Die Entwicklung im LED-Bereich geht verstärkt hin zu höheren Spannungen bei gleichzeitig geringerer Größe des Leuchtelements. Dabei erreichen neuartige LEDs durchaus Temperaturen von 150 Grad Celsius und mehr. Bei solchen Temperaturen können herkömmliche Epoxidharze und Kunststoffe vergilben und Produkte im Laufe der Zeit an Qualität verlieren. Im Gegensatz dazu haben Silikone eine zuverlässige optische und körperliche Leistungsfähigkeit bei Temperaturen von 200 ° C und höher, die sicherstellen, dass die nächste Generation der LED-Lichtquellen neue Beleuchtungsanforderungen erfüllen.

Für herkömmliche Produkte reichten Glas, Polycarbonat und Acryl aus. Mittlerweile sind viele neue Anwendungen für Beleuchtungen entstanden, die nur schwer mit traditionellen Materialien herzustellen sind. Die mechanischen Eigenschaften von Silikon-Materialien, wie die Formbarkeit, sind die treibende Kraft für neue Gestaltungsmöglichkeiten. Durch die überlegene Formbarkeit der Silikone können so Architekten LED-Installationen mit komplexeren Formen, wie z.B. für dünnere Wände, erstellen, die mit organischen Polymeren oder Glas schwierig oder gar nicht herzustellen wären.

Obwohl LEDs bereits jetzt zu den effizientesten aller Lichtquellen gehören, übt der Markt einen hohen Druck und Wirkungsgrad auf die Produkte aus. Mit fortschrittlicher optischer Leistung und überlegener Formbarkeit gegenüber herkömmlichen Materialien bieten Silikone außergewöhnlicher Klarheit, neue Gestaltungsmöglichkeiten und ermöglichen mehr Lumen pro Watt.

LED-Hersteller versuchen nicht nur mehr Lumen pro Watt zu erhalten, sondern genauso, Produktkosten von Herstellern von LED-Leuchten durch optimierte Produkte und Prozesse deren Kosten zu minimieren. Durch eine bessere Formbarkeit helfen LEDs auf Silikonbasis, die Kosten der Montage in anderen Produkten zu senken. Hinzu kommt, dass durch ihre geringere Formgebungstemperatur ein niedriger Energieverbrauch bei der LED-Herstellung benötigt wird. Schließlich hilft die thermische und optische Stabilität von Silikonen mit ihrem starken Widerstand gegen UV und Chemikalien, dass LED-Lichtquellen eine konsistente, zuverlässige und qualitativ hochwertige Beleuchtung über die gesamte Lebensdauer eines Gerätes liefern.


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Um die Exponate vor schädlichem Licht zu schützen, haben die Architekten die Zahl der Fenster eingeschränkt. Umso identitätsstiftender ist daher das große Fenster zum Dom, das von außen einen gezielten Einblick ins Innere des Museums bietet und umgekehrt von Innen am Ende des Rundgangs einen Blick in die historische Altstadt von Regensburg. Foto: Alexander Bernhard

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In Bad Homburg vor der Höhe entstand auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs ein modernes Bürogebäude in außergewöhnlichem Erscheinungsbild samt einer Fassade mit Wiedererkennungswert. Foto: Hopermann Fotografie/FREYLER

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Im Profilglas kommt die transluzente Wärmedämmung TIMax GL-PlusF und die Sonnenschutzeinlage TIMax Mesh in schwarz zum Einsatz. Fotograf: Meike Hansen, Hamburg

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Am von der Sto-Stiftung geförderten Praxis-Workshop nahmen 2018 Studierende aus insgesamt 10 Nationen teil und lernten den Umgang mit modernen Wärmedämmverbundsystemen. Foto: Sto-Stiftung / Christoph Große

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