22
Apr

Flachdach Monitoring

Fachartikel

Flachdächer über hochsensiblen Bereichen wie OP Sälen, Datencenter, Produktionsstätten usw. sollten permanent überwacht werden, weil materielle Schäden enorm hoch sein können. Auch bei Sportstätten, Schwimmbädern, Schulen und öffentlichen Gebäuden sowie Einkaufszentren, bei denen Personenschäden zu befürchten sind, werden Monitoringsysteme immer häufiger zum Einsatz gebracht.

Und das aus gutem Grund. Mittlerweile gehören sie zum Stand der Technik. Aufgrund der mittlerweile sehr günstigen Preise ergibt sich die Frage, warum nicht alle Flachdachkonstruktionen mit einem Monitoringsystem ausgestattet werden. Die Kosten für den gesamten Flachdachaufbau steigen kontinuierlich, nicht zuletzt aufgrund immer höherer Dämmschichten. Diese gehören langfristig geschützt, sowohl aus statischen, energierelevanten, gesundheitlichen, ökologischen als auch kaufmännischen Gründen.

Neben einfachen Zeitpunkt-Monitoringsystemen wie das Sika RCS (Roof Control System), das Vedag ProtectDach oder das ProtectSys B System, stellt die günstigste und umfassendste Möglichkeit der permanenten Überwachung ein funkgestütztes Sensorsystem dar (WM – Wireless Monitoring), das Gebäudeinhaber oder Betreiber rechtzeitig über Undichtigkeiten informiert.

In der nachfolgenden Grafik wird das Funktionsprinzip dargestellt. Durch Feuchteeintritte im Dämmschichtbereich, hervorgerufen durch eine Beschädigung, einen undichten Anschlussbereich oder eine defekte Dampfsperre, verändert sich der Wasserdampfdruck, der durch Funk-, Feuchte- und Temperatursensoren erfasst wird.

Ein Sensor reicht aus, um ca. 300 Quadratmeter Dachfläche zu überwachen. Die Daten werden über einen Datenkollektor gesammelt und an einen externen Datenserver gesendet, der die Daten auswertet. Im Schadensfall wird der Betreiber oder Eigentümer informiert.

Auch funkgestützte Schneelastsensoren lassen sich in dieses System mit einbinden. Der Personen- und Gebäudeschutz wird dadurch langfristig unterstützt.

Die Zeiten, in denen die Mentalität: »Es tropft nicht, also ist mein Dach dicht«, vorherrschten, sind lange vorbei. Personen- und Investitonsschutz sind durch Sichtprüfungen alleine nicht zu erreichen.

Planer und Architekten sollten ihre Bauherrn auf Monitoringsysteme im Flachdachbereich aufmerksam machen. Diese können dann selbst entscheiden, ob sie den alteingesessenen Weg einschlagen und hoffen, es würde schon gutgehen oder lieber vorbeugen um Schäden zu vermeiden.

Autor Klaus Burger ist Mitarbeiter ILD Deutschland GmbH, www.ild-group.com

 


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